650 €
perfect condition
Lagerung: konstant 12–14 °C, 60–75 % Luftfeuchte, dunkel, vibrationsfrei und waagerecht. Temperaturschwankungen vermeiden. Vor dem Genuss: je nach Alter kurz bis mehrere Stunden dekantieren; jüngere Flaschen können 1–2 Stunden Belüftung profitieren, bei sehr reifen Exemplaren genügt oft weniger. Serviertemperatur 16–18 °C, geeignetes Burgunderglas für Aromenkonzentration. Vor Planung von Trinkfenstern immer Zustand (Etikett, Füllstand) prüfen und bei Unsicherheit konservativ dekantieren.
Füllstand (Ullage) und Etikettenzustand sind grundlegende Indikatoren fuer die Flaschenpflege: Bei jungen Jahrgaengen wie 2020 sollte ein hoher Füllstand (High Fill oder Into Neck) vorliegen, da zu niedrige Füllstände auf unsachgemässe Lagerung oder Alterung hindeuten können. Ein sauberes, unbeschädigtes Etikett spricht fuer schonende Handhabung. Obwohl 2020 noch vergleichsweise jung ist, prüfen Sammler diese Merkmale, weil frühe Fehler – z. B. zu warme Lagerung oder wiederholte Temperaturschwankungen – langfristige Schäden verursachen. Bei älteren Weinen werden geringere Füllstände tolerierter, doch der Kontext von Alter und Lagerhistorie bleibt entscheidend.
Case Basse ist eine der renommierten Lagen in Montalcino, die für straffe, strukturierte Ausprägungen von Sangiovese bekannt ist. Gianfranco Soldera hat sich einen Ruf als Produzent von extrem langlebigen, terroirbetonten Weinen erarbeitet. Typisch sind geringe Erträge, eine starke Betonung der Rebsorte Sangiovese (häufig in der Form des lokalen Klons Sangiovese Grosso) sowie ein Fokus auf Reinheit der Frucht und präzise Säure-Tannin-Struktur. Solche Weine zeigen oft ein großes Reifepotenzial und entwickeln über Jahre komplexe tertiäre Aromen.
Der Jahrgang 2020 wird in vielen Teilen der Toskana als technisch gelungen beschrieben: gute Reife, konzentrierte Frucht und oft ausgeglichene Säure. Für Sangiovese bedeutete das in vielen Terroirs ein klares Fruchtprofil mit zugänglicher Tanninstruktur und solidem Lagerpotenzial. Regional können jedoch Unterschiede durch Mikroklima und Weinbergsmanagement bestehen, weshalb die konkrete Ausprägung bei einzelnen Erzeugern variieren kann. Kritiker und Jahrgangsberichte sollten bei konkreten Flaschen hinzugezogen werden, um Qualitätssignale für Spitzenweingüter wie jene in Montalcino besser einzuordnen.
Der Begriff ‚perfect condition‘ wird im Weinhandel oft genutzt, um eine Flasche mit nahezu makelloser äußerer und innerer Erhaltung zu beschreiben: intakte Kapsel, unbeschädigtes Etikett ohne Flecken, sauberer Karton oder Holzkiste, hoher Füllstand (High Fill oder Into Neck bei jungen Flaschen), kein sichtbares Auslaufen und klare, nicht oxidierte Farbe im Glas. Objektiv wichtig sind zudem eine lückenlose Dokumentation der Lagergeschichte und Nachweise zur Provenienz. In der Bewertungspraxis prüfen Händler und Sammler alle genannten Punkte, bevor sie von ‚perfect condition‘ sprechen.
Füllstände sind ein wichtiger Zustandshinweis: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut und sprechen für gute Lagerbedingungen. TS (Top Shoulder) ist bei älteren Flaschen noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) zeigen zunehmend Oxidationsrisiken und können auf längere Lagerung unter suboptimalen Bedingungen hindeuten. Bei Interpretation immer Alter der Flasche, Normen des Produzenten und übliche Füllstandstoleranzen der Region berücksichtigen.
Gianfranco Soldera gehört zu den renommierten Erzeugern Italiens; begrenzte Produktionsmengen, hohe Nachfrage und exzellente Kritiken treiben Sekundaerpreise. Zur Bewertung zählen: Erzeugerreputation, Jahrgangsqualität, Flaschenzahl, Zustand und Provenienz, offizielle Bewertungen (z. B. Wine Advocate, Vinous, James Suckling) sowie Auktionshistorie. Seltene Etiketten oder originalverpackte Kisten erhöhen die Liquidierbarkeit. Anlagepotenzial hängt vom Marktzugang, Lagerkosten und einem langfristigen Horizont ab – viele Sammler setzen auf eine Haltedauer von 10–20 Jahren, um Wertsteigerungen zu realisieren. Unbedingt zu beachten sind Echtheitsnachweise und die Zusammenarbeit mit etablierten Auktionshäusern oder spezialisierten Händlern, um Fälschungs- und Lagerungsrisiken zu minimieren.
Für optimale Entwicklung empfiehlt sich eine konstante Kellertemperatur von 12–14 °C bei hoher Luftfeuchte, Dunkelheit und Vibrationfreiheit. Flaschen liegend zur Erhaltung des Korkens, mit stabiler Temperaturführung, verlängern die Lebensdauer. Junge Sangiovese aus Montalcino profitieren von Luftkontakt: Bei relativ jungem Zustand kann ein vorsichtiges Dekantieren (30–60 Minuten) Tannine ausbalancieren und Aromen öffnen. Ältere Flaschen sollten vorsichtig dekantiert, vorab 24–48 Stunden stehend beobachtet und nur bei klarer Sedimentlage sanft in eine Karaffe umgezogen werden. Bei ambitonierten Kultweinen ist vor dem Servieren eine Probeflasche empfehlenswert.
OHK steht für Original-Holzkiste (engl. Original Wooden Case, OWC/OC) und bezeichnet die transport- bzw. Aufbewahrungskiste, in der Weine ursprünglich ausgeliefert wurden. Für Sammler erhöht eine intakte OHK oft den Wert und erleichtert Provenienznachweise, da sie Hinweis auf lückenlose Herkunft und schonende Lagerung geben kann. Dennoch ist die Weinflasche selbst (Label, Capsule, Füllstand und Korkzustand) das entscheidende Bewertungskriterium.
Case Basse ist die historische Einzellage des Weinguts Gianfranco Soldera in der appellationsstarken Region Montalcino, Toskana. Soldera setzte auf strikt selektierte Sangiovese-Trauben, sehr niedrige Erträge und traditionelle Weinbereitung mit langer Reifephilosophie. Die Böden von Case Basse sind kalk- und tonbetont, was feine Tannine, klare Säurestrukturen und ein deutliches Terroir-Profil unterstützt. Im Kontext von Brunello di Montalcino – der nach italienischer Denominazione di Origine Controllata e Garantita (DOCG) streng reguliert ist – gelten Solderas Gewächse wegen ihres Ausdrucks, ihrer Langlebigkeit und ihres markanten Herkunftscharakters als Referenz.
Zur Verifizierung gehören kontrollierte Beschau der Etiketten (Druckqualität, Druckbilder, Seriennummern), der Kapsel, des Korkens und der Flaschenform sowie Abgleich mit Referenzbildern und Produzenteninformationen. Provenienzunterlagen wie Rechnungen, Zertifikate und Lagernachweise erhöhen die Sicherheit. Bei Unsicherheiten sind unabhängige Gutachter, renommierte Auktionshäuser oder der direkte Kontakt zum Weingut empfehlenswert. Behörden und Händlernetzwerke können zusätzlich helfen, Fälschungen zu erkennen.
Wichtige Investment-Kriterien sind Produzentenreputation, Jahrgangsqualität, Flaschenanzahl bzw. Seltenheit, dokumentierte Provenienz, Zustand der Flasche (inklusive Füllstand) und Lagerhistorie. Marktliquidität, Bewertungen durch anerkannte Kritiker sowie Auktionsresultate vergleichbarer Abfüllungen geben Hinweise auf Wertentwicklung. Eine konservative Lagerung in durchgehender Kühlkette und versicherten Einlagerungen reduziert das Risiko und sichert den Wiederverkaufswert.
OHK steht fuer Original-Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case. Die Originalverpackung ist bei hochpreisigen und sammelwürdigen Weinen wichtig, weil sie Provenienz und schonende Lagerung dokumentieren kann; sie reduziert Transport- und Lichtschäden und wird von Sammlern sowie Auktionshäusern häufig als Qualitätsmerkmal bewertet. Bei Spitzenweinen kann eine intakte OHK den Marktwert erhöhen, da sie Hinweise auf lückenlose Lieferkette und sachgerechte Lagerung liefert.
Der Jahrgang 2020 in Montalcino wird oft als warm und reif beschrieben, wobei Winzer mit strenger Selektion besonders gute Resultate erzielten. Charakteristisch sind reife Frucht, konzentrierter Extrakt und solide Tanninstruktur; die Feinheit und Langlebigkeit hängen jedoch stark von Lage, Ertragskontrolle und Kellertechnik ab. Für Sangiovese von Top-Erzeugern kann 2020 daher sehr lagerfähig sein.
Ein 2020er Sangiovese aus einer etablierten Lage wie Case Basse ist noch vergleichsweise jung. Er wird anfänglich primär Fruchtnoten zeigen; in den kommenden 5–15 Jahren können sich Tannine und Säure integrieren und tertiäre Aromen entstehen. Bei Spitzenweinen aus Montalcino ist oft ein Lagerfenster von 10–30 Jahren realistisch, abhängig von Ausbau, Jahrgangscharakter und Lagerbedingungen. Jüngere Flaschen profitieren gelegentlich von kurzem Belüften, reifere Exemplare benötigen nur behutsame Pflege.
Sangiovese aus Montalcino zeigt typischerweise rote Kirsche, Pflaume, Kräuteranklänge und eine lebendige Säure mit feinkörnigen Tanninen. Bei Weinen aus dem Hause Soldera kommen oft zusätzliche Noten von dunklen Beeren, Hagebutte, Leder sowie subtilen Gewürz- und Gewächshausnoten durch die lange Fass- und Flaschenreife hinzu. Die Textur ist zumeist dicht, die Struktur besitzt Reifepotenzial über Jahrzehnte, weshalb Flaschen aus Montalcino – insbesondere solche von renommierten Erzeugern – häufig als langlebige Sammlerstücke betrachtet werden.
Beim Sekundärmarkt sind Provenienz, lückenlose Dokumentation (Rechnungen, Auktionslisten), fachgerechte Lagerung und Zustand der Flasche entscheidend. Renommierte Auktionshäuser (z. B. Sotheby’s, Christie’s) und etablierte Händler bieten bessere Garantien, doch unabhängige Laborprüfungen oder Gutachten können bei sehr wertvollen Flaschen sinnvoll sein. Marktliquidität, Jahrgangsreputation und Produzentenname beeinflussen Preisentwicklung — bei Ikonen wie Soldera sind Verfügbarkeit und Authentizität besonders relevant.
Sangiovese aus Montalcino präsentiert meist dunkle Kirsche, rote Beeren, leicht balsamische Kräuternoten, Gewürz- und Tabakaromen sowie markante, fein vernetzte Gerbstoffe. Weine aus renommierten Lagen wie Case Basse sind oft dichter im Körper, verfügen über tiefen Fruchtextrakt und eine langlebige Säure-Tannin-Struktur, die langjährige Reifung ermöglicht.
Hochwertige Sangiovese aus Montalcino können je nach Produzent und Jahrgang 10 bis 30+ Jahre reifen; Spitzenweine aus herausragenden Lagen neigen zu besonders langer Lebensdauer. Beim Öffnen empfiehlt sich eine vorherige Innentemperatur von etwa 16–18 °C, gegebenenfalls Belüftung im Dekanter für 30–120 Minuten (bei sehr gereiften Exemplaren eher kürzer) und grobkörniges Weinglas, um Aromen und Struktur optimal zu entfalten.
Gianfranco Soldera gilt als eine der prägendsten Persönlichkeiten der modernen Weinwelt in Montalcino. Sein Gut Case Basse steht für kompromisslose Qualitätsorientierung, klare Selektion und eine starke Identität des Sangiovese aus der Region. Solderas Ansatz — selektive Handlese, niedrige Erträge und lange Reifephasen — hat die Wahrnehmung von Brunello di Montalcino nachhaltig beeinflusst und macht Weine aus Case Basse für Sammler besonders interessant.
Sangiovese aus Montalcino, klassisch als Basis für Brunello di Montalcino, basiert meist auf dem Klon Sangiovese Grosso. Im Vergleich zu anderen Sangiovese-Regionen zeigt er tendenziell kräftigere Gerbstoffe, konzentriertere Frucht und ein ausgeprägtes Alterungspotenzial. Die Weine entwickeln mit der Zeit komplexe Noten von getrockneten Kräutern, Tabak, Leder und reifer Kirsche. Terroir und Vinifikation führen zu einer eigenständigen Stilistik, die sich klar von leichteren, früh zugänglichen Sangiovese-Interpretationen unterscheidet.
Ullage oder Füllstand ist ein zentrales Qualitätsmerkmal bei gereiften Flaschen: HF (High Fill) bedeutet perfekter Füllstand, IN (Into Neck) ist sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel für ältere Weine. VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) deuten auf stärkere Reife oder mögliche Oxidation hin. Bei einer 2020er-Flasche sollte der Füllstand je nach Format und Lagerhistorie geprüft werden; exakte Beurteilung gehört in die Zuständigkeit erfahrener Händler oder Gutachter.
Brunello di Montalcino ist eine DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita) mit strengen Vorgaben: 100% Sangiovese (meist Sangiovese Grosso), definierte Ausbau- und Reifeanforderungen sowie geographische Herkunft aus dem Gemeindegebiet Montalcino. Einfache Sangiovese-Abfüllungen können aus unterschiedlichen Regionen stammen und weniger regulatorische Anforderungen haben; DOCG-Weine sind häufig auf Langlebigkeit und Herkunftscharakter ausgelegt.
OHK steht für Original-Holzkiste (im Englischen oft OWC = Original Wooden Case). Für Sammler und Händler kann das Vorhandensein der Original-Holzkiste den Provenance-Wert erhöhen, weil es die Lieferkette und die Sorgfalt beim Transport und der Lagerung dokumentieren kann. Praktisch beeinflusst eine Holzkiste die langfristige Lagerung kaum, wohl aber Transport- und Präsentationssicherheit. Auf dem Sekundärmarkt werden komplett erhaltene Sets mit Originalverpackung häufig besser bewertet.
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