Wie unterscheiden sich Pinot Noir aus Burgund, Deutschland und Oregon geschmacklich und stilistisch?
Pinot Noir zeigt starke Herkunftsprägung: Burgund (Côte de Nuits, Côte de Beaune) liefert oft fein strukturierte, erdige Weine mit roten Früchten und floralen Noten — gute Beispiele sind Domaine de la Romanée-Conti, Domaine Armand Rousseau oder Domaine Dujac. Deutscher Spätburgunder (Weingut Keller, Weingut Bernhard Huber, Weingut Meyer‑Näkel) tendiert zu saftiger Säure, klarer Frucht und oft eleganter Würze, bei kühleren Lagen ausgeprägt mineralisch. Oregon (Domaine Drouhin Oregon, Domaine Serene, Eyrie Vineyards) vereint burgundische Eleganz mit reiferer Frucht und würziger Holzprägung. Bei allen Regionen beeinflussen Klima, Hanglage und Winzerstil (z. B. Maischegärung, Holzeinsatz) das Endprofil entscheidend.

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