39 €
eine Flasche 0,75
Die Trinktemperatur hängt vom Stil ab: Leichte Rotweine 14–16 °C, strukturierte Rotweine 16–18 °C; weiße Cuvées und Blanc de Assemblage 8–12 °C. Dekantieren kann Tannine mildern und Aromen öffnen: leichte Rotweine brauchen selten Dekantieren, bei komplexeren Roten empfiehlt sich 30–90 Minuten im Dekanter. Bei weißen Cuvées mit reduktiven Noten kann kurzes Belüften oder Karaffieren 15–30 Minuten Vorteile bringen.
Der Begriff Binôme stammt aus dem Französischen und bedeutet „Zweiergespann“ – bei Wein deutet er auf eine gezielte Cuvée aus zwei Komponenten hin. Das kann eine Kombination aus zwei Rebsorten, zwei Lagen oder auch eine Zusammenarbeit zweier Winzer sein. Bei Winzern, die auf Terroir und präzise Assemblagen setzen, dient eine Binôme-Cuvée dazu, die Stärken beider Komponenten auszugleichen und ein ausgewogenes Aromenspiel zu erzielen.
Die Speisenbegleitung richtet sich nach den dominanten Komponenten: Bei einer Rotwein-Binôme mit Pinot-Charakter passen gebratene Entenbrust, Lamm oder kräftige Pilzgerichte; bei einer Chardonnay-betonten weißen Binôme harmonieren Meeresfrüchte, gebratener Fisch oder cremige Geflügelgerichte. Generell funktioniert die Binôme-Idee kulinarisch gut, weil die beiden Komponenten Spielraum für feine Kontraste zwischen Säure, Frucht und Textur schaffen.
Ein Preis von rund 39 Euro ist in der Regel Einstiegsniveau für sammelwürdige Weine, jedoch hängt Anlagepotenzial weniger vom Preis als von Produzentenreputation, Limitierung, Kritikernoten, Jahrgangsqualität und Lagerfähigkeit ab. Für echte Investments sind etablierte Produzenten mit nachgewiesener Marktnachfrage, hohe Punktbewertungen und begrenzte Produktionsmengen vorteilhaft. Weine in der Preisklasse können jedoch attraktiv sein für Genuss und moderates Aufbewahren mit Aussicht auf leichte Wertsteigerung, sofern Herkunft und Provenienz sichern.
Für eine 0,75 l Flasche gilt die klassische Kellervorgabe: konstante Temperatur zwischen 11–14 °C, relative Luftfeuchtigkeit 60–75 %, keine starken Temperaturschwankungen und dunkler, vibrationsfreier Standort. Flaschen mit Naturkork sollten liegend gelagert werden, damit der Korken feucht bleibt. Kurzfristig genügt eine kühle, dunkle Küche; für längerfristige Reifung empfiehlt sich ein temperaturstabiler Weinkeller oder ein professionelles Weinklima.
Der Füllstand oder Ullage ist ein zentrales Kriterium bei älteren Flaschen. Gängige Kategorien: HF (High Fill) – perfekter Füllstand, IN (Into Neck) – sehr gut, TS (Top Shoulder) – akzeptabel bei sehr alten Weinen, VHS/MS/LS (Very High Shoulder / Mid Shoulder / Low Shoulder) – Hinweise auf zunehmende Oxidation und Risiko. Bei einer Standardflasche entscheidet das Fassungsvermögen der ursprünglichen Abfüllung; bei 0,75 l sind HF und IN für Sammler die bevorzugten Zustände.
Die Auswahl der Rebsorten richtet sich nach Region und Stil: Im Burgund oder Champagne könnten Pinot Noir und Chardonnay Paarungen bilden, in der Rhone oder Südfrankreich werden oft Grenache und Syrah kombiniert. Ziel ist eine Balance aus Frucht, Säure und Struktur – etwa eine Sorte für Eleganz und Säure, die andere für Körper und Tannin. Bei handwerklichen Erzeugern steht die sinnvolle Ergänzung zweier Trauben im Vordergrund.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Diese Begriffe beschreiben die ursprüngliche Verpackung des Weins. Für Sammler und Käufer sind originale Holzkisten wichtig, weil sie die Provenienz und oft den Zustand der Flasche unterstützen, den Wiederverkaufswert steigern und bei teils limitierten Abfüllungen Authentizität signalisieren. Bei Sekundärmarkttransaktionen erhöhen vollständige OWC/OC-Auslieferungen die Attraktivität.
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