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In perfect condiction.
1995 war in Teilen der Champagne ein warmes, reifes Jahr mit guter physiologischer Reife bei Chardonnay und Pinot Noir. Jahrgänge wie 1995 zeigen bei Dom Pérignon oft eine konzentrierte Fruchtbasis, feine Säurestruktur und sehr ausgeprägte autolytische Noten nach langer Flaschenreife. Solche Jahrgänge entwickeln sekundäre Aromen von Honig, gerösteten Mandeln und Brioche, bleiben aber durch die natürliche Säure typisch champagnerisch frisch.
Lagerung: konstant kühl (idealerweise 10–12°C), dunkel, 60–75% relative Luftfeuchte und vibrationsfrei; Flaschen liegend, wenn der Korken noch nicht kontrolliert wurde. Serviertemperatur: 8–10°C für volle Aromendarstellung. Vor dem Öffnen sanft temperieren, langsames Öffnen ohne kräftigen Korkenknall, Servieren in tulpenförmigen Champagnergläsern oder Weißweinkelchen zur Wahrung der feinen Mousse. Bei sehr gereiften Exemplaren kann ein kurzer Einschank zur Kontrolle auf Oxidation ratsam sein.
Der Füllstand ist ein zentraler Indikator für den Zustand älterer Flaschen. Übliche Kategorien sind HF (High Fill) für perfekten Füllstand, IN (Into Neck) für sehr guten Füllstand, TS (Top Shoulder) als akzeptabel bei älteren Weinen, VHS (Very High Shoulder) als erstes Warnzeichen von Oxidation sowie MS/LS (Mid Shoulder / Low Shoulder) als Zeichen erhöhten Risikos. Bei Champagner ist eine möglichst hohe Ullage besonders wichtig wegen der Empfindlichkeit des Schaumweins gegen Sauerstoff.
Mit Dekaden im Keller verschieben sich primäre Fruchtaromen zu tertiären Noten: vanillig-briocheartige Autolyse, geröstete Nüsse, Honig, getrocknete Aprikose und feine oxidative Nuancen. Die Säure sorgt weiterhin für Spannkraft, während die Mousse fein bleibt. Ein gut gelagerter Dom Pérignon 1995 zeigt Balance zwischen Frische und gereiftem Tieftonreichtum.
Dom Pérignon gilt als Prestige-Cuvée des Hauses Moët & Chandon und wird nur in ausgewählten Jahrgängen erzeugt. Charakteristisch sind strenge Selektion der Trauben aus Grand Cru-Lagen, lange Flaschenreife auf der Hefe und ein Fokus auf Balance zwischen Chardonnay- und Pinot-Noir-Noten. Benchmarks wie Dom Pérignon dienen in der Champagne oft als Referenz für Lagerfähigkeit, Autolyse-Entwicklung (Brioche, Toast) und komplexe Aromatik.
Dom Pérignon kann auf dem Sekundärmarkt attraktiv sein, doch entscheidet nicht nur der Jahrgang über Wertsteigerung. Wichtige Faktoren sind Provenienz und lückenlose Lagerhistorie, Füllstand, Etiketten- und Kapselzustand, Vorhandensein der Original-Holzkiste (OHK/OWC) und renommierte Kritikerbewertungen (z. B. Vinous, Jancis Robinson, James Suckling, Wine Advocate). Seltene Jahrgänge, limitierte Formate (Magnum) und positive Markttrends steigern die Liquidität. Eine konservative Anlagebetrachtung empfiehlt dokumentierte Lagerung und Fachauktionen oder etablierte Händler für Verkauf.
Dom Pérignon basiert auf einer Assemblage aus Chardonnay und Pinot Noir, deren Trauben häufig aus Grand Cru-Lagen stammen. Typische Herkunftsorte sind die Côte des Blancs (Le Mesnil-sur-Oger, Avize, Oger) für Chardonnay und Montagne de Reims oder Verzenay für Pinot Noir. Die gezielte Auswahl verschiedener Crus trägt zur Komplexität und Lagerfähigkeit bei.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Diese Verpackungen belegen oft Originalprovenienz und können den Sammlerwert erhöhen, da sie Schutz beim Transport und bei der Lagerung bieten. Für ältere Champagner reduziert eine intakte OHK das Risiko von Temperaturschwankungen und mechanischen Schäden, was bei hochpreisigen Prestige-Cuvées relevant für Marktpreis und Vertrauen von Käufern ist.
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