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Magnum bezeichnet eine 1,5‑Liter‑Flasche, also das Doppelte einer Standardflasche (0,75 l). Größere Formate altern langsamer, weil das Verhältnis von Luftanteil zu Weinvolumen im Korken günstiger ist; das führt oft zu harmonischerer Reifung und längerer Lagerfähigkeit. Für gereifte Weiß- und Rotweine gleicher Charge bietet ein Magnum meist rundere Tannine, ausgeglichenere Säurestruktur und eine längere Genussreife. Beim Kauf oder als Investment ist zu beachten, dass Magnums seltener, logistischer anspruchsvoller und entsprechend teurer pro Flasche gehandelt werden können.
OHK steht für Original‑Holzkiste und bedeutet, dass eine Flasche in der originalen Holzkiste geliefert wurde; OWC ist Original Wooden Case und OC steht für Original Case — alle drei Begriffe signalisieren erhaltene Verpackung und können Wert und Provenienz stärken. VDP ist der Verband Deutscher Prädikatsweingüter, ein Zusammenschluss renommierter deutscher Weingüter mit klassifizierten Lagen (z. B. Erste Lage, Großes Gewächs). DRC bezeichnet Domaine de la Romanée‑Conti, ein berühmtes Burgunderhaus; die Abkürzung steht hier für einen spezifischen Produzenten und signalisiert höchste Seltenheit und Nachfrage. Beim Handel erhöhen OHK/OWC/OC sowie Zugehörigkeit zu VDP‑Mitgliedern oder bekannten Häusern wie DRC oft die Marktliquidität und den Wert.
Der Jahrgang 2022 wurde in vielen mitteleuropäischen Anbaugebieten als warmer, meist frühsommerlich beginnender Jahrgang beschrieben, der zu reifer Frucht, konzentriertem Extrakt und oft guter phenolischer Reife führte. Bei Weinen aus alten Reben manifestiert sich das in dichten Aromen, reifen Tanninen und klarer Fruchtkomplexität. Solche Eigenschaften begünstigen ein positives Entwicklungspotenzial in der Flasche, besonders in grossen Formaten wie dem Magnum.
Serviertemperatur richtet sich nach Stil: leichte rote Alte-Reben-Weine 12–14 °C, kräftigere bis 16–18 °C. Tanninreiche Exemplare profitieren von Dekantieren (30–90 Minuten, bei sehr gereiften Weinen vorsichtig). Wegen des größeren Volumens kann ein Magnum länger offen stabil bleiben. Kombinationen: gereiftes Roastbeef, geschmortes Wild, aromatische Pilzgerichte oder gereifte Hartkäse. Große Formate eignen sich prima für gesellige Anlässe, da sie mehrere Stunden Serviceklarheit bieten.
Ein 2022er aus alten Reben zeigt meist eine frühe Zugänglichkeit mit guter Konzentration — das Trinkfenster kann je nach Ausbau und Lage von 3–5 Jahren nach der Abfüllung (für zugängliche Varianten) bis zu 10–20+ Jahren (für strukturierte Parzellenweine, Großer Lagen) reichen. Das Potenzial eines konkreten Weinguts wie Weingut Huber beurteilt man durch Kombination aus Jahrgangsbewertungen, Verkostungsnotizen, Parzellenherkunft, Ausbauart und bisherigen Reifeverläufen desselben Produzenten. Kritikerbewertungen (z. B. Vinous, Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling) und Nachweisdokumente zur Herkunft liefern zusätzliche Hinweise auf Langzeitpotenzial.
Beim Erwerb gereifter Weine sind Ullage/Füllstand, Etikettzustand, Kapsel/Schrumpfkapsel und Nachweise zur Provenienz entscheidend. Eine hohe Ullage (High Fill, Into Neck) spricht für gute Lagerbedingungen; Mid Shoulder oder Low Shoulder erhöhen das Oxidationsrisiko. Schäden oder fehlende Etiketten können die Identifikation und den Wiederverkaufswert mindern. Provenienz‑Dokumente, Rechnungen oder Lagerbestätigungen stärken Vertrauenswürdigkeit und Marktwert. Bei Magnums ist zusätzlich die physische Handhabung bei Lagerung und Transport zu berücksichtigen.
Bei der Bewertung älterer Flaschen ist der Füllstand essenziell. Gängige Bezeichnungen sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder). Für Magnums gelten ähnliche Kriterien wie für Standardflaschen, doch zeigen größere Formate oft bessere Füllstände durch geringere Sauerstoffzufuhr. HF oder IN sind ideal, TS akzeptabel bei älteren Jahrgängen; VHS, MS oder LS erhöhen das Risiko oxidativer Veränderungen und sollten sorgfältig hinterfragt werden.
Der Jahrgang 2022 war in vielen mitteleuropäischen Anbaugebieten warm und früh reifend, was oft zu reifer Frucht, hohem Extrakt und moderater Säure führte. Weine aus 2022 präsentieren sich häufig rund, fruchtbetont und zugänglich im Jugendstadium. Für Lagerfähigkeit ist die Balance aus Säure, Gerbstoffen und Alkohol entscheidend: gut strukturierte Lagenweine und Weine von alten Reben können trotz früher Zugänglichkeit ein hohes Reifepotential besitzen und sich über Jahre weiter positiv entwickeln.
Entscheidend sind Produzentenreputation, Seltenheit, Format (Magnums sind bei Sammlern gefragt), Unversehrtheit der Originalverpackung (OHK/OWC), Füllstand, Lagerungsbedingungen und Kritiker-Bewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Auch die Marktliquidität für den jeweiligen Stil, Regionenzugehörigkeit und Jahrgangseinfluss spielen eine Rolle. Für Investmentbewertungen empfiehlt sich eine Kombination aus technischer Zustandsprüfung (Ullage, Etikett, Kork), Dokumentation der Provenienz und Marktanalyse.
Die Lagerfähigkeit hängt von Rebsorte, Vinifikation, Jahrgang und Ausbau ab. Weine aus alten Reben mit hoher Extraktdichte und fester Struktur präsentieren sich oft langlebig. Allgemein kann man bei hochwertiger Produktion von einer Entwicklung über viele Jahre sprechen; Magnums verzögern diese Entwicklung zusätzlich. Ein sinnvolles Vorgehen ist ein gestuftes Verkosten: frisch für primäre Frucht, nach 3–8 Jahren für mittlere Komplexität und nach 8–15+ Jahren für vollmundige Reife, wobei konkrete Zeiträume vom jeweiligen Wein abhängen.
Ein Magnum fasst 1,5 Liter (zweifache Standardflasche). Größere Formate altern langsamer, weil das Verhältnis von Weinmenge zu Kopfraum und Sauerstoff ein günstigeres Reifeprofil ergibt. Das ergibt oft eine feinere Entwicklung von Sekundäraromen und eine längere Haltbarkeit. Praktisch ist das Format auch beim Servieren: Magnums präsentieren sich spektakulär auf dem Tisch und lassen sich bei moderatem Luftkontakt über Stunden stabil genießen.
Magnums sind nicht einfach das Doppelte des Flaschenpreises: wegen Seltenheit, Herstellungskosten und logistischer Aspekte liegt der Preis pro Liter bei Magnums oft günstiger als bei zwei einzelnen 0,75‑l‑Flaschen, gleichzeitig ist der Gesamtpreis höher. Für Sammler sind Magnums attraktiv, da sie bessere Alterungspotentiale und Präsentationswerte bieten. Investoren berücksichtigen außerdem Lagerkosten, Marktliquidität und Provenienz: sehr gesuchte Jahrgänge oder Toplagen können als Magnum auf dem Sekundärmarkt deutlich prämierter gehandelt werden.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Originalverpackungen verbessern die Nachweisbarkeit der Provenienz, schützen den Wein während Transport und Lagerung und erhöhen oft den Marktwert bei Sammlern. Eine intakte OHK/OWC ist insbesondere bei limitierten Jahrgängen und renommierten Weingütern ein wichtiges Kaufargument.
"Alte Reben" (Old Vines) weist darauf hin, dass die Trauben von älteren Rebstöcken stammen. Ältere Reben haben meist tiefere Wurzeln, geringeren Ertrag und eine konzentriertere Aromatik sowie feinere Gerbstoffe. Diese Faktoren führen oft zu dichterem Fruchtprofil und größerer Komplexität im Glas. Auf Etiketten kann der Begriff unterschiedlich streng verwendet werden; entscheidend bleiben Jahrgang, Parzelle und vinifizierende Handschrift des jeweiligen Weinguts — zum Beispiel bei einem Weingut Huber wirken sich alte Reben ähnlich aus wie bei anderen etablierten Produzenten, sofern die Trauben sorgfältig vinifiziert wurden.
„Alte Reben“ steht für Rebstöcke mit hohem Alter, oft 30 Jahre und mehr. Ältere Reben bringen in der Regel geringere Erträge, stärker konzentrierte Aromen, dichtere Phenole und eine feinere Tanninstruktur. Das Ergebnis sind oft intensivere, komplexere Weine mit guter Lagerfähigkeit. Weingut Huber und vergleichbare Betriebe nutzen solche Lagen, um dichte, terroirbetonte Ausprägungen zu erzeugen, die besonders in Magnums von reifer Frucht und stabiler Reifungsentwicklung profitieren.
Magnums profitieren von konstanten Lagertemperaturen zwischen 10–14 °C, 60–75 % relativer Luftfeuchte und dunkler, vibrationsfreier Umgebung. Flaschen liegend lagern, damit der Korken feucht bleibt. Bei älteren Flaschen ist die Ullage bzw. der Füllstand (Ullage) ein wichtiges Qualitätsmerkmal: hohe Füllstände wie High Fill oder Into Neck sind optimal, während Mid Shoulder oder Low Shoulder auf längere Lagerung oder Oxidation hindeuten können. Magnum‑Formate zeigen wegen größerem Volumen oft stabilere Ullage‑Entwicklung, trotzdem regelmäßig Zustand von Kapsel und Etikett prüfen.
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