355 €
aus guter Lagerung
Dom Pérignon ist eine Prestige‑Cuvée von Moët & Chandon, die ausschließlich als Jahrgangs‑Champagne erzeugt wird. Der Jahrgang 1995 gilt in der Champagne als warmes, sehr reifes Jahr mit guter Reife von Pinot Noir und Chardonnay. Ausgereifte Dom Pérignon 1995 zeigen typischerweise eine Kombination aus reifer Frucht, komplexen autolytischen Noten (Brioche, getoastetes Brot), Nuss‑ und Honigaromen sowie feiner Säurestruktur. Durch lange Flaschenreife entwickeln sich tertiäre Aromen wie getrocknete Aprikose, Mandeln und subtile Honignoten, die bei einem gereiften Prestige‑Champagne geschätzt werden.
Vor dem Kauf sind visuelle und dokumentarische Prüfungen sinnvoll: unversehrte Etiketten und Kapsel, Füllstandskategorie (Ullage), klare Flaschennummern oder Rücketiketten, Nachweis professioneller Lagerung (Rechnungen, Lagerzertifikate), Angabe des Disgorgement‑Datums wenn vorhanden und Fotos der Flasche aus mehreren Blickwinkeln. Zusätzlich erhöhen unabhängige Echtheitszertifikate und eine nachweisbare Provenienz (Weinlager, Auktionshaus, Händler) die Sicherheit für Käufer und beeinflussen Preis und Wiederverkaufsfähigkeit positiv.
Bei alten Champagnern ist der Füllstand ein zentraler Indikator für die Weinqualität. Gängige Kategorien sind HF (High Fill, perfekter Füllstand), IN (Into Neck, sehr guter Füllstand), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder). Je weiter der Wein im Hals oder unter die Schulter gesunken ist (MS/LS), desto höher das Risiko für Oxidation und geschmackliche Beeinträchtigung. Für einen gereiften Dom Pérignon 1995 sind HF bis TS akzeptabel; VHS bis MS/LS erhöhen die Unsicherheit beim Genuss und Wert.
‚In Box‘ kann auf eine Originalverpackung hinweisen; die korrekte Bezeichnung im Fachjargon ist oft OWC (Original Wooden Case) oder OHK (Original‑Holzkiste). Eine intakte Originalholzkiste erhöht die Sammler‑ und Vermittlungsrelevanz, da sie Schutz und besseren Lagernachweis bietet. Für die Bewertung auf dem Sekundärmarkt zählen Kiste, Etikettzustand, Kapsel, Füllstand und Herkunftsnachweise zusammen — eine OWC kann den Wert stabilisieren oder leicht erhöhen, sofern sie original und unbeschädigt ist.
Dom Pérignon bezieht Trauben aus ausgesuchten Grands Crus und Premier Crus der Champagne, vor allem aus Regionen wie der Montagne de Reims, der Côte des Blancs und Teilen der Vallée de la Marne. Pinot Noir aus der Montagne de Reims bringt Struktur und Tiefe, Chardonnay aus der Côte des Blancs Frische, Feinheit und Mineralität. Die Assemblage dieser Terroirs verleiht Dom Pérignon seinen harmonischen, reifen, aber präzise getragenen Stil — besonders wichtig bei herausragenden Jahrgängen wie 1995.
Dom Pérignon 1995 gilt bereits als gereift und befindet sich vielerorts auf oder nach einem ersten Trinkplateau — individuelle Flaschen können jedoch noch weitere Jahrzehnte reifen. Viele Genießer bevorzugen jetzt das harmonisch entwickelte Profil mit tertiären Noten. Für den Genuss empfiehlt sich eine Serviertemperatur zwischen 10–12 °C bei sehr gereiften Flaschen (etwas wärmer als bei jungen Champagnern), vorsichtiges Öffnen, eventuell kurzes Dekantieren bei deutlicher Hefeentwicklung und elegante, tulpenförmige Gläser, um Aromen zu bündeln.
Ideal ist durchgehende, kühle Lagerung bei 10–13 °C, relative Luftfeuchte um 70 %, dunkel, vibrationsfrei und mit konstanter Temperatur. Flaschen sollten liegend gelagert werden, um Korkfeuchte zu gewährleisten. Dokumentierte, professionelle Lagerung verbessert die Trink- und Werthaltigkeit erheblich. Hinweise auf gute Lagerung sind intakte Etiketten, keine ausgebleichten Siegel, stabile Füllstände und – falls vorhanden – Lagernachweise oder Rechnungen von Weinkellern.
Bei alten Jahrgangs‑Champagnes ist das Disgorgement‑Datum (Zeitpunkt der Heferentfernung) ein wichtiger Qualitätsfaktor: Frühere oder spätere Dosage‑Praktiken und die Dauer der Flaschenreife nach Disgorgement beeinflussen Aromen und Alterungsprofil. Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, James Suckling, Jancis Robinson) bieten Orientierung für Käufer und Sammler, ohne jedoch alleinige Wertermittler zu sein. Auf dem Sekundärmarkt erhöhen hohe Bewertungen, dokumentierte Disgorgement‑Daten und ein sauberer Provenience‑Nachweis den Preis und die Nachfrage deutlich.
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