Was zeichnet einen Spitzen-Spätburgunder im Vergleich zu Burgund aus und welche Erzeuger sind exemplarisch?
Spätburgunder (Pinot Noir) aus Deutschland kann in Stil und Eleganz sehr nah an burgundische Premier- und Grand Crus herankommen, besonders wenn er aus renommierten Lagen kommt. Typische deutsche Herkunftsregionen für Spitzen-Spätburgunder sind die Ahr (z. B. Meyer‑Näkel), Baden (z. B. Bernhard Huber oder Dr. Heger am Kaiserstuhl) und die Pfalz (u. a. Weingut Knipser). Französische Vergleichsproduzenten sind Domaine de la Romanée‑Conti (DRC), Domaine Dujac oder Domaine Leroy. Entscheidend sind Lage, Terroir, strenge Ertragsbegrenzung und schonende Kellerarbeit; diese Faktoren geben deutschen Spätburgundern Struktur, feine Tanninführung und Aromentiefe vergleichbar mit Burgund.