Was zeichnet einen Spätburgunder (Pinot Noir) aus und worin unterscheiden sich regionale Varianten?
Spätburgunder, international als Pinot Noir bekannt, zeigt in Deutschland feine Fruchtaromen (Kirsche, Himbeere), florale Noten und eine filigrane Tanninstruktur. Regionale Unterschiede sind markant: Spätburgunder aus Baden oder dem Kaiserstuhl tendiert zu dichterer Frucht und mehr Körper (Beispielhafte Referenzen: Weingut Bernhard Huber, Weingut Salwey), während Ahr-Weine oft elegantere Säure und rote Fruchtnuancen bieten (z. B. Meyer-Näkel). In neutraleren Lagen wie der Pfalz oder dem Rheingau erscheinen die Weine mittelkräftig mit klarer Säurestruktur. Ausbau im Holzfass, Reifegrad und Lagenbezeichnung (Erste Lage, Große Lage) prägen Stil und Alterungspotenzial.