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Das Investment‑Potenzial hängt von Erzeugerreputation, Jahrgangsqualität, Limitierung der Produktion, Kritikerbewertungen und Zustand der Flaschen ab. Namen mit hoher Nachfrage, stabile Lagerbedingungen und OWC erhöhen Wertstabilität; bei weniger bekannten Domaines spielen Langfristigkeit und Vergleichspreise eine Rolle. Generell sind Burgunder‑Grand‑Crus rar und volatil: für Investitionen empfiehlt sich Marktbeobachtung, Beratung durch Spezialisten und Fokus auf geprüfte Provenienz.
Der Sekundärmarkt umfasst Auktionen (z. B. Sotheby’s, Christie’s), spezialisierte Händler, Online‑Plattformen und Indizes wie Liv‑Ex oder Preisportale wie Wine‑Searcher. Entscheidend sind lückenlose Provenienz, durchgehende Lagerung unter geeigneten Bedingungen, Originalverpackung (OHK/OC) und gegebenenfalls Kritikerbewertungen (z. B. Vinous – Antonio Galloni, Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling), die Nachfrage und Preis beeinflussen. Für Investmentbetrachtungen zählen Seltenheit der Lage, Reputation des Produzenten, Jahrgangsqualität und Liquidität des betreffenden Weins.
Ideale Lagerung erfolgt dunkel, konstant bei 11–14°C und rund 60–75% Luftfeuchte, Flaschen liegend zur Feuchthaltung des Korkens. Für jüngere Clos‑de‑la‑Roche‑Flaschen ist eine Belüftung von 30–120 Minuten sinnvoll; sehr junge Jahrgänge profitieren von 1–2 Stunden Dekantieren, gereifte Flaschen eher vorsichtiger, um Fragilität nicht zu beeinträchtigen. Vor dem Servieren 14–16°C anstreben, leichtere Weine etwas kühler, kräftigere mehr Richtung 16°C.
Der Jahrgang 2017 in Burgund war überwiegend warm und früh reifend, mit guter physiologischer Reife und konzentrierter Frucht. Pinot Noir aus 2017 zeigt daher oft zugängliche, reife Fruchtnoten, mittleren bis vollen Extrakt und weiche bis gut integrierte Tannine. Bei Grand Crus sorgt die strukturgebende Mineralität für Balance und ermöglicht ein solides Alterungspotenzial, auch wenn 2017 im Vergleich zu kühleren Jahrgängen oftmals früher Trinkreife erreicht.
Ullage wird in Begriffen wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder) beschrieben. Für einen Wein aus 2017 sind HF oder IN ideal, TS akzeptabel. VHS deutet auf beginnende Oxidation hin, MS/LS erhöhen das Risiko eines gealterten oder beschädigten Weins deutlich. Neben dem Füllstand sollte man Korkzustand, Etikett, Capsule und etwaige Leckspuren prüfen; bei Unsicherheit ist eine professionelle Begutachtung oder Verkostung ratsam.
Der Jahrgang 2017 in Burgund gilt als warmer, früh reifender Jahrgang mit reifer Frucht, moderater Säure und meist zugänglichen Tanninen. Viele Rotweine zeigen intensive Fruchtnoten und sind früher trinkbar als in kühleren Jahren, behalten aber in Grand‑Cru‑Lagen ausreichende Struktur für mehrere Jahre im Keller. Für Clos‑de‑la‑Roche‑Weine bedeutet das häufig ein früheres Trinkfenster ohne den totalen Verzicht auf Lagerfähigkeit – entscheidend bleibt jedoch Erzeuger, Vinifikation und Flaschenzustand.
Clos de la Roche ist ein Grand Cru in Morey‑Saint‑Denis (Côte de Nuits) und steht für konzentrierte Pinot‑Noir‑Weine mit dunklerer Frucht, erdigen und würzigen Noten sowie ausgeprägter mineralischer Struktur. Böden mit Kalkstein, Ton und feinen Eisenanteilen begünstigen dichte, tanninbetonte Weine, die je nach Erzeuger von eleganter Feinheit bis zu kraftvoller Intensität reichen. Bei Weingütern wie Domaine Dujac, Domaine Ponsot oder namhaften Burgund‑Domaines zeigt Clos de la Roche oft großes Lagerpotenzial und ein komplexes Aromenspiel aus Kirsche, Pflaume, Waldboden und Gewürznoten.
Clos de la Roche harmoniert hervorragend mit herzhaften Gerichten: gebratene Entenbrust, Rebhuhn, Pilzrisotto, geschmortes Rind oder aromatische Lammgerichte sowie reife Käse. Die ideale Serviertemperatur liegt bei 14–16°C; leichtere Varianten Richtung 13–14°C, vollere, reifere Exemplare eher 15–16°C. Kurzzeitiges Dekantieren kann Geschmacksbalance und Aromaentfaltung zusätzlich verbessern.
Optimal lagert ein Grand Cru bei konstanter Temperatur von etwa 12–14 °C, bei 60–75 % Luftfeuchte, dunkel und vibrationsfrei. Flaschen horizontal aufbewahren, um den Korken feucht zu halten. Originalverpackungen wie eine Original‑Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) schützen zusätzlich vor Licht und dienen als wichtiger Nachweis der Provenienz. Für kurzfristige Aufbewahrung sind professionelle Weinschränke mit stabiler Temperatur empfehlenswert; langfristig bietet ein klassischer Keller die besten Bedingungen.
Original Holzkiste (OHK), Original Case (OC) oder Original Wooden Case (OWC) bezeichnet die originale Versand‑ und Aufbewahrungsverpackung des Weins. Bei Grand Cru‑Flaschen erhöht eine intakte Original‑Holzkiste oft den Sammlerwert, erleichtert Provenienznachweise und schützt vor Temperaturschwankungen. Auf dem Sekundärmarkt wirken OWC, lückenlose Lieferkette und fachgerechte Lagerung positiv auf Preis und Vertrauen von Käufern.
Ein Clos de la Roche Grand Cru aus 2017 ist oft schon nach einigen Jahren Trinkreife erreicht, entwickelt sich aber bei sorgfältiger Lagerung weiter. Ein realistisches Trinkfenster liegt häufig zwischen etwa 2025 und 2035, mit Potenzial für längeres Aufbewahren bei herausragender Qualität und sorgfältiger Weinbergspraxis. Beim Servieren: 16–18 °C, jüngere Exemplare profitieren von 30–90 Minuten Dekantierzeit, um sich zu öffnen; ältere Flaschen sollten vorsichtig dekantiert werden, um Sedimente zu schonen.
Bei der Bewertung eines Weinguts wie Domaine Castagnier sind Lagebesitz (z. B. Grand Cru‑Parzellen), Klassifikationen, Weinbergsarbeit, Vinifikationsstil (Ganztrauben‑Vergärung, neuer Holzanteil) und Kontinuität der Qualität ausschlaggebend. Auch Kritikerkommentare (z. B. Vinous, Wine Advocate, James Suckling) sowie Fass‑ und Flaschenproben geben Hinweise. Transparente Angaben zur Herkunft der Trauben, biologischem bzw. biodynamischem Anbau und detaillierte Jahrgangsnotizen erhöhen die Einschätzbarkeit eines Betriebes.
OHK steht für Original‑Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case; alle bezeichnen die ursprüngliche Verpackung und sind bei Sammler‑ und Handelsprüfungen wichtig für Provenienz und Wert. VDP bedeutet Verband Deutscher Prädikatsweingüter und ist die deutsche Qualitätsorganisation mit eigenem Klassifikationssystem; sie ist für französische Burgunderklassifikationen nicht anwendbar, dient aber als Vergleichsbegriff im deutschsprachigen Markt. DRC steht für Domaine de la Romanée‑Conti (voll ausgeschrieben: Domaine de la Romanée‑Conti), ein international bekanntes Referenzhaus für höchste Burgunderqualität. Das Wissen um diese Abkürzungen hilft bei Bewertung, Handel und Vergleich von Weinen.
Ein Grand Cru ist die höchste Qualitätsstufe innerhalb des burgundischen Herkunftssystems (AOC/AOP) und steht für besonders terroirgeprägte Parzellen. Unterschiede entstehen durch Mikro‑Terroir (Boden, Hanglage, Exposition), historische Klassifikation und oft durch sehr geringe Erträge sowie strengere Weinbergsarbeit. Im Vergleich zu Village‑ oder Premier‑Cru‑Lagen bieten Grand Crus in der Regel mehr Konzentration, komplexere Struktur und längeres Lagerpotenzial. Als Referenzpunkte dienen häufig renommierte Häuser wie Domaine de la Romanée‑Conti (voll ausgeschrieben: Domaine de la Romanée‑Conti), deren Weine exemplarisch für höchste Burgunderqualität betrachtet werden.
Füllstände geben Auskunft über Dichtigkeit und oxidative Einflüsse: HF (High Fill) steht für perfekten Füllstand, IN (Into Neck) für sehr guten Zustand, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Flaschen akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf zunehmende Oxidationsgefahr und höheres Risiko. Für einen 2017er sind HF oder IN erwartbar; deutlichere Schultern erfordern Rückfragen zur Lagerung und gegebenenfalls eine professionelle Begutachtung.
Clos de la Roche ist ein Grand Cru in Morey‑Saint‑Denis an der Côte de Nuits. Typisch sind tiefgründige, kalk‑ und eisenhaltige Böden mit guter Drainage, die Pinot Noir Weinen Körper, dichte Frucht und mineralische Tiefe verleihen. In der Flasche zeigen Weine aus Clos de la Roche oft konzentrierte rote und dunkle Fruchtnoten (Kirsche, Brombeere), eine erdige Mineralität, feine florale Nuancen und ein präsentes, aber elegantes Tanningerüst mit ausgeprägtem Alterungspotenzial. Ein Produzent wie Domaine Castagnier, der Clos de la Roche vinifiziert, arbeitet in der Regel mit diesen klassischen Burgunder‑Eigenschaften.
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