350 €
Eine Flasche zu verkaufen.
Wertbestimmend sind Jahrgang, Provenienz, Füllstand, Originalverpackung (OHK/OWC), kritische Bewertungen (Vinous, Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling) und Nachweis der lückenlosen Lagerkette. Verkaufskanäle (Auktionen, spezialisierte Händler, Private Sale) beeinflussen Preis und Geschwindigkeit. Für Raritäten wie terroirbetonte Grower-Cuvées lohnt sich ein Vergleich mit Auktionsresultaten und die Einholung von Zustandsberichten durch erfahrene Händler.
Ullage ist ein zentraler Indikator für Flaschenzustand: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut; TS (Top Shoulder) ist bei Flaschen älter als 15–20 Jahre oft noch akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), Mid Shoulder oder Low Shoulder deuten auf stärkere Alterung oder mögliche Oxidation hin. Bei Champagner zusätzlich auf intakten Korken, intakte Hülle und klare Etiketten achten; Fotos und genaue Ullage-Angaben sind bei Handel und Auktionen entscheidend.
Gereifte Champagner lagert man dunkel, bei stabilen 10–12 °C, liegend mit 60–80 % Luftfeuchte und ohne starke Gerüche. Vor dem Servieren 24–48 Stunden aufrecht stellen lassen, dann bei 9–11 °C öffnen. Sehr alte oder komplexe Flaschen profitieren von behutsamem Ausschäumen oder kurzem Dekantieren in ein bauchiges Glas, um Aromen zu öffnen. Klassiker wie Krug, Bollinger oder die Grower-Ikonen werden ähnlich behutsam behandelt.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Solche Verpackungen erhöhen Sammel- und Wiederverkaufswert, weil sie oft Sicherheit über Lagerung und Provenienz geben. Bei Auktionen und im Sekundärmarkt werden Flaschen mit OWC oder OHK meist deutlich höher bewertet als einzeln verkaufte Flaschen ohne Originalverpackung.
Les Pierries ist typischerweise ein Lieu-dit mit ausgeprägtem Terroir-Einfluss; bei Champagner-Einzellagen dominieren häufig Kalk- und Kreideböden oder kiesige Unterlagen, die Frische und Mineralität begünstigen. Winzer wie Ulysse Collin arbeiten oft mit Pinot Noir als dominanter Traube in solchen Lagen, ergänzt durch Chardonnay oder Pinot Meunier in anderen Parzellen, je nach Standort und Ausrichtung der Cuvée.
Produzenten aus dem Grower-Segment pflegen oft einen reduktiven, terroirfokussierten Ausbau: lange Hefelagerung auf der Flasche (sur lattes), geringe oder keine Dosage (z. B. Brut Nature oder very low dosage) und begrenzter Einsatz von Schwefel. Ziel ist Klarheit, Präzision und Ausdruck der Lage. Vergleichbare Philosophien finden sich bei Jacques Selosse, Bérêche & Fils oder Egly-Ouriet, die ebenfalls auf minimale Eingriffe setzen.
Für Einschätzungen werden Grower-Champagner häufig mit Namen wie Jacques Selosse, Egly-Ouriet, Bérêche & Fils oder Pierre Peters verglichen – nicht alle sind direkt vergleichbar, aber sie teilen die Betonung auf Terroir und kleine Parzellen. Preise und Marktposition variieren je nach Nachfrage, Jahrgang und Ausstattungsmerkmalen (z. B. Original-Holzkiste/OWC). Zur Wertermittlung helfen Referenzen aus Auktionen (Sotheby’s, Christie’s), Händlerlisten und Bewertungen von Kritikern wie Vinous, Robert Parker/Wine Advocate oder James Suckling.
Ulysse Collin ist ein international beachteter Winzer und Produzent aus der Champagne, bekannt für streng terroirorientierte Einzellagen. Les Pierries wird als Lieu-dit oder Einzellage ausgewiesen und gehört zu den cuvées, die das individuelle Terroir stärker zeigen als große Maisons. Im Vergleich zu Häusern wie Jacques Selosse oder Egly-Ouriet stehen Winzer wie Ulysse Collin für kleine Chargen, filigranen Ausbau und eine starke Pinot-Noir-Präsenz, oft mit minimaler Dosage und langer Hefelagerung.
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