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Der Rüdesheimer Nonnenberg gilt als eine der Spitzenlagen des Rheingaus: steile Südhänge, durchlässige Böden mit hohem Schieferanteil und exzellente Sonneneinstrahlung beguenstigen physiologische Reife bei gleichzeitig klarer Säure. Diese Kombination erzeugt Rieslinge mit intensiver Mineralität, guter Konzentration und Lagerfähigkeit. Weingüter wie Georg Breuer nutzen diese Lage, um fokussierte, terroirtypische Rieslinge zu erzeugen, die auf dem Markt wegen ihrer Herkunft und Kontinuität besonders geschätzt werden.
Standardflasche (0,75 l) und Magnum (1,5 l) altern unterschiedlich: in der Magnum verläuft die Reife langsamer und oft harmonischer, weil das Verhältnis Luft/Wein günstiger ist. Für gereifte Rieslinge aus Spitzenlagen wie Georg Breuer Nonnenberg kann ein Magnum längere Lagerstabilität und ein angenehmeres Trinkfenster bieten. Magnums sind zudem bei Sammlern und für Verkostungen beliebt, erzielen aber auf dem Sekundärmarkt oft einen Preisaufschlag.
Der Nonnenberg zählt zu den Spitzenlagen des Rheingaus und liefert charakterstarke Rieslinge mit Präzision und Lagerfähigkeit. Das Weingut Georg Breuer hat sich mit sorgfältiger Hangbewirtschaftung und selektiver Handlese einen Ruf für klare, terroirbetonte Rieslinge erworben. Typisch sind feine Mineralität, präzise Säure und ein gutes Reifepotenzial — Merkmale, die Nonnenberg-Weine gegenüber anderen Rheingauer Lagen hervorheben.
Grosses Gewächs (GG) ist eine Qualitätsbezeichnung des Verbandes Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) für trockene Weine aus den besten Lagen (Grosse Lagen) mit strengeren Ertrags- und Qualitätskriterien. Bei Spitzenlagen wie dem Nonnenberg verwenden VDP-Mitglieder diese Klassifikation, um besonders terroirbetonte, trocken ausgebaute Rieslinge zu kennzeichnen, die für lange Reifephasen konzipiert sind. GG-Weine durchlaufen in der Regel selektierte Traubenauswahl, strengere Ertragsbegrenzung und eine reifere Ausbauphase, wodurch sie sich deutlich von einfachen Qualitätswein-Stufen unterscheiden.
Gereifte Rheingau-Rieslinge entfalten ihre Aromen bei 10–12°C; zimmertemperaturnahe Temperaturen verschleiern Frische. Jüngere, trockene Varianten profitieren von 8–10°C. Für ältere Flaschen empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren nur bei Bedarf, um Sedimente zu schonen. Speisen: klassisch zu Meeresfrüchten, gebratenem Fisch, asiatischen Gerichten mit Süße/Schärfe, aber auch zu gereiftem Käse oder Geflügel mit sahniger Sauce — die Säurestruktur des Nonnenberg schafft Spannungsbögen zu vielen Küchen.
Magnumflaschen (1,5 l) altern langsamer als Standardflaschen (0,75 l), weil das Verhältnis von Wein zu Kork und der geringere Sauerstoffeintrag die Reifung verlangsamt. Ergebnis: Magnums zeigen oft eine feinere, gleichmäßigere Entwicklung, behalten Frische länger und sind für Langzeitlagerung besonders geeignet. Für Weine aus dem Rheingau wie Nonnenberg bedeutet das: Magnums bieten größere Sicherheit für eine langjährige Reife über Jahrzehnte, während 0,75-l-Flaschen schneller zugänglich sind und sich früher öffnen lassen.
Bei älteren Flaschen ist die Ullage (Füllstand) ein zentraler Indikator für Flaschenzustand und Lagergeschichte. Gängige Kategorien sind High Fill (HF), Into Neck (IN), Top Shoulder (TS), Very High Shoulder (VHS), Mid Shoulder (MS) und Low Shoulder (LS); HF/IN gelten als sehr gut, TS ist bei älteren Weinen noch akzeptabel, VHS oder tiefer kann auf beginnende Oxidation oder schlechtere Lagerung hindeuten. Für den vergleichsweise noch jungen Jahrgang 2017 sollte ein idealer Füllstand HF bis IN sein; bei Magnum-Flaschen ist der Füllstand oft höher stabiler als in Standardflaschen.
Deutsche Qualitätsbezeichnungen sind wichtig für Einordnung und Stil: VDP steht für Verband Deutscher Prädikatsweingüter. Innerhalb des VDP werden Spitzenlagen als Erste Lage bzw. als Größere Klassifikationen geführt; Grosses Gewächs (GG) bezeichnet trockene Spitzenweine aus VDP-Ersten Lagen. Bei Georg Breuer erscheinen Toplagenbezeichnungen auf dem Etikett oder in der Kellerliste und helfen, Stil und Qualitätsanspruch besser einzuschätzen.
OHK steht fuer Original-Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case; Originalverpackung kann Wert und Vertrauenswürdigkeit erhöhen. Zur Prüfung gehören: Abgleich von Etiketten, Jahrgang und Flaschenetikett mit bekannten Weingutsangaben, Kontrolle von Kapsel, Korkstempel und Füllstand sowie Fotos oder Dokumente zur Lagergeschichte (Kellerbelege, Rechnungen, Auktionsprotokolle). Zusätzliche Sicherheit bieten unabhängige Gutachten, verkäuferseitige Lagernachweise und das Wissen um temperaturstabile Lagerbedingungen; misstrauisch sollte man bei widersprüchlichen Etiketten, starken Ullage-Veränderungen oder fehlender Dokumentation sein.
OHK steht für Original-Holzkiste (Original-Holzkiste), OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Originalverpackung dokumentiert Herkunft und Unversehrtheit einer Flasche und ist bei Sammlern und Auktionskäufern wertsteigend. Besonders bei gereiften Spitzenweinen von Erzeugern wie Georg Breuer steigert eine intakte OHK/OWC oft das Vertrauen in die Provenienz und beeinflusst den Marktwert positiv.
Der Georg Breuer Nonnenberg 2017 ist ein typischer Rheingauer Riesling aus einer steilen, mineralischen Lage mit ausgeprägter Schieferprägung. Stilistisch zeigt er eine klare Fruchtnote (Zitrus, gelber Apfel, reife Steinfrucht) kombiniert mit markanter Säurestruktur und salziger Mineralität; 2017 brachte zugänglichere Reifegrade als kühlere Jahrgänge, bleibt aber durch lebendige Säure und Struktur langlebig. Im Glas präsentiert sich der Wein oft konzentriert, mit feiner Textur und gutem Extrakt – ideal für langsame Entwicklung über 10–25 Jahre, je nach Ausbautyp und Flaschenformat.
Füllstand ist ein zentraler Qualitätsindikator: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind optimal; TS (Top Shoulder) ist bei älteren Weinen akzeptabel. VHS (Very High Shoulder) sowie MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf Oxidation oder Korkprobleme und bergen hohes Risiko. Achten Sie zudem auf intakte Kapsel, unversehrtes Etikett und übereinstimmende Jahrgangsangaben mit Provenienzpapieren — Hinweise, die besonders bei renommierten Häusern wie Georg Breuer entscheidend sind.
Auf dem Sekundärmarkt zählen Zustand, Provenienz, Format und Nachfrage. Einwandfreie Füllstände, Originalverpackung (OHK/OWC) und lückenlose Dokumentation erhöhen den Liquiditäts- und Preisvorteil. Georg Breuer genießt großes Ansehen, daher sind knappe Jahrgänge und Magnums besonders gefragt. Auktionen, spezialisierte Händler und Weinbörsen sind geeignete Plattformen; unabhängige Gutachten oder Händlerbewertungen (z. B. von Vinous, Jancis Robinson oder Wine Advocate) unterstützen Preisfindung und Vertrauen.
Der Rheingau ist eine der historisch und qualitativ bedeutendsten Riesling-Regionen Deutschlands; Weine namhafter Erzeuger wie Georg Breuer besitzen auf dem Sekundärmarkt gute Nachfrage und hohe Wiederverkaufschancen. Entscheidende Faktoren für Investmentpotenzial sind Konsistenz des Produzenten, Reputation der Lage (z. B. Nonnenberg), Jahrgangsqualität, vorhandene Bewertungen und exzellente Lagerung/Provenienz. Liquide Investitionen erfordern zudem gute Dokumentation, fachgerechte Lagerbedingungen und realistisches Erwartungsmanagement – Riesling-Investments bieten langfristiges Wertsteigerungspotential, sind aber weniger volatil als manche Bordeaux-Lots.
Rieslinge aus Spitzenlagen profitieren von konstanter Lagerung: dunkel, 10–12°C, ca. 60–75% Luftfeuchte und vibrationsfrei. Die 2017er-Jahrgänge des Rheingaus sind reifere, stoffige Jahrgänge mit gutem Altersvermögen; je nach Ausbau (trocken bis restsüß) können diese Weine 10–25 Jahre oder länger reifen. Regelmäßige Kontrolle von Füllstand und Zustand der Kapsel/Etiketten unterstützt die Werterhaltung.
Optimal gelagert werden hochwertige Rheingau-Rieslinge bei konstant 10±2 °C, 60–75 % relativer Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei, Flaschen liegend bei Naturkork. Für einen serioesen Lagerplan: fruehe Trinkreife ab etwa 3–5 Jahren, volles Entwicklungspotenzial ab 8–15 Jahren und je nach Jahrgang und Flaschengroesse Erhaltungsfaehigkeit bis 20–30 Jahre oder laenger bei ausgesuchten Groessen (Magnum). Vor dem Servieren 10–12 °C, leichte Belueftung oder dekantieren kann bei laengeren Lagerungen helfen, Aromen zu öffnen.