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1 Flasche Labet Savagnin 2018
Wichtige Prüfgrößen sind lückenlose Provenienz, Rechnungsnachweise, Original-Holzkiste (OHK/Original Wooden Case/OC) falls vorhanden, sowie ein plausibler Füllstand. Fotos von Hals, Kapsel, Rücketikett und Kork sind hilfreich. Der Erhaltungszustand des Etiketts und eine konsistente Seriennummer/Losnummer auf Backlabel unterstützen die Echtheitsprüfung.
Savagnin kann sammelwürdig sein, besonders aus renommierten Domainen mit limitierter Produktion. Bewertet werden Kritikerstimmen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous), Qualitätsstufe des Ausbaues, Jahrgangsbewertung und Provenienz. Marktwerte für gereifte Jura-Spezialitäten steigen selektiv, wichtig ist aber konservative Einschätzung und saubere Lagerhistorie.
0,75 l ist die Standardflasche für Stillwein. Bei Weinen aus 2018 sollte der Füllstand idealerweise High Fill (HF) oder Into Neck (IN) sein; Top Shoulder (TS) ist bei älteren Flaschen noch akzeptabel. Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Achten Sie auf saubere Etiketten, intakte Kapsel und stimmigen Korkgeruch beim Öffnen.
Ein Savagnin mit langem Ausbau aus dem Jahr 2018 hat in der Regel bereits Reife entwickelt, kann aber je nach oxidativem Grad problemlos 10–20 Jahre reifen. Produzenten wie Domaine Labet erzeugen Varianten mit gutem Alterungspotenzial: bei kontrollierter Lagerung gewinnen Komplexität, Nuss- und Trockenfruchtnoten sowie tertiäre Aromen.
Vin jaune ist eine streng definierte Jura-Spezialität: der Wein reift mindestens 6 Jahre und 3 Monate im Fass unter einer florähnlichen Schutzschicht und wird unvermischt abgefüllt. "Élevage long" bedeutet allgemein längeren Fassausbau, muss aber nicht die gesetzlichen Voraussetzungen des Vin jaune erfüllen. Bei Erzeugern wie Domaine Labet kann ein langer Ausbau oxidative Noten hervorbringen, ohne formal als vin jaune etikettiert zu werden.
Savagnin ist die charakteristische weiße Rebsorte der Jura mit markanter Nuss-, Kräuter- und Zitrusnote. In der Jura-Tempelzone rund um Arbois und Côtes du Jura arbeiten Winzer wie Domaine Labet traditionell mit längeren Ausbauphasen im Holzfass. Ein "élevage long" fördert oxidative Aromen, Reifetöne und eine dichte Textur; je nach Vinifikationswahl entstehen Varianten von lebhafter Frische bis zu oxidativem Profil, das an gereifte Nuss- und Sherry-Noten erinnert.
Serviertemperatur 10–12 °C betont die Aromatik; ein Burgunderglas mit breiter Kelchform fördert die Entfaltung. Zu einem oxidativeren Savagnin passen gereifter Comté, Foie gras, gebratener Fisch mit nussiger Sauce oder würzige asiatische Gerichte. Frische Varianten profitieren auch von Meeresfrüchten und hellem Geflügel.
Oxidativere Savagnin profitieren oft von leichtem Dekantieren 30–60 Minuten vor dem Servieren, um Aromen zu öffnen. Vermeiden Sie zu starkes Luftsetzen bei sehr alten Flaschen; langsam eingießen und auf Temperatur 10–12 °C kommen lassen. Notieren Sie Sensorikverlauf, um die Entwicklung am Gaumen zu beobachten und Trinkfenster für ähnliche Flaschen besser einschätzen zu können.
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