Wie unterscheiden sich typische Jahrgänge wie 2009, 2012, 2014, 2018 und 2020 chronologisch in Stil und Reifepotenzial?
Jahrgänge variieren stark: 2009 gilt in vielen deutschen Regionen als warmer, reifer Jahrgang mit üppiger Frucht und frühem Trinkfenster, kann aber bei Spitzenwinzern lange reifen. 2012 war insgesamt kühler mit straffer Säure und langlebiger Struktur. 2014 brachte ausgewogene, terroirbetonte Weine mit moderater Alkoholentwicklung. 2018 war sehr warm und konzentriert, oft kraftvoller, aber bei guter Säureausprägung lagerfähig. 2020 zählt zu den sehr guten, häufig ausgewogenen Jahrgängen mit guter Balance aus Reife und Frische. Bei Weingut Keller sind alle genannten Jahrgänge für gute bis sehr gute Lagerfähigkeit bekannt, konkretes Potenzial hängt aber von Parzelle und Ausbaustil ab.