Was bedeutet retroolfaktorisch und wie äußert sich dieser Effekt bei Lagrein?
Retroolfaktorisch beschreibt die Wahrnehmung von Aromen beim Ausatmen durch die Nase nach dem Schlucken, also die retronasale Aromawahrnehmung. Bei Lagrein verstärkt dieser Effekt die Wahrnehmung von Gewürzen, getrockneten Kräutern und balsamischen Noten – Zimt, Nelken oder Tabak können so intensiver erscheinen, während gleichzeitig Fruchtnuancen wie Kirsche oder rote Johannisbeere länger im Mund verbleiben. Retroolfaktorische Eindrücke sind ein wichtiger Faktor für die wahrgenommene Länge und Komplexität des Weins.
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