1950 €
im Paket
Jacques Selosse zählt zu den einflussreichsten Produzenten der Champagne, mit Schwerpunkt auf Avize in der Côte des Blancs. Ein Selosse Rosé kombiniert terroirbetonte Chardonnay-Noten mit Pinot-Noir-Anteilen und ist für seine holzgeprägte Vinifikation, reduzierte Dosage und ausgeprägte oxidative, fast burgundische Stilistik bekannt. Kleinvolumige Produktion, lange Fass- und Flaschenreife sowie eine starke Parzellenselektion führen zu großer Aromentiefe und individueller Finesse.
Wichtige Einflussfaktoren sind Produzentenreputation (Jacques Selosse), begrenzte Produktionsmengen, Vintagequalität, Lagerzustand und Kritikermeinungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, James Suckling). Originalverpackung, lückenlose Provenienz und dokumentierte Degorgierdaten erhöhen Marktwert. Trotzdem bleibt Wein ein Anlagegut mit Volatilität; objektive Prüfung, professionelle Einlagerung und Absicherung durch Versicherung oder renommierte Auktionspartner sind empfehlenswert.
Rosé-Champagner entstehen entweder durch die Saignée-Methode (Anreichung des Safts mit etwas Farb- und Aromastoffen aus der Maische) oder durch Zugabe eines stillen Rotweins. Terroirorientierte Häuser wie Jacques Selosse arbeiten oft mit Pinot Noir aus Parzellen in Ambonnay oder Aÿ und führen Gärungen teilweise in kleinen Eichenfässern durch. Spontanvergärung, malolaktische Gärung und lange Reife auf der Hefe sind typische Merkmale, die Komplexität und Textur prägen.
Die Alterungsfähigkeit hängt von Vintage, Dosage und Flaschengröße ab. Vintage- und terroirintensive Rosés von Selosse können gut 10–30 Jahre reifen; Non-Vintage-Varianten sind meist früher trinkreif. Hinweise auf Trinkreife sind Farbe (helles Bernstein bei gereiften Rosés), reduzierte Perlage, komplexe tertiäre Aromen und ein harmonisches Säuregerüst. Bei älteren Flaschen empfehlen sich Dekantieren oder vorsichtige Öffnung, um Entwicklungsnoten richtig zu erleben.
Beim Sekundärmarkt sind drei Aspekte zentral: 1) Provenienz: lückenlose Lagerhistorie minimiert Risiko von Hitzeschäden; 2) Füllstand (Ullage): High Fill (HF) oder Into Neck (IN) sind bei Champagner positive Indikatoren, Mid/Low Shoulder erhöhen Risiko; 3) Originalverpackung (OC/OWC/OHK) erhöht Vertrauen und oft den Marktwert. Etiketten, Kapsel und Markenprägungen sollten intakt sein; bei älteren Flaschen ist ein Blick auf Degorgierdatum und professionelle Gutachten ratsam.
Ideale Lagerbedingungen sind konstant kuehle 10–12 °C, 60–75 % Luftfeuchtigkeit, dunkler, vibrationsarmer Raum und liegende Lagerung, damit der Korken feucht bleibt. Champagner empfindet starke Temperaturschwankungen und Licht; beides reduziert Lebensdauer und Qualität. Bei älteren, bereits degorgierten Flaschen ist das Aufbewahren mit bekanntem Degorgierdatum wichtig, um Reifeentwicklung besser einzuschätzen.
Die Bezeichnung ‚4x‘ weist auf vier Einzelflaschen hin. Beim Erwerb mehrerer Flaschen empfiehlt sich einheitliche Lagerung (gleiche Temperatur, Feuchte, Dunkelheit) und Dokumentation von Degorgierdatum, Losnummer und Herkunftsparzelle. Für Sammler ist es sinnvoll, Barcodes/Etiketten zu archivieren, Flaschen nach Alter und Trinkempfehlung zu gruppieren und bei wertvollen Champagnern Originalverpackungen wie Holztruhen aufzubewahren.
OHK steht fuer Original-Holzkiste, OWC fuer Original Wooden Case und OC fuer Original Case. Diese Begriffe beschreiben, ob Flaschen in ihrer urspruenglichen Transport- oder Geschenkverpackung geliefert werden. Für Sammler und Auktionskaue sind diese Verpackungen wichtig, weil sie Provenienz und schonende Lagerung dokumentieren, den Wiederverkaufswert steigern und beim Transport zusaetzlichen Schutz bieten.
0 €
419 €
55 €
1770 €
210 €
180 €