Was zeichnet einen Bourgogne aus dem Jahrgang 1970 aus und wie haben sich solche Weine über fünf Jahrzehnte entwickelt?
Ein Bourgogne aus 1970 hat in der Regel deutliche tertiäre Aromen entwickelt: Leder, Waldpilze, getrocknete Früchte und erdige Noten bei Rotweinen aus Pinot Noir; Honig, Haselnuss und gereifte Zitrusaromen bei weißen Burgundern aus Chardonnay. Farbverlust (Aufhellung) und eventuelle oxidative Anteile sind typisch. Entscheidend sind Produzentenname, Flaschengröße, Füllstand (Ullage) und Lagergeschichte. Renommierte Häuser wie Domaine de la Romanée-Conti, Maison Louis Jadot oder Domaine Leroy zeigen oft größere Langlebigkeit, aber auch kleinere Erzeuger können hervorragend altern, sofern die Flasche durchgehende, kühle und konstante Lagerung erfahren hat.

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