300 €
2010
Chartreuse V.E.P. wird am besten aufrecht, kühl und dunkel gelagert, Temperaturkonstanz ist wichtiger als sehr niedrige Grade (Keller- oder Vorratsraumtemperaturen um 10–15 °C sind ideal). Licht, starke Temperaturschwankungen und stehende Wärme vermeiden, um Etikett und Inhalt zu schonen. Serviert wird V.E.P. bevorzugt leicht gekühlt oder bei Keller-temperatur (etwa 8–14 °C) in kleinen Nosing-Gläsern als Digestif, alternativ sparsam in Cocktails, wo seine Kräuterkomplexität als aromatische Basis wirkt.
Die klassischen Varianten Green Chartreuse (typischerweise intensiver, höherer Alkoholgehalt) und Yellow Chartreuse (milder und süßer) unterscheiden sich primär in Rezeptur und Alkoholstärke; Green liegt üblicherweise um 55 % vol., Yellow um etwa 40 % vol. Eine V.E.P.-Abfüllung hingegen hebt sich durch längere Reifung in Fässern oder Tanks ab, wodurch sekundäre Aromen wie Honig, Trockenfrüchte, Gewürze und ein weicheres, runderes Mundgefühl stärker ausgeprägt sind. V.E.P.-Flaschen werden häufig als Sonderabfüllungen mit besonderer Kennzeichnung von den Pères Chartreux angeboten.
Die Pères Chartreux, also die Karthäusermönche, sind Urheber der Rezeptur und langjährigen Herstellungsphilosophie von Chartreuse; seit Jahrhunderten wird die Kräutermischung in Verbindung mit der Grande Chartreuse, dem Mutterkloster in den Bergen bei Grenoble, entwickelt und gepflegt. Die Mönche sind bis heute involviert in die Weitergabe des geheimen Rezepts (rund 130 Pflanzen) und in administrative Entscheidungen zur Abfüllung. Diese traditionelle Verbindung von Orden, Rezeptur und Ort prägt Authentizität und Reputation der Marke Chartreuse.
Eine Original-Holzkiste (OHK), Original Case (OC) oder Original Wooden Case (OWC) erhöht bei limitierten oder älteren Abfüllungen den Sammlerwert deutlich, weil sie Provinienz und Originalzustand dokumentiert. Verpackung schützt Etikett, Flasche und Kapsel und ist ein sichtbares Merkmal für Vollständigkeit. Auf dem Sekundärmarkt werden vollständige Sets mit OWC oft bevorzugt und erzielen bei Auktionen oder Privathandel höhere Preise als Einzelflaschen ohne Originalverpackung.
Chartreuse V.E.P. bezeichnet eine besonders lang gereifte Variante der legendären Kräuterliqueurs, die von den Pères Chartreux (Karthäusermönchen) hergestellt werden. V.E.P. steht für Vieillissement Exceptionnellement Prolongé, also „außergewöhnlich verlängerte Reifung“. Im Vergleich zu den standardisierten Sorten zeigt eine V.E.P.-Abfüllung oft größere Komplexität, mehr Deckung von Reife- und Oxidationsnoten sowie eine feinere Integration der um die 130 eingesetzten Pflanzen und Gewürze. Produziert wird Chartreuse historisch in Verbindung mit der Grande Chartreuse in den französischen Chartreuse-Bergen bei Grenoble.
Green Chartreuse ist kräftig und alkoholreich (typisch rund 55% vol.) mit intensiver Kräuterwürze, Yellow Chartreuse ist milder und süßer (etwa 40% vol.). Eine V.E.P.-Abfüllung kann sowohl in grüner als auch in gelber Variante vorkommen, unterscheidet sich aber durch verlängerte Reife, komplexere Aromen und oft höhere Seltenheit. Geschmack, Alkoholgehalt und Konzentration der Kräuterextrakte sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale.
Bei Spirituosen wie Chartreuse ist der Füllstand ein entscheidender Qualitätsindikator. Gängige Kategorien sind HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder) und VHS (Very High Shoulder). HF oder IN deuten auf sehr guten Erhaltungszustand hin, TS ist bei älteren Abfüllungen akzeptabel. Niedrige Füllstände (MS/LS) erhöhen das Oxidationsrisiko und mindern den Sammlerwert. Fotos des Flaschenhalses, Etikettenzustand und Kork-/Verschlussbefund sind bei der Bewertung ebenfalls wichtig.
Bei Likören wie Chartreuse kennzeichnet eine Jahresangabe häufig das Abfüll- oder Supervisionsjahr und nicht zwingend eine Traubenernte wie beim Wein. 2010 kann also das Jahr der Abfüllung oder einer besonderen Abfüllserie bezeichnen. Für Sammler ist das Datum relevant zur Einordnung von Produktionschargen, Etikettenvarianten und damit verbundenen Marktwerten.
Chartreuse V.E.P. kann sich als Sammler- und Anlageobjekt eignen, besonders bei seltenen Jahrgängen, limitierten Editions oder gut dokumentierter Provenienz. Entscheidende Faktoren sind: Seltenheit der Abfüllung, originaler Zustand (Ullage, Siegel, Etikett), Vorhandensein von OHK/OC, Lagerhistorie, Nachfrage bei Sammlern und Reifepotenzial. Anders als Wein sind Spirituosen weniger anfällig für kurzfristige Oxidation, dafür zählt die Marktnachfrage und Reputation der Abfüllung. Für Anlagezwecke empfiehlt sich Dokumentation, versicherte Lagerung und Beratung durch spezialisierte Auktionshäuser oder Händler.
Chartreuse V.E.P. kann auf dem Sekundärmarkt wertstabil bis wertsteigernd sein, weil Produktionsmengen begrenzt und bestimmte Jahrgänge begehrt sind. Wichtige Kriterien sind: lückenlose Provenienz, Original-Holzkiste (OHK), makelloser Flaschen- und Etikettenzustand, klarer Füllstand und offizielle Abfüllungsangaben. Auch aktuelle Nachfrage, Kritikerstimmen und seltene Editionen (z. B. mit Datumsangaben) beeinflussen den Preis. Wie bei allen Spirituoseninvestments empfiehlt sich Dokumentation, fachkundige Expertise zur Echtheitsprüfung und angemessene Versicherung und Lagerung.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case. Für Sammler erhöht eine vollständige Originalverpackung wie eine OHK die Provenienz und den Wiederverkaufswert, weil sie auf sorgfältige Lagerung und ungebrochene Lieferkette hinweist. Bei hochwertigen Chartreuse-V.E.P.-Abfüllungen kann eine intakte OHK mehrere Vorteile bei Verkauf und Versicherung bringen.
Bei Spirituosen wie Chartreuse deutet eine Jahresangabe in der Regel auf das Abfülljahr oder auf ein spezifisches Reifejahr hin. Sie ist kein Traubenjahrgang wie bei Wein, sondern hilft, Herkunft, Alter der Reifung und ggf. Limitierung zu dokumentieren. Bei V.E.P.-Abfüllungen kann das Jahr wichtig für Sammler sein, weil es Auskunft über die Lagerdauer, Produktionschargen oder Sonderabfüllungen gibt. Zur genauen Interpretation immer das Etikett, Rückenetikett und begleitende Produzenteninformationen prüfen.
Chartreuse wird von den Pères Chartreux, dem Kartäuserorden, hergestellt. Die berühmteste Produktionsstätte ist das Kartäuserkloster Grande Chartreuse in der Nähe von Voiron in der französischen Region Isère. Die Mönche pflegen die traditionelle Rezeptur aus zahlreichen Kräutern und Gewürzen; Namen wie Grande Chartreuse, Voiron und die Pères Chartreux sind daher eng mit der Authentizität und Historie dieses Likörs verbunden.
V.E.P. steht für „Vieillissement Exceptionnellement Prolongé“ und bezeichnet eine besonders lange Reifung der Chartreuse in Fässern oder Flaschen vor der Auflage. Diese Bezeichnung signalisiert bei Chartreuse eine aufwändigere Herstellung und oft konzentriertere Aromen, weshalb V.E.P.-Abfüllungen bei Kennern und Sammlern höhere Beachtung finden als Standardvarianten.
Bei älteren Abfüllungen entscheidet der Zustand der Flasche über Qualität und Wert: Fill-Level (Ullage) gibt Auskunft über Verlust durch Verdunstung oder Undichtigkeiten. Günstige Klassifizierungen sind HF (High Fill) und IN (Into Neck); akzeptabel ist TS (Top Shoulder) für sehr alte Abfüllungen, während VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) oder LS (Low Shoulder) auf erhöhtes Oxidationsrisiko hinweisen. Weiterhin wichtig sind intaktes Siegel/Capsule, unbeschädigtes Etikett, unversehrter Kork oder Schraubverschluss sowie originale Provenienz-Dokumente. Bei Chartreuse kann die Farbe des Likörs, Klarheit und Geruch nach dem Öffnen zusätzliche Hinweise geben.
Chartreuse V.E.P. lagert am besten stehend, in kühler, konstanter Temperatur (idealer Bereich 10–15 °C), dunkel und trocken, um Aromaverlust zu vermeiden. Direkte Sonneneinstrahlung und starke Temperaturschwankungen sind zu vermeiden. Serviert wird Chartreuse in kleinen Gläsern leicht gekühlt oder mit einem Tropfen Wasser, je nach Präferenz; als Digestif oder in hochwertigen Cocktails entfaltet sie ihre Komplexität am besten.
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