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Der Jahrgang 2018 brachte in vielen Regionen reife Frucht und solide Gerüstwerte. Blaufränkisch mit guter Struktur und moderatem Holzgebrauch baut sich in der Regel über 5–15 Jahre positiv aus; Spitzenlagen und sorgfältige Vinifikation können auch deutlich längere Lagerfähigkeit bieten. Für optimale Trinkreife empfiehlt sich gelegentliches Probieren: junge Jahre bieten fruchtbetonte Frische, nach 6–10 Jahren treten komplexe tertiary-Aromen wie Leder und getrocknete Kräuter hervor. Vor dem Trinken kann Dekantieren von Vorteil sein.
Die verbreitetste Flasche ist 0,75 l (Standardflasche). Größere Formate wie 1,5 l (Magnum) haben wegen ihres geringeren Flaschen-Luft-Verhältnisses oft ein günstigeres Reifeverhalten und genießen bei Sammlern und auf Auktionen regelmäßig einen Preisaufschlag. Sehr große Formate sind seltener und besonders begehrt. Kleinere Formate sind grundsätzlich schneller trinkreif. Bei Kauf oder Bewertung sollte das Format deshalb immer berücksichtigt werden.
Original-Holzkiste (OHK), Original Wooden Case (OWC) oder Original Case (OC) sind für Sammler und professionelle Käufer wichtige Provenienz-Belege. Ungeöffnete Originalverpackungen erhöhen den Wiederverkaufswert, da sie sicheren Transport und lückenlose Lagerhistorie signalieren. Bei Auktions- oder Ankaufssituationen können vollständige Originalverpackungen einen deutlichen Preisaufschlag bedeuten, vor allem wenn es sich um rare Lagen oder limitierte Abfüllungen handelt.
OHK steht fuer Original-Holzkiste, OC fuer Original Case und OWC fuer Original Wooden Case. Originalverpackungen verbessern die Provenienznachweise, schuetzen die Flaschen waehrend Transport und Lagerung und koennen den Sammlerwert erhoehen, da sie Unversehrtheit und urspruengliche Distribution dokumentieren. Besonders bei rareren Einzellagen und anerkannten Weinguetern sind Originalverpackungen ein wichtiges Kauf- und Auktionskriterium.
Blaufränkisch zeigt typischerweise kräftige Säure, kompakte Tannine und ein dunkles Beerenaroma. Bei einer als Ried ausgewiesenen Einzellage wie Bodigraben ist mit stärkerer Konzentration und einem ausgeprägteren Terroircharakter zu rechnen: fokussierte Schwarzkirsche und Brombeere, pfeffrige Noten und mineralische Untertöne. Weingüter, die Ried- oder Lagenabfüllungen vornehmen, zielen häufig auf eine präzise Balance zwischen Frucht, Säure und Extrakt, sodass solche Flaschen sich klar vom generischen Gutswein abheben.
Investmentbeurteilung beruht auf mehreren Faktoren: Reputation des Weinguts, Qualitaet der Einzellage (Ried), Jahrgangsstabilitaet, Produktionsmenge sowie Kritiker- und Marktresonanz. Bewertungsdaten von Fachkritikern (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, Jancis Robinson) sowie Auktionsresultate und Handelsnotierungen geben Hinweise auf Nachfrage. Wer in Blaufraenkisch investieren moechte, sollte zudem Lagerfaehigkeit, Dokumentation der Herkunft und Lochgroesse des Marktes beachten, da regionale Rebsorten andere Preiszyklen als internationale Spitzenappellationen haben.
Blaufränkisch kann ein interessantes Segment für Sammler und Investoren sein, besonders wenn renommierte Weingüter und topografisch klar definierte Rieden beteiligt sind. Entscheidende Faktoren sind Produzent (z. B. ein etabliertes Weingut), Lagenbezeichnung, Jahrgangsqualität, Angebotsknappheit, professionelle Lagerung und Kritikerbewertungen. Im Vergleich zu Bordeaux oder Burgund ist der Markt für Blaufränkisch weniger liquide, daher empfiehlt sich gezielte Selektion statt breit gestreuter Spekulation.
Ried ist im oesterreichischen Weinbau die traditionelle Bezeichnung fuer eine definierte Einzellage oder Parzelle mit eigenem Terroirprofil. Eine Lagebezeichnung wie Bodigraben signalisiert, dass die Trauben aus einer spezifischen, kartierten Parzelle stammen, was Qualitaet, Herkunftstransparenz und oft hoehere Aufmerksamkeit von Kritikern und Sammlern begruendet. Solche Einzellagen werden zusaetzlich in regionalen Klassifikationen wie dem DAC-Konzept beachtet.
Langfristige Lagerung erfolgt ideal bei konstanter Temperatur (10–14°C), 60–75% relativer Luftfeuchte und liegend, um den Korken feucht zu halten. Ein Blaufraenkisch mittleren Alters profitiert oft von leichter Karaffierung (20–60 Minuten) zur Loesung von Sedimenten und Oeffnung der Aromen; kräftigere, tanninreiche Exemplare koennen hoehere Dekantierzeiten vertragen. Fuer besonders alte Jahrgaenge vor dem Ausschenken Füllstand (Ullage) und Zustand des Korkens pruefen.
Fuellstand und Flaschenzustand sind Schluesselparameter: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als ideal; TS (Top Shoulder) kann bei 15–20 Jahre alten Flaschen akzeptabel sein. VHS, MS oder LS deuten auf hoehres Oxidationsrisiko hin. Gleiches gilt fuer Korkzustand (keine sichtbaren Ausstoesse), Etiketten und Verklebung. Diese Indikatoren helfen, Alterungszustand und Trinkbarkeit einzuschaetzen und sind entscheidend fuer Ankauf, Lagerung und Versicherungsbewertungen.
Die Ullage ist ein zentrales Qualitätsmerkmal bei älteren Flaschen. Gängige Kategorien: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei älteren Weinen, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationszeichen möglich, MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) = erhöhtes Risiko für Qualitätsverlust. Ergänzend sollten Etikett, Kapsel, Schraubverschluss oder Naturkork auf Risse, Stockflecken oder Korkschäden geprüft werden. Bei Unsicherheit hilft eine professionelle Begutachtung vor dem Kauf.
‚Ried‘ ist die in Österreich gebräuchliche Bezeichnung für eine Einzellage bzw. spezifisches Weinbergstück. Sie signalisiert, dass Trauben aus einem klar umrissenen Terroir stammen. Für Käufer ist das relevant, weil Ried- oder Lagenweine in der Regel konzentrierter, langlebiger und leichter vergleichbar sind als generische Orts- oder Gebietsweine. Bei Weingütern, die Lagen-Namen verwenden, ist außerdem die Herkunftstransparenz höher, was beim Aufbau einer Kollektion oder bei Investitionsentscheidungen wichtig ist.
Der Jahrgang ist entscheidend fuer Reifeprofil und Balance. Bei Blaufraenkisch kann ein warmer Jahrgang zu runden, reiferen Fruchtaromen und weicherem Tannin fuehren, waehrend kuerere oder kuhlere Jahre eher Frische, hoehere Saeure und zartere Extrakte betonen. Fuer die Beurteilung einer konkreten Flasche ist neben dem Jahrgang auch das Weingut entscheidend, weil Ausbaukonzepte (Holzfass, Stahltank, Reifezeit) das Ergebnis stark beeinflussen.
Für den sicheren Versand hochwertiger Rotweine empfiehlt sich stoßfeste Umverpackung, temperaturstabile Isolierung bei sensiblen Jahreszeiten und Verwendung originaler Holzkisten oder spezialisierter Weinversandkartons. Schützend wirken Luftpolster, Flaschen-Trennwände und feuchtigkeitsresistente Außenverpackungen. Bei internationalen Transporten sind stabile Verzurrung und lückenlose Dokumentation der Herkunft hilfreich. Empfohlen wird außerdem eine Versandversicherung für wertvolle Partien.
Blaufraenkisch ist eine autochthone Rebsorte mit ausgepraegter Saeure, feinem Tanningeruest und Aromen von dunklen Kirschen, Pflaumen und pfeffrigen Noten. Bei einem Blaufraenkisch aus einer bezeichneten Ried wie Bodigraben steht die Terroirprägung im Vordergrund: Bodenstruktur, Hangneigung und Kleinklima formen Intensitaet, Mineralitaet und Reifegrad. Ein typischer Wein eines regional anerkannten Weinguts zeigt dadurch oft mehr Struktur und Lagerfaehigkeit als generische Cuvees.
Eine kleine Gebindegrösse wie zwei Flaschen reduziert kurzfristig die Liquiditaet und den Wiederverkaufswert im Vergleich zu grösseren Partien, ist aber ideal fuer Degustation und Vergleich. Fuer Sammler gilt: Zwei Flaschen reichen zur Trinkprobe und gleichzeitigem Cellaring eines Vergleichs. Beim Handel erhoeht limitierte Verfuegbarkeit oft den Sammlerwert, gleichzeitig steigen Logistik- und Transaktionskosten pro Flasche.
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