350 €
1 Flasche, nr 694/2000
Caberlot ist eine vergleichsweise selten verwendete rote Rebsorte, die in einigen toskanischen Produktionen eingesetzt wird. Sie liefert oft tiefdunkle Farbe, konzentrierte Frucht und reife Tannine, wodurch sie sich gut mit klassischen bordelaiser Sorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot ergänzen kann. In handwerklich gefertigten Weinen trägt Caberlot zu Struktur und Langlebigkeit bei, weshalb Winzer sie gelegentlich in begrenzten Mengen für Cuvées oder eigenständige Abfüllungen nutzen.
Eine Magnum (1,5 l) altert in der Regel langsamer und oft harmonischer als eine Standardflasche (0,75 l), weil das Verhältnis von Luftvolumen zu Wein geringer ist. Das Ergebnis ist häufig eine längere Reifefähigkeit und eine feinere Entwicklung von Sekundär- und Tertiäraromen. Praktisch bedeutet das: Magnums profitieren von längerer Lagerung, sind bei Service öfter schon harmonischer zu genießen und erfordern beim Dekantieren meist weniger oder andere Maßnahmen als Standardflaschen. Für Sammler kann das Format zudem einen Aufpreis auf dem Markt bedeuten, besonders bei älteren Jahrgängen.
Der Füllstand ist ein wichtiger Indikator für Lagerhistorie. Bei etwa 25 Jahre alten Rotweinen gelten folgende Faustregeln: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind exzellent; TS (Top Shoulder) ist noch akzeptabel; VHS (Very High Shoulder) kann erste Oxidationsanzeichen anzeigen; MS/LS (Mid/Low Shoulder) bedeuten erhöhtes Risiko. Bei Bewertung sollte man zudem Etikettzustand, Kapsel, Parafilmierung und mögliche Farbveränderungen beachten.
Il Caberlot ist eine cuvéeartige Bezeichnung, wie sie in der Toskana für charakterstarke Rotweine Verwendung findet. Solche Cuvées kombinieren häufig internationale Bordeaux-Sorten mit lokalen Trauben oder interpretieren klassische Rebsorten in einem kraftvollen, tanninreichen Stil. Erwartbar sind konzentrierte Frucht, feste Tanninstruktur und eine Reifefähigkeit, die von mehreren Jahren bis Jahrzehnten reichen kann, je nach Ausbau, Fassbehandlung und Flaschenformat.
Auf dem Sekundärmarkt sind Provenienz, rückverfolgbare Lagerhistorie und Authentizität zentral. Achten Sie auf vollständige Dokumente, geprüfte Lagerbedingungen, intakte Kapsel und angemessenen Füllstand. Auktionen und spezialisierte Händler bieten oft geprüfte Zustandsberichte. Preisvergleiche mit ähnlichen Flaschen, Kenntnis relevanter Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker, James Suckling, Vinous) und Absicherung durch Versicherung und sichere Versandwege sind für Verkäufer und Käufer essenziell.
Podere Il Carnasciale ist ein toskanisches Weingut, das für konzentrierte Rotweine aus sorgfältiger Traubenauslese und kleinteiliger Produktion bekannt ist. Typisch für ambitionierte Betriebe in der Toskana sind eine ausgeprägte Parzellenorientierung, schonende Handlese, selektive Handlese und Reifung im Holzfass, um Struktur und Terroir zu betonen. In Verbindung mit der IGT-Klassifikation nutzen Erzeuger wie Podere Il Carnasciale oft internationale Rebsorten und traditionelle einheimische Sorten, um kraftvolle, reifefähige Weine zu erzeugen, die sich gut für längere Fass- und Flaschenreife eignen.
Eine Magnum (1,5 l) reift langsamer als eine Standardflasche (0,75 l), weil das Verhältnis von Luft im Hals zum Wein geringer ist. Das sorgt häufig für eine gleichmäßigere Entwicklung von Aromen und zartere Tanninreifung, was besonders bei langlebigen Rotweinen vorteilhaft ist. Für Verkostung und Sammlungszwecke bietet die Magnum zudem eine eindrucksvolle Präsenz und eignet sich gut für längere Lagerung, repräsentative Anlässe und das Teilen in größerer Runde.
Eine Flaschennummer wie '694/2000' dokumentiert, dass es sich um eine limitierte Auflage handelt und jede Flasche individuell nummeriert wurde. Für Sammler erhöht das die Attraktivität, weil die Auflage begrenzt ist und die Identität der Flasche nachvollziehbarer wird. Nummerierte Abfüllungen sind zudem leichter in Provenienzdokumenten und Katalogen nachzuverfolgen, was bei Bewertung, Versicherung und Verkauf auf dem Sekundärmarkt vorteilhaft sein kann.
Durchnummerierte Flaschen weisen auf limitierte Produktion, Sondereditionen oder spezielle Abfüllungen hin und sind für Sammler attraktiv, weil sie Seltenheit und Nachvollziehbarkeit signalisieren können. Nummern helfen bei der Zuordnung zu Produktionschargen und können den Wiederverkaufswert steigern, sofern die Nummerierung mit begleitender Dokumentation und intakter Verpackung übereinstimmt. Wichtig bleibt eine unabhängige Prüfung von Flaschenzustand, Füllstand und Provenienz, um die tatsächliche Marktbedeutung einschätzen zu können.
Der Jahrgang 2000 hat in vielen Regionen weltweit reife, teils langlebige Weine hervorgebracht. Bei toskanischen Rotweinen hängt die aktuelle Trinkreife stark von Ausbau, Rebsorten und Lagerbedingungen ab. Einige Weine sind bereits in ihrer Trinkspitze, andere können noch gut reifen. Generell gilt: Bei fachgerechter Lagerung können strukturierte Toskana-Weine aus 2000 noch Potenzial zeigen, bei fraglicher Lagerhistorie jedoch empfiehlt sich eine vorsichtige Verkostungsprobe vor einem größeren Investment.
Für den Marktwert gereifter toskanischer Jahrgänge zählen vor allem: dokumentierte Provenienz, intakter Füllstand (Ullage), Originalverpackung (z. B. Original-Holzkiste) und Flaschenformat (Magnums erzielen häufig Prämien). Relevante Vergleichswerte sind Auktionsergebnisse ähnlicher Weine und Jahrgänge sowie Bewertungen von anerkannten Kritikern (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Ebenso wichtig sind Zustand des Etiketts, Kapsel und Flaschenboden; fehlende Unterlagen oder unsichere Lagerhistorie mindern das Investmentprofil erheblich. Für seriöse Investitionen empfiehlt sich eine fachkundige Begutachtung und gegebenenfalls Labortests zur Authentizitätsprüfung.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case; alle Begriffe bezeichnen die ursprüngliche Verpackung, in der ein Wein abgefüllt und geliefert wurde. Die Originalverpackung ist für Sammler und Käufer wichtig, weil sie Rückschlüsse auf durchgehende Provenienz, schonende Lagerung und Authentizität erlaubt. Eine erhaltene Original-Holzkiste kann den Sammlerwert erhöhen, insbesondere bei limitierten Chargen oder nummerierten Abfüllungen. Entscheidend ist jedoch immer die Kombination mit dokumentierter Herkunft und gutem Füllstand der Flasche.
Für eine langfristig sichere Lagerung gilt: konstante Temperatur von etwa 12–14 °C, relative Luftfeuchte um 60–70 %, vollständige Dunkelheit und minimale Vibration. Flaschen mit Naturkork sollten liegend gelagert werden, damit der Korken feucht bleibt. Große Temperaturschwankungen, starke Sonneneinstrahlung oder trockene Kellerräume erhöhen das Risiko von Korkschäden und Oxidation, besonders bei jahrgangsresten wie Jahrgang 2000. Regelmäßige Kontrolle des Füllstands (Ullage) und der Etiketten hilft, den Zustand zu überwachen.
IGT steht für Indicazione Geografica Tipica und ist eine italienische Herkunftsbezeichnung, die Winzern mehr Freiheit bei Rebsortenwahl und Vinifikation gibt als strengere Kategorien wie DOC (Denominazione di Origine Controllata) oder DOCG (mit Garantie). Toskana IGT erlaubt oft internationale Rebsorten und moderne Stilistik, ohne die Herkunft zu negieren. Für Käufer heißt das: hohe Qualität und experimentelle Vielfalt innerhalb einer bekannten Region, aber weniger reglementierte Vorgaben als bei DOC/DOCG.
Podere Il Carnasciale ist ein Beispiel für ein toskanisches Weingut, das traditionelle Terroir-Orientierung mit klarem Qualitätsanspruch verbindet. In der Toskana arbeiten viele Produzenten mit mediterranen Böden, langen Reifeperioden und einer starken Ausrichtung auf rote Rebsorten; bei Pflege, selektiver Handlese und gezielter Fassreife entstehen dichte, strukturierte Rotweine mit Lagerpotenzial. Für Sammler ist die Kombination aus regionaler Identität, geringer Produktion und sorgfältiger Vinifikation ein Indikator für Reifefähigkeit und Wertstabilität.
IGT steht für Indicazione Geografica Tipica und erlaubt Winzern in Italien größere gestalterische Freiheit bei Rebsorten und Vinifikation als die strengeren Bezeichnungen DOC (Denominazione di Origine Controllata) und DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). IGT war maßgeblich für die Entwicklung der sogenannten Super-Tuscans, bei denen internationale Rebsorten und nicht-traditionelle Verfahren zum Einsatz kamen. Zum Vergleich: in Deutschland repräsentiert der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) eine separate, anerkannte Klassifikationsphilosophie, und in Burgund steht das Haus Domaine de la Romanée-Conti (DRC) stellvertretend für höchste terroirbezogene Qualitätsansprüche — beide Begriffe (VDP: Verband Deutscher Prädikatsweingüter; DRC: Domaine de la Romanée-Conti) werden oft herangezogen, wenn Herkunfts- und Qualitätsmodelle international verglichen werden.
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