330 €
Zum Verkauf stehen 2 Flaschen Dompi 2013
Ullage bezeichnet den Flüssigkeitsstand in der Flasche relativ zum Hals. Gängige Kategorien sind High Fill (HF, perfekter Füllstand), Into Neck (IN, sehr guter Füllstand), Top Shoulder (TS, akzeptabel für ältere Flaschen), Very High Shoulder (VHS, erste Oxidationszeichen möglich), Mid Shoulder (MS) und Low Shoulder (LS, hohes Risiko für Qualitätseinbußen). Bei einem Wein aus 2013 sind HF bis TS in der Regel unbedenklich; VHS oder tiefer erfordern Vorsicht und erhöhen das Oxidationsrisiko.
Wertbestimmung beruht auf mehreren Faktoren: Reputation und Produzent (z. B. Château-Namen oder renommierte Weingüter wie Weingut Keller), kritische Bewertungen (Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous), Zustand der Flasche (Etikett, Kapsel, Füllstand), Provenienz sowie aktuelle Auktions- und Händlerpreise. Auch die Nachfrage am Sekundärmarkt und die Größe der Flaschencharge (Einzelflaschen vs. Case) beeinflussen den Preis. Für verlässliche Preisfindung sind Vergleichsverkäufe und Gutachten empfehlenswert.
Gereifte Rotweine aus 2013 harmonieren gut mit geschmorten Fleischgerichten, Wild, Pilzen, reifem Käse oder herzhaften Schmorgerichten. Fein strukturierte Weine profitieren von leichteren Speisen wie Ente oder Lamm mit Kräutern, während kräftigere Exemplare zu gereiftem Rind oder intensiven Saucen passen. Das optimale Trinkfenster hängt vom individuellen Entwicklungsstand ab; eine professionelle Verkostung oder Probeöffnung mit anschließender Verkostung gibt Aufschluss über das beste Timing.
OHK steht für Original-Holzkiste und bezeichnet die originalen Holzkisten, in denen hochwertige Weine oft ausgeliefert wurden. OWC bedeutet Original Wooden Case, OC steht für Original Case. Der Besitz einer Original-Holzkiste oder eines Original Wooden Case kann den Sammlerwert erhöhen, weil er zusätzliche Sicherheit für die Unversehrtheit der Lieferkette und bessere Lagermöglichkeiten bietet. Bei der Bewertung sollte man zudem auf Vollständigkeit, Beschriftung und Zustand der Kiste achten.
Authentizität lässt sich über mehrere Ebenen prüfen: Etiketten- und Kapselvergleich mit historischen Bildern des Weinguts, Kontrolle von Schriftzügen, Siegeln und Seriennummern sowie die Abgleichung mit Katalogeinträgen von Auktionshäusern. Provenienzdokumente wie Rechnungen, Transportpapiere oder Lagernachweise sind entscheidend. Bei hochpreisigen Flaschen lohnt sich die Konsultation von Spezialisten oder Rückfrage bei bekannten Referenzquellen wie Château- oder Domaine-Archiven; namhafte Beispiele, die als Vergleich dienen, sind Château Margaux, Château Lafite oder Domaine de la Romanée-Conti.
Für den Versand sind temperaturgeführte Transporte, stoßfeste Verpackung und Versand in Original-Holzkisten oder speziellen Weinkartons zu empfehlen. Eine detaillierte Dokumentation (Fotos, Zustand, Füllstand) vor dem Versand ist wichtig. Versicherungen sollten den vollen Wiederbeschaffungswert und Risiken wie Diebstahl, Bruch und Temperaturschäden abdecken. Bei internationalen Sendungen sind Zollpapiere und Gesundheitszertifikate zu beachten; für besonders wertvolle Flaschen empfiehlt sich zudem ein spezialisierter Logistiker und Transport über versicherte Kurierdienste.
Der Jahrgang 2013 war in zahlreichen Weinregionen eher kühl und wechselhaft, was häufig zu eleganteren, säurebetonten Weinen mit moderatem Alkoholgehalt führte. In Bordeaux etwa produzierten viele Weingüter feinere, früh zugängliche Rotweine; in Burgund war 2013 ein Jahr mit kräftiger Säure und klarer Fruchtstruktur. Bei gereiften Flaschen aus 2013 sind Tendenzen zu beachten wie zunehmende sekundäre Aromen (Ledernoten, Waldboden) und eine Balance zwischen verbliebener Frucht und Trinkreife, je nach Rebsorte, Lage und Ausbau des Weinguts.
Langfristige Lagerung verlangt konstante Temperatur (11–14 °C), 60–75 % Luftfeuchte und Schutz vor Licht sowie Vibrationen. Vor dem Servieren empfiehlt sich langsames Temperieren auf Trinktemperatur (14–18 °C je nach Stil). Bei Flaschen mit rund zehn Jahren Reife ist dekantieren sinnvoll: leichter bis mittelstarker Rotwein 30–60 Minuten, kräftigere oder stärker gereifte Flaschen 1–3 Stunden, um Sedimente zu schonen. Wichtig ist vorher die Kontrolle des Füllstands (Ullage) und des Zustands des Korkens.
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