Welche Bedeutung hat ein Vor- oder Damenname auf dem Etikett (z. B. „Elise“) für Cuvée, Einzellage oder Produzentenkennzeichnung?
Eigennamen auf Etiketten können verschiedene Funktionen haben: Als Cuvée-Name für eine spezielle Verschnittkomposition, als Hommage an eine Person des Produzenten oder als Markenbezeichnung für eine Einzellage. Entscheidend ist die ergänzende Angabe auf dem Etikett — steht dort ein Domaine‑ oder Château‑Name, ist klar das Weingut der primäre Produzent; steht eine AOC/AOP- oder Herkunftsangabe daneben, gibt das die Herkunft vor. Beispiele aus der Praxis: Ein eigener Cuvée‑Name taucht bei Champagnerhäusern ebenso auf wie bei Gütern im Burgund oder Bordeaux; gleichwohl bleibt das Weingut (z. B. Weingut Keller, Château Margaux, Domaine de la Romanée-Conti) der Träger der Qualitätsklassifikation.

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