790 €
Jean-Pierre Guyon Échezeaux 2021
Renommierte Erzeuger wie Domaine de la Romanée-Conti (DRC) prägen den Sekundärmarkt: Ihre sehr knappen Mengen, konstant hohe Qualität und renommierte Kritikerbewertungen treiben die Wertentwicklung ganzer Appellationen. Das hat einen Spill‑over‑Effekt auf vergleichbare Lagen und Erzeuger: Weine aus Échezeaux von anerkannten Domaines erzielen aufgrund von Reputation, Seltenheit und Nachfrage oft höhere Preise und gelten als sammlerwürdig.
Wichtig sind lückenlose Provenienz, Originalverpackung (OHK/OWC), intakte Etiketten, korrekter Füllstand und ein unbeschädigter Korken. Zudem beeinflussen Produzentenruf, Jahrgangsqualität, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, Vinous, James Suckling) und Auktionsergebnisse den Preis. Käufer sollten bei Auktionshäusern oder Fachhändlern auf professionelle Lagerbedingungen und voll dokumentierte Handelskette achten, um Wert und Genuss zu sichern.
Der Jahrgang 2021 in vielen Gebieten Burgunds gilt als kühler und heterogen: Weine zeigen tendenziell höhere Frische, moderate Alkoholgrade und eine klare, transparente Frucht. In Spitzenlagen wie Échezeaux profitieren selektive Erzeuger von konzentrierten, aber eleganten Extrakten, die gutes Lagerpotenzial und definierte Säurestrukturen ausbilden. Insgesamt sind 2021er eher feingliedrig und verlangen oft etwas Zeit, um Zugänglichkeit zu gewinnen.
Grand‑Cru‑Burgunder aus Échezeaux haben ein großes Altersfenster. Bei hochwertigen Erzeugern und guten Jahrgängen sind 10–30 Jahre Reifezeit realistisch, bei herausragender Qualität können sie auch deutlich länger reifen. Faktoren sind Produzent, Fassausbau, Jahrgang und Lagerbedingungen; Domaine‑Weine mit sorgfältiger Vinifikation entwickeln über Jahre feine tertiary Aromen und weichere Tannine.
Der Jahrgang 2021 in Burgund zeigte regionales Gefüge, oft eher frische Säure, moderate Extrakte und eine elegante Klarheit der Frucht. Grand-Cru-Weine aus solchen Jahren bestechen häufig durch Präzision statt opulenter Fülle. Für die Lagerung empfiehlt sich konstante, kühle Temperatur (ca. 10–14 °C) und dunkler Raum; viele gut vinifizierte Grand Crus profitieren von 5–20 Jahren Reife, manche Exemplare reifen deutlich länger, abhängig von Erzeuger, Ausbau und Flaschenzustand.
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentrales Kriterium zur Beurteilung älterer Weine: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist akzeptabel bei Weinen über 15–20 Jahren. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) signalisieren zunehmendes Oxidationsrisiko. Ein stabiler, hoher Füllstand spricht für gute Lagerung und reduziert das Risiko eines oxidierten Weins — entscheidend für Preis und Marktgängigkeit.
Beim Burgunder entscheidet der Produzent maßgeblich: Weinbergsarbeit, strenge Traubenselektion, Ertragsbegrenzung und der Ausbau im Keller (Holzfass‑Typ, Maischestandzeiten) prägen Struktur, Tanninprofil und Aromatik. Ein Domaine mit präziser Selektion kann aus Échezeaux beeindruckende Feinnervigkeit und Alterungspotenzial herausarbeiten. Vergleichswerte liefern renommierte Häuser wie Domaine de la Romanée‑Conti (DRC), deren Vorgehen oft als Qualitätsreferenz dient.
Flaschenformate beeinflussen Reifeverlauf deutlich: Magnums (1,5 l) reifen oft langsamer und harmonischer als 0,75‑l‑Flaschen, sehr große Formate halten Tannine und Säure länger. Die Original-Holzkiste (OHK, Original-Holzkiste) erhöht oft den Sammlerwert, schützt während Transport und Lagerung und kann bei der Provenienzprüfung helfen. Für Investmentzwecke sind OWC/OC (Original Wooden Case / Original Case) plus intakte OHK erwünscht und wertsteigernd.
OHK steht für Original‑Holzkiste, auch OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case) genannt. Eine originale Verpackung dokumentiert meist bessere Provenienz und kann den Marktwert steigern, da sie auf lückenlose Lagerung schließen lässt. Bei hochpreisigen Burgundflaschen zählt die Originalverpackung zu den Faktoren neben Etikettzustand, Verschluss und Füllstand, die Sammler und Auktionshäuser besonders beachten.
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Indikator für Zustand und Lagergeschichte einer Flasche. HF (High Fill) bedeutet perfekter Füllstand nahe des Korkkopfes, IN (Into Neck) ist sehr gut und für viele Weine akzeptabel. TS (Top Shoulder) bezeichnet einen niedrigeren, aber bei Flaschen älter als 15–20 Jahre noch akzeptablen Pegel. Weitere Stufen sind VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) — je tiefer der Füllstand, desto höher steigt das Oxidationsrisiko.
Beim Sekundärkauf sind Provenienznachweis, durchgehende Lagerhistorie und originale Verpackung zentrale Punkte. Fragen Sie nach Rechnungen, Auktionsprotokollen oder Lagerbestätigungen; prüfen Sie Etikett, Rücketikett, Kapsel, Korkzustand und Füllstand (Ullage). Original-Holzkisten, saubere Temperaturlagerung und bekannte Händler reduzieren Risiko. Bei teuren Flaschen empfiehlt sich zusätzlicher Service wie professionelle Echtheitsprüfung oder Kauf über etablierte Auktionshäuser.
Échezeaux ist eine Grand‑Cru‑Lage in der Côte de Nuits, gelegen in der Gemeinde Flagey‑Échezeaux nahe Vosne‑Romanée. Die Parzellen sind heterogen, bestehen aus unterschiedlicher Bodenstruktur und liefern daher variable Ausprägungen von Finesse bis Kraft. Im Vergleich zu Top‑Climats wie Romanée‑Conti ist Échezeaux oft etwas breiter und zugänglicher, gleichzeitig aber bei guten Produzenten sehr langlebig und komplex. Wichtige Bezugspunkte in der Region sind Domaine de la Romanée‑Conti (DRC) als Qualitätsmaßstab und zahlreiche Domaine‑Erzeuger, die durch Weinbergsselektion und Kellerarbeit die Qualität deutlich formen.
In Échezeaux dominieren Pinot Noir-Trauben. Typische Aromen reichen von roten Kirschen und Himbeeren bis zu schwarzen Beeren, Pflaume, Gewürzen, feuchtem Waldboden und leichtem Leder- oder Trüffelnoten mit zunehmendem Alter. Die Tannine sind oft präsent, aber feinkörnig; die Balance zwischen Frucht, Säure und Terroir ist charakteristisch für Grand-Cru-Pinot-Noir aus dem Burgund.
Jüngere Grand-Cru-Burgunder profitieren oft von 1–2 Stunden Dekantieren, um Frucht und Struktur zu öffnen. Sehr junge, dichte Weine können auch länger profitieren; bei älteren Flaschen ist Vorsicht geboten — hier empfiehlt sich kurz vor dem Servieren zu öffnen, leichtes Absetzen und ggf. sehr vorsichtiges Dekantieren oder Nutzung von Coravin, um Zerfall zu vermeiden. Die ideale Trinktemperatur liegt bei etwa 15–17 °C, leicht kühler als normale Raumtemperatur, damit Frucht, Säure und feine Aromen optimal zur Geltung kommen.
Échezeaux ist ein Grand Cru in der Côte de Nuits und gehört zu den renommierten Lagen im Burgund. Die Parzellen liegen teilweise in den Gemeinden Flagey-Échezeaux und Vosne-Romanée; die Böden kombinieren Kalkmergel mit feiner Tonkomponente, was Pinots füllige Struktur und zugleich elegante Säure verleiht. Weine aus Échezeaux zeigen typischerweise eine Mischung aus dunklen Beeren, würzigen Noten und erdigen Tönen mit ausgeprägtem Alterungspotenzial — je nach Erzeuger können Stilistik und Dichte variieren.
Junge Grand‑Cru‑Burgunder profitieren von leichtem Dekantieren (1–3 Stunden) zur Entfaltung; sehr alte Flaschen vorsichtig öffnen und nur kurz dekantieren oder durch ein Sieb in Gläser füllen, um Sediment zu schonen. Serviertemperatur 15–17 °C, geeignetes Burgunderglas betont die Komplexität. Essen: klassische Kombinationen sind gereiftes Rind, Wild, Pilzgerichte oder feine Schmorgerichte, die die Säure‑Tannin‑Balance unterstützen.
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