60 €
lupicaia 1998
Typische Bolgheri‑Cuvées basieren vor allem auf Cabernet Sauvignon und Merlot, ergänzt durch Cabernet Franc oder kleine Anteile autochthoner Sorten. Lupicaia und vergleichbare Weine folgen oft diesem Muster: Cabernet liefert Struktur und Tannin, Merlot Frucht und Fülle. Ohne Analyse des Etiketts lässt sich die genaue Zusammensetzung nicht zertifizieren, aber Cabernet‑dominierte Cuvées sind charakteristisch für Sassicaia, Ornellaia und ähnliche Weine der Region.
Typisch sind internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon und Merlot, häufig ergänzt durch Sangiovese oder ein kleiner Anteil anderer Rebsorten. Stilistisch zeigen diese Weine dichte Frucht, feste Tannine, Eichenreifung und ein ausgewogenes Verhältnis von Tannin, Säure und Extrakt. Das Resultat sind langlebige Weine mit Aromen von dunklen Beeren, Leder, Tabak, Gewürzen und tertiären Noten bei gereiften Jahrgängen.
Wichtige Kriterien sind: lückenlose Provenienz und Lagerhistorie, akzeptabler Füllstand (HF/IN/TS), intakte Kapsel und gut lesbares Etikett sowie eventuelle Originalverpackung (z. B. OHK/OWC). Bewertungsfaktoren am Sekundärmarkt sind Produzentenruf, Jahrgangsqualität, Bewertungen durch Kritiker wie Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS) oder Vinous (VN) sowie Seltenheit und Nachfrage. Auktionen, spezialisierte Händler und zertifizierte Händler bieten oft die sicherste Route für Investitionen.
Authentizität bestätigt man durch Kombination aus physischer Inspektion (Etikett, Champagnerverschluss/Kork, Flaschenform), Füllstandskontrolle und Dokumenten wie Verkaufsrechnungen, Lagerlisten oder Zertifikaten. Original Wooden Case (OWC) oder Original Holzkiste (OHK) steigern Glaubwürdigkeit und Wert. Bei hochwertigen Flaschen empfiehlt sich zudem eine Rückfrage bei Auktionshäusern oder spezialisierten Weingütern, die Archivaufzeichnungen pflegen.
Ein 1998er aus der Toskana befindet sich in einem Entwicklungsstadium, in dem primäre Frucht in Richtung tertiärer Aromen gewichen ist. Typische Kennzeichen sind abgeklärtere Fruchtnoten, Leder, Tabak, Unterholz sowie weiche, gereifte Tannine und eine dunkle bis ziegelrote Färbung. Die Balance zwischen Reife und noch vorhandener Struktur hängt stark von Produktion, Auslesequalität und Lagerbedingungen ab; gute Flaschen können noch expressive Komplexität und Länge zeigen.
Beim Kauf als Anlage zählen Provenienz, Lagerhistorie, Ullage, OWC/OHK‑Dokumentation und Kritikerbewertungen. Historische Auktionsergebnisse, Bewertungen von Robert Parker/Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS) oder Vinous (VN) beeinflussen Preisentwicklung. Seltene Jahrgänge und limitierte Abfüllungen erhöhen Wert, während fragliche Lagerung oder niedrige Füllstände den Werterhalt gefährden. Eine Echtheitsprüfung und schriftliche Provenienz erhöhen Marktvertrauen.
Kritikermeinungen haben großen Einfluss auf Preis und Nachfrage älterer Weine. Publikationen und Wertungsportale wie Robert Parker / Wine Advocate (RP/WA), James Suckling (JS), Jancis Robinson (JR) oder Vinous (VN) können Sammleraufmerksamkeit und Marktpreise erheblich stärken. Entscheidend ist jedoch die Kombination aus guter Bewertung, nachgewiesener Lagerung, Flaschenzustand und Seltenheit: Nur wenn alle Faktoren zusammenkommen, steigt der Marktwert nachhaltig.
Lupicaia ist ein Vertreter der großformatigen, oft bordelaiserisch geprägten Rotweine der toskanischen Küstenzone Bolgheri. In Stil und Rebsortenähnlichkeit reiht er sich bei anderen bekannten Namen wie Tenuta San Guido (Sassicaia), Tenuta dell'Ornellaia (Ornellaia) oder Masseto ein: konzentrierte, Cabernet‑dominierte Cuvées mit Merlot‑ und manchmal Cabernet‑Franc‑Komponenten. Solche Weine zeichnen sich durch dichte Frucht, strukturierte Tannine und ein hohes Lagerpotenzial aus.
Bei gereiften 1990er‑Weinen empfiehlt sich vorsichtiges Dekantieren: Flasche aufrecht stellen, kurz beobachten, um Sediment nicht zu stören, dann langsam in eine Karaffe gießen. Je nach Zustand genügen 30–60 Minuten Belüftung; sehr ausgeprägte Primärnoten profitieren von kürzerem Luftkontakt, stärker verschlossene Flaschen können länger atmen. Serviertemperatur für kräftige rote Tuscans liegt bei etwa 16–18 °C, in leicht wärmeren Räumen am besten kurz auf 16 °C vorwärmen.
Bei älteren Flaschen sind Ullage (Füllstand), Korkzustand, Etikett und Kapsel zentrale Prüfpunkte. Ullage‑Kategorien reichen von HF (High Fill) und IN (Into Neck) über TS (Top Shoulder) bis VHS (Very High Shoulder) und MS/LS (Mid/Low Shoulder) — je niedriger der Füllstand, desto höher das Oxidationsrisiko. Ein intakter, nicht gebrochener Korken, sauberes Etikett ohne Feuchtigkeitsschäden und eine unversehrte Kapsel sprechen für sorgsame Lagerung. Bei Unsicherheit lohnt eine Prüfung durch einen Fachhändler oder Auktionator.
Langzeitlagerung sollte kühl (ca. 10–14 °C), dunkel, mit konstanter Luftfeuchte und liegend erfolgen, um den Korken feucht zu halten. Bei einem 1998er ist die Ullage ein zentraler Prüfpunkt: High Fill (HF) oder Into Neck (IN) sind ideal und sprechen für gute Lagerung; Top Shoulder (TS) ist akzeptabel bei >15–20 Jahre alten Flaschen. Mid Shoulder (MS) oder Low Shoulder (LS) deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko. Auch Etikettenzustand, Kapsel, Herkunftsnachweise und gegebenenfalls Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) helfen, Provenienz und Lagerhistorie zu beurteilen.
Ein 1998er ist heute gut 25+ Jahre alt und zeigt typischerweise tertiäre Aromen wie Leder, Tabak, Waldpilz und getrocknete Früchte, ergänzend zur verbliebenen dunklen Frucht. Bei Super‑Tuscans kann die Struktur noch vorhanden sein, die Tannine weicher. Entscheidend sind Flaschenlage, Füllstand und Lagerbedingungen: perfekt gelagerte Exemplare entwickeln Komplexität, schlecht gelagerte Exemplare können oxidiert oder verschlossen wirken.
Langfristige Lagerung: konstant 12–14 °C, dunkle, leicht feuchte Umgebung und geruchsfreie Umgebung. Vor dem Servieren etwa 2–24 Stunden temperieren auf 16–18 °C für gereifte, tanninbetonte Rotweine; bei älteren Exemplaren eher 15–17 °C. Dekantieren vorsichtig: bei sehr gereiften Flaschen nur kurz und vorsichtig dekantieren, um Depot im Glas zurückzuhalten und gleichzeitig Luftkontakt zu dosieren. Geeignete Begleiter sind kräftige Fleischgerichte wie Bistecca alla Fiorentina oder gereifter Pecorino.
Lupicaia gehört zur Stilistik der sogenannten Super Tuscans: kraftvolle, oft Cabernet- oder Merlot‑dominierte Cuvées aus der Toskana, die außerhalb traditioneller DOC‑Vorgaben hohe internationale Qualität anstreben. In derselben Kategorie werden Weine wie Sassicaia, Ornellaia oder Tignanello genannt, die als Referenzen für Struktur, Lagerfähigkeit und internationales Profil dienen. Solche Weine kombinieren mediterrane Rebsorten mit internationalem Rebsortenspiegel und profitieren von langer Reife, ausgeprägten Tanninen und konzentrierten Fruchtnoten.
Gereifte Super Tuscans harmonieren exzellent mit kräftigen, aromatisch komplexen Gerichten: geschmortes Rind, Lamm, Wildgerichte, Trüffelgerichte und gereifter Hartkäse wie Pecorino oder Parmesan. Achten Sie auf ausgeglichene Saucen (nicht zu süß, nicht zu stark sauer), damit die tertiären Noten des Weins nicht überdeckt werden; Röstaromen und erdige Komponenten ergänzen ältere Rotweine besonders gut.
Gereifte Bolgheri‑Cuvées harmonieren mit kräftigen, rustikalen Speisen: gegrilltes oder geschmortes Rind, Lamm, Wildgerichte, Schmorbraten sowie gereifte Käsevarianten wie Pecorino oder Parmesan. Bei sehr gereiften Flaschen empfiehlt sich weniger starkes Würzen und eine Zubereitung, die die sekundären Aromen des Weins ergänzt — etwa Pilz‑ oder Trüffelkomponenten, Wurzelgemüse oder eine leichte Schmorsoße.
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