320 €
Zusätzlich fallen 8 Euro Versand an
Auf dem Sekundärmarkt zählen Provenienz, Lagerhistorie, Füllstand, Etiketten- und Korkzustand sowie Originalverpackung. Dokumente wie Rechnungen, Auktionsnachweise oder Lagerbestätigungen stärken das Vertrauen. Weiterhin beeinflussen Jahrgangsreputation (1982 gilt als exzellenter Bordeauxjahrgang), Flaschenrarität und Marktliquidität den Preis. Käufer prüfen außerdem Versand- und Versicherungsmodalitäten sowie die Möglichkeit einer Aufbesserung durch professionelle Überprüfung vor Kauf.
Gereifte Bordeaux-Rotweine werden ideal bei 16–18 °C serviert, leicht oberhalb klassischer Zimmertemperatur. Bei älteren Flaschen ist schonendes Dekantieren ratsam: zuerst auf Sediment prüfen, dann langsam in eine klare Karaffe umfüllen. Viele gereifte 1982er profitieren von einer kurzen Belüftung von 30–60 Minuten; bei sehr komplexen, noch dichten Exemplaren können auch staffelweise Verkostungen nach 15, 45 und 90 Minuten Aufschluss geben. Bei fragilen Altweinen lieber weniger als zu viel Luft.
Als Teil eines diversifizierten Weinportfolios kann eine stabile, gereifte Bordeaux‑Ikone wie Château Léoville‑Las Cases 1982 attraktiv sein, vor allem wegen begrenztem Angebot und Sammlerinteresse. Wichtig sind transparente Provenienz, professionelle Lagerung, Versicherungskosten, steuerliche Aspekte und eine realistische Einschätzung von Liquidität und Haltefrist. Weininvestment bleibt jedoch volatil und erfordert Marktkenntnis oder Beratung durch erfahrene Spezialisten.
Der Jahrgang 1982 in Bordeaux gilt als herausragend: reife, opulente Weine mit reichem Fruchtfundament und weichen, aber noch präsenten Gerbstoffen. Bei Léoville-Las-Cases zeigt 1982 typischerweise konzentrierte Cassis- und Pflaumenaromen, Tabak-, Zedern- und Ledernoten sowie sekundäre tertiäre Nuancen wie Waldboden und Gewürze. Viele Flaschen dieses Jahrgangs sind in den besten Stimmungen noch zugänglich und bieten komplexe Aromenschichten.
Ältere Bordeauxflaschen profitieren von vorsichtigem Umgang: vor dem Öffnen stehend lagern, die Flasche langsam und ohne Schütteln öffnen, gegebenenfalls kurz ins Kerzenlicht oder gegen ein helles Licht halten, um Sediment zu erkennen. Sanft dekantieren, um Sediment zurückzuhalten; bei sehr fragilen Aromen reicht manchmal ein kurzer Sauerstoffkontakt (15–60 Minuten). Serviertemperatur: leicht kühler als Zimmertemperatur, ideal 16–18 °C. Das Ziel ist, feine tertiarye Aromen zu betonen, nicht die Frucht zu erschöpfen.
Beim Versand kostbarer Bordeaux-Flaschen empfiehlt sich ein temperaturkontrollierter, versicherter Versand mit Sendungsverfolgung und Zustellnachweis. Professionelle Verpackung bedeutet Stoßschutz, stabile Kartons und – bei Sammlerstücken – original Holzkisten oder Spezialverpackung. Eine Versicherung gegen Verlust und Bruch ist Pflicht; bei grenzüberschreitenden Lieferungen sind Zollformalitäten und mögliche Steuern zu beachten. Für sehr alte Flaschen ist zusätzlich eine vorherige Fotodokumentation von Etikett, Capsule und Füllstand ratsam.
Der Cuvée-Aufbau bei Léoville-Lascasses ist klassisch für Saint-Julien: Cabernet Sauvignon dominiert, ergänzt durch Merlot, Cabernet Franc und gelegentlich Petit Verdot. Im Jahrgang 1982 führt diese Zusammensetzung zu einem konzentrierten, langlebigen Profil: Cabernet liefert Gerüst und Zitruswürze in der Säure, Merlot rundet mit reifer Frucht und Wärme ab, während Cabernet Franc und Petit Verdot subtile Kräuter- und Gewürznoten beitragen.
Hoch bewertete Jahrgänge und hohe Punkte renommierter Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate) oder Vinous können Nachfrage und Preis kurzfristig sowie langfristig steigern. Entscheidender als reine Punktzahlen bleiben jedoch Zustand, Provenienz und Marktliquidität: eine erstklassige Bewertung erhöht Aufmerksamkeit, aber ohne guten Füllstand und saubere Dokumentation sind Prämien kaum realistisch.
Der Füllstand (Ullage) ist ein zentraler Indikator für Flaschenalter und -zustand. Begriffe: IN (Into Neck) bedeutet sehr hoher Füllstand, TS (Top Shoulder) ist bei Flaschen über 20–30 Jahre oft akzeptabel, VHS (Very High Shoulder) signalisiert erhöhtes Oxidationsrisiko. Bei einer 1982er Flasche sind IN bis TS in der Regel unproblematisch; VHS oder niedrigere Füllstände (Mid/Low Shoulder) erhöhen das Risiko für oxidierte Aromen und mindern Substanz und Wert.
OHK steht für Original‑Holzkiste (im Englischen OWC = Original Wooden Case) und bezeichnet die ursprüngliche Kiste, in der Flaschen aus dem Weingut verschickt wurden. Eine vorhandene Original-Holzkiste verbessert oft die Verkaufs- und Auktionschancen, weil sie ein Indiz für lückenlose Provenienz und schonende Lagerung darstellt. Sammler und Händler schätzen OHK/OWC wegen dokumentierter Herkunft; für die Trinkbarkeit jedoch ist entscheidend der Füllstand, der Korkzustand und die Lagerhistorie.
Der Füllstand oder Ullage beschreibt den Abstand zwischen Weinoberkante und Korken und ist ein zentraler Indikator für Alterungszustand. Gängige Kategorien sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder). Bei Weinen älter als 30–40 Jahre sind TS oder IN akzeptabel; VHS, MS oder LS weisen auf erhöhtes Oxidationsrisiko und damit auf Qualitätsrisiken hin. Beim Kauf stets Füllstand fotografieren lassen und im Kontext von Korkzustand und Provenienz bewerten.
Gereifte 1982er profitieren von vorsichtigem Umgang: langsam und behutsam dekantieren, um Sediment nicht aufzuwirbeln; bei sehr alten Flaschen reicht oft kurzes Umgießen oder ein Glasprobe vor dem vollständigen Dekantieren. Serviertemperatur um 16–18 °C, großes Burgunderglas für Offenheit der Aromen, und schrittweises Beobachten über mehrere Stunden, da sich Aromen nach dem Öffnen schnell verändern können.
Auf dem Zweitmarkt zählen lückenlose Provenienz, nachweisbare Lagerhistorie, überprüfbare Auktionseinträge oder Händlerdokumente sowie sichtbare Flaschen‑ und Kapselzustände. Achten Sie auf Füllstand (Ullage), Etikettenbeschädigungen, Verkäufer‑Reputation, Versand‑ und Versicherungskonditionen sowie mögliche Zoll‑ und Mehrwertsteuerfolgen bei grenzüberschreitenden Käufen. Reputable Auktionshäuser und spezialisierte Händler bieten in der Regel bessere Garantien bzgl. Authentizität und Zustand.
Château Léoville‑Las Cases gehört zu den bekanntesten Weingütern des Médoc auf der linken Gironde‑Uferseite und profitiert von den Kiesböden und einem kühlen maritimen Einfluss des Saint‑Julien‑Terroirs. Typisch sind Cabernet‑Sauvignon‑dominierte Cuvées mit dichter Struktur, ausgeprägter Gerbstoffbasis und Langlebigkeit. Die Nachbarschaft zu anderen Léoville‑Domainen wie Léoville‑Barton und Léoville‑Poyferré unterstreicht die qualitative Kontinuität der Lage.
Ein reifer Bordeaux aus Saint-Julien wie ein 1982er kann je nach Lagerung und Flaschenzustand weiterhin exzellent reifen. Viele Top-Léoville-Weine erreichen ihren Höhepunkt mehrere Jahrzehnte nach der Lese und können 40 bis 60 Jahre oder länger trinkbar bleiben. Das klassische Trinkfenster verlagert sich von dichter Frucht und kräftigen Tanninen in jungen Jahren zu tertiaryen Aromen (leder, Tabak, Pilznoten) und geschmeidiger Textur im Alter; individuelle Flaschen können allerdings deutlich früher oder später ihren Höhepunkt haben.
Die Lagerfähigkeit hängt von Flaschenzustand und Provenienz ab; viele Spitzen-Bordeaux wie Léoville-Las-Cases aus 1982 können deutlich über fünf Jahrzehnte reifen, wenn sie korrekt gelagert wurden. Trinkreife tritt oft schrittweise ein: manche Flaschen sind jetzt auf einem Höhepunkt zwischen tertiären Aromen und noch vorhandener Frucht, andere benötigen nur kurze Zeit der Belüftung. Bei unsicherer Provenienz empfiehlt sich vor dem Genuss ein vorsichtiges Dekantieren und eine vorherige Prüfung auf Ullage und Sediment.
Für ältere Bordeauxflaschen ist konstante Lagerung entscheidend: 10–13 °C, 60–75 % relative Luftfeuchte, dunkel, vibrationsfrei und liegend, damit der Korken feucht bleibt. Beim Transport sind stabile, gepolsterte Kisten ideal und Temperaturschwankungen sowie starke Erschütterungen zu vermeiden. Für besonders wertvolle Flaschen empfiehlt sich klimatisierter Transport und eine lückenlose Dokumentation der Provenienz.
Château Léoville-Lascasses aus Saint-Julien zählt zu den strukturierten, klassisch linkeuferigen Bordeauxweinen. Typisch sind markante Tannine, eine klare Cabernet-Sauvignon-Prägung, gravelbetonte Mineralität und eine präzise Säurestruktur, die dem Wein Tiefe und Lagerfähigkeit verleiht. In reifen Jahrgängen wie 1982 öffnet sich das Bukett zu komplexen Noten von Trockenfrüchten, Leder, Tabak, Zedernholz und erdigen Untertönen, während die Tannine seidig werden und die Fruchttöne gereift erscheinen.
Der Jahrgang 1982 gilt in Bordeaux als außergewöhnlich warm und reif, was zu üppigen, aromatisch dicht geprägten Weinen mit langer Lagerfähigkeit führte. Bei Château Léoville‑Las Cases zeigen gut gepflegte Flaschen des Jahrgangs oft reife Frucht, weiche, integrierte Tannine und ein komplexes Aromenspektrum – vorausgesetzt, Füllstand und Provenienz sind gut dokumentiert.
Eine Original‑Holzkiste (OHK; engl. Original Wooden Case, OWC, oder Original Case, OC) erhöht oft den Marktwert und die Attraktivität bei Sammlern, da sie zusätzliche Sicherheit zur Provenienz und zum schonenden Transport bietet. Händler und Auktionshäuser honorieren eine vollständige OHC/OC‑Ausstattung meist mit einem Aufschlag, weil die Kiste Aufschluss über die Lagerhistorie und Vollständigkeit des Loses geben kann.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Eine vorhandene Original-Holzkiste verbessert nachweislich die Marktattraktivität und kann den Wert steigern, weil sie Provenienz und sorgfältige Lagerung signalisiert. Sammler honorieren vollständige Sets (Flasche plus OWC), insbesondere bei älteren Jahrgängen, da die Holzkiste Transportschutz und zusätzliche Authentizität bietet.
Provenienz – lückenlose Lagerhistorie und Herkunftsnachweise – ist ein Schlüsselmerkmal für den Wert gereifter Grands Crus. Flaschen aus kontrollierter Kühlkeller-Lagerung oder mit Auktionshistorie von renommierten Häusern erzielen höhere Preise, weil das Risiko von Temperaturschäden und häufigem Transport geringer ist. Auktionsplattformen wie Sotheby’s, Christie’s und Marktplätze wie Liv-ex reflektieren diese Preisdifferenzen deutlich; Käufer zahlen für transparente Provenienz zumeist einen Aufschlag.
Château Léoville-Las-Cases gehört zu den renommierten Deuxièmes Crus des Médoc und liegt in der Appellation Saint-Julien. Das Weingut ist bekannt für dichte, tanninreiche Cabernets mit großer Struktur, feiner Kraftharmonie und ausgeprägtem Reifepotenzial. Saint-Julien liefert im Vergleich zu Pauillac tendenziell etwas elegantere, mineralische Profile mit feinerem Fruchtkern und langlebiger Balance. Terroir, Klassifikation und die enge Parzellenwahl von Léoville-Las-Cases erklären die besondere Stellung in Bordeaux.
Langfristige Lagerung erfordert konstante Temperaturen um 12 °C, 60–75 % relative Luftfeuchte, dunkle, vibrationsarme Bedingungen und stabile Lagerung auf der Seite. Vor dem Kauf sind Füllstand (Ullage), Etiketten‑ und Kapselzustand, Korkzustand sowie eine lückenlose Provenienz wichtig. Bei alten Bordeaux gelten Füllstände bis zur Schulter (Top Shoulder / TS) als akzeptabel; Very High Shoulder (VHS) oder Mid/Low Shoulder (MS/LS) erhöhen das Risiko einer Qualitätsbeeinträchtigung.
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