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ich suche 1-2 Flaschen Georg Breuer brut 1991. 🙏
Original-Holzkiste (OHK) bzw. Original Wooden Case (OWC) und Original Case (OC) sind bei Sammlern wertsteigernd, weil sie bessere Provenienz und schonende Lagerung signalisieren. Eine vollständige OWC mit intakten Etiketten erhöht meist Vertrauen in die lückenlose Herkunft und kann den Preis positiv beeinflussen. Provenienz, lückenlose Lagerhistorie, Rechnungen oder Auktionsbelege sind bei alten Flaschen genauso wichtig wie der physische Zustand der Kiste. Beachten Sie: OHK/OWC erhöhen zwar Attraktivität und Wiederverkaufswert, sind aber kein Ersatz für gute Füllstände und intakten Verschluss.
Die Bezeichnung Brut kennzeichnet den Restzuckergehalt eines Schaumweins als trocken (typischerweise 0–12 g/l). Bei einem vintagegeprägten Sekt oder Schaumwein beeinflusst Brut die Balance zwischen Säure, Frucht und Dosage: eine niedrige Dosage lässt die Rebsorten- und Terroirnoten stärker hervortreten. Bei älteren Brut-Sekten sind die primären Fruchtaromen oft zurückgetreten, während Autolyse- und Reifearomen (Brioche, Toast, Nuss) dominieren. Die genaue Dosage kann zudem bestimmen, wie ausgeprägt die oxidative Reife und die Süßeeindrücke wahrgenommen werden.
Wiederverkauf und Investment hängen von mehreren Faktoren ab: Seltenheit des Jahrgangs und Etikette, Zustand der Flasche (Füllstand, Korken), Nachweis der Lagerung und eventuellen Kritikerbewertungen. Auktionshäuser, spezialisierte Händler und Sekundärmarktplattformen sind übliche Vertriebswege. Für realistische Einschätzungen empfiehlt sich ein aktueller Marktcheck bei Auktionen und Händlern, sowie die Einholung von Expertengutachten bei ungewöhnlichen Flaschen. Versicherte Logistik, professionelle Verpackung und konservative Preisvorstellungen unterstützen einen erfolgreichen Verkauf.
Der Füllstand ist ein zentraler Qualitätsindikator bei alten Flaschen. Die gebräuchlichen Kategorien sind High Fill (HF), Into Neck (IN), Top Shoulder (TS), Very High Shoulder (VHS), Mid Shoulder (MS) und Low Shoulder (LS). HF/IN weisen auf sehr guten Zustand hin; VHS bis MS deuten auf beginnende Oxidation oder leichtes Verdunsten; LS ist kritisch. Auch der originale Verschluss (Korktyp, Drahtkorb bei Sekt) und sein Zustand beeinflussen Dichtigkeit und Wert. Dokumentation der Ullage ist bei Verkauf oder Versicherung wichtig.
Für Lagerung gilt: kühle, konstante Temperatur (idealerweise 10–13 °C), moderate Luftfeuchte und Vermeidung von Licht und Vibrationen. Für bereits geöffnete oder sehr alte Flaschen empfiehlt sich eine vorsichtige Handhabung beim Öffnen, um übermäßigen Druckverlust zu vermeiden; bei stark reduzierten Perlage-Charakteren kann leichte Dekantierung helfen, Aromatik freizulegen. Serviertemperatur für gereifte Brut-Sekte liegt eher bei 8–10 °C; schmale Champagner-/Sektkelche oder ein Burgunderglas eignen sich, je nachdem ob man die Perlage oder die Aromenvielfalt betonen möchte.
„Brut“ beschreibt den Restsüßegrad eines Schaumweins und steht für trocken – in der Regel 0–12 g/l Restzucker. Bei deutschen Schaumweinen trifft der Begriff auf Sekt zu. Ein „Brut“ aus dem Rheingau kann aus Riesling oder anderen Rebsorten vinifiziert sein; die Stilistik reicht von knochentrocken und zitrusbetont bis hin zu komplexerem, reifem Bukett bei älteren Jahrgängen.
Das Alterungsverhalten hängt stark von Sorte, Ausbau und Lagerung ab. Ein gut gelagerter Riesling aus dem Rheingau kann Jahrzehnte Reife entwickeln: Noten von Petrol, Honig, getrockneten Kräutern und gealterter Zitrusfrucht bei erhaltener Säure sind typisch. Vintage-Sekt (Flaschengärung) kann ebenfalls komplexe oxidative und nussige Noten zeigen, verliert aber mit Zeit oft Kohlensäure und Frische. Letztlich entscheidet Flaschenzustand und Lagerhistorie über Trinkreife und Qualität.
Ein Georg Breuer Brut 1991 kombiniert die Identität des Weinguts Georg Breuer aus Rüdesheim im Rheingau mit den Eigenschaften eines trockenen, vintagegeprägten Schaumweins. Georg Breuer ist vorrangig für seine Rieslinge bekannt; ein als Brut etikettierter Jahrgangssekt basiert häufig auf Riesling- oder Riesling-dominanten Assemblagen und zeigt nach Jahrzehnten Entwicklung tertiäre Aromen wie geröstete Nüsse, Brioche, Honig, getrocknete Steinfrüchte und eine feine oxidativ geprägte Note. Die Cremigkeit und die Hefenoten resultieren aus langem Hefekontakt und Flaschengärung, während der eher niedrige Restzuckergehalt bei Brut die Säurestruktur betont und dem Wein Frische verleiht.
Preislich zählen Zustand, Füllstand, Vollständigkeit der Originalverpackung (z. B. Original-Holzkiste OHK), dokumentierte Provenienz und Nachfrage. Bewertungsreferenzen liefern Auktionsresultate und Händlerangebote; unabhängige Gutachten erhöhen Vertrauen. Der Sekundärmarkt läuft über spezialisierte Händler, Weinauktionen, Online-Marktplätze und private Verkäufe. Für größere Transaktionen sind Transportversicherungen, Authentifizierungsberichte und temperierte Logistik entscheidend. Bewertungen durch Fachkritiker wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling oder Jancis Robinson können den Marktwert zusätzlich beeinflussen.
Authentizität lässt sich über mehrere Indikatoren abgleichen: Etiketten- und Kapselzustand, Glasprägungen und Flaschenform, Serien- oder Lotnummern sowie Transport- und Lagerdokumente. Bei wertvollen Flaschen sind Original-Holzkiste (OHK) oder Original Case (OC / OWC) wichtige Provenienz-Belege. Ergänzend bringen Fotos aus Auktionen, Rechnungen oder Gutachten von anerkannten Fachhändlern und -häusern Sicherheit. Bei Zweifeln ist eine fachkundige physische Begutachtung ratsam.
Nach drei Jahrzehnten entwickeln Brut-Sekte ausgeprägte autolytische und tertiäre Noten: Brioche, geröstete Mandeln, Haselnuss, Honig, getrocknete Aprikose und eine dezente petrolartige Note, speziell wenn Riesling beteiligt ist. Die Säure bleibt häufig noch präsent und sorgt für Frische, zugleich können oxidative Nuancen erscheinen. Die Textur ist oft cremiger durch langen Hefekontakt; die Perlage kann reduziert sein, wodurch das Mundgefühl kompakter und aromatisch komplexer wirkt.
Lagerung: konstant kühl (idealer 10–13 °C), dunkel, liegend bei Korkverschlüssen und mit konstanter Luftfeuchte. Öffnen: bei alten Schaumweinen sehr vorsichtig – gut kühlen und langsam öffnen, um übermäßiges Schäumen zu vermeiden. Dekantieren: bei gereiften stillen Rieslingen empfiehlt sich Dekantieren, um eventuelle Trübung oder Sediment zu trennen; bei alten Sekten ist Dekantieren selten, stattdessen kontrolliertes Umfüllen in eine karaffe möglich. Expertenempfehlung: vor Konsum ein kurzes Prüfglas zur sensorischen Beurteilung ziehen.
Standardflasche 0,75 l ist üblich, während Magnum (1,5 l) und größere Formate oft langsamer reifen und bei Sammlern begehrt sind. Original-Holzkiste (OHK), Original Case (OC) oder Original Wooden Case (OWC) steigern Sammlerwert und belegen Herkunft. Für Versicherung und Verkauf sind originale Etiketten, Kartonagen und unveränderte Korkzustände vorteilhaft. Bei Bewertung von Formaten gelten größere Flaschen als potentiell wertvoller, sollten aber ideal gelagert gewesen sein, um Vorteile in Reife und Attraktivität zu realisieren.
Das Weingut Georg Breuer in Rüdesheim gehört zu den renommierten Betrieben des Rheingaus, einer klassischen deutschen Riesling-Region. Georg Breuer hat sich über Jahrzehnte einen Ruf für präzise, terroirbetonte Rieslinge erarbeitet; die Expertise des Hauses in Rebsortenführung und Ausbau überträgt sich auch auf Sekterzeugnisse, wenn Trauben aus hochwertigen Lagen verwendet werden. Für Sammler und Kenner ist die Herkunft Rheingau / Rüdesheim ein Qualitätsmerkmal, das Rückschlüsse auf Mineralität, Struktur und Lagerfähigkeit erlaubt.
Bei einem über 30 Jahre alten Wein sind Füllstand (Ullage), Zustand des Korkens, Etikett und eventueller Bodensatz entscheidend. Übliche Begriffe: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr guter Füllstand, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei älteren Flaschen, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationsanzeichen, MS/LS (Mid Shoulder/Low Shoulder) = hohes Ausfallrisiko. Achten Sie auf intakten Verschluss (bei Schaumwein Drahtkorb/Muselet, Korkzustand), auf braune oder abgelöste Etiketten (Konditionen der Lagerung) und auf ungewöhnlichen Bodensatz. Fotos der Kapsel, des Halses und der gesamten Flasche helfen, die Trinkreife und Echtheit einzuschätzen.
Das Weingut Georg Breuer ist ein renommierter Betrieb im Rheingau, mit Sitz in Rüdesheim. Bekannt ist das Haus vor allem für seine Rieslinge aus klassischen Lagen des Rheingaus. Die Weine zeichnen sich typischerweise durch präzise Säure, mineralische Komponenten und lagerfähige Struktur aus – bei Schaumweinen kommt zudem die von der Flaschengärung geprägte Textur hinzu.