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Der Jahrgang 2008 gilt in Rioja als ausgeglichen mit guter Säurestruktur und solidem Reifepotenzial. Für traditionell ausgebaute Weine wie Viña Tondonia bedeutet das: strukturierte Tannine, zurückhaltende Primärfrucht und ein kräftiges Gerüst, das noch mehrere Jahre bis Jahrzehnte weiter reifen kann. Solche Jahrgänge profitieren von kontrollierter Lagerung und zeigen mit der Zeit komplexe tertiäre Aromen wie Leder, getrocknete Kräuter und Waldboden.
Viña Tondonia gehört zum traditionellen Erbe der Rioja Alta und wird von Bodegas López de Heredia vinifiziert. Stilbildend sind lange Fass- und Flaschenreife, dezente Holznote, erdige Elementarität und feine Säurestruktur. Im Vergleich zu Häusern wie Marqués de Murrieta, La Rioja Alta oder CVNE zeigt Viña Tondonia oft eine klassischere, reifepotente Ausprägung mit ausgeprägtem Alterungspotenzial und einer charakteristischen Balance zwischen Frucht, Leder- und Gewürznoten.
López de Heredia klassifiziert seine Weine im traditionellen Rioja-System: Crianza, Reserva und Gran Reserva sind die üblichen Stufen, wobei Viña Tondonia häufig als Reserva oder Gran Reserva erscheint und sehr lange im Eichenfass sowie auf der Flasche reift. Die Kombination aus langer Fassreife und strenger Selektion unterscheidet diese Abfüllungen von moderner vinifizierten Weinen anderer Häuser wie Marqués de Murrieta oder La Rioja Alta.
Viña Tondonia ist die ikonische Marke des traditionellen Rioja-Erzeugers López de Heredia aus Haro in der Rioja Alta. Das Haus ist bekannt für lange Fass- und Flaschenreifung, eine konservative Vinifikation mit viel Eichenholz und kontrollierter Oxidation sowie für Lagen mit kalkigen Böden. Typisch sind ausgeprägte Säure, kompakte Tannine und ein Alterungspotential, das Jahrzehnte reicht. Kritiker wie Vinous und Wine Advocate bewerten Weine von López de Heredia häufig auf Basis dieser traditionellen Stilistik.
Der Jahrgang 2008 in Rioja gilt als ausgeglichen mit moderater Wärmeeinwirkung und guter Säurestruktur. Bei einem konservativ ausgebauten Wein wie Viña Tondonia führt das zu einer klaren Säure, feinem Tannin und einer etwas zurückhaltenderen Fruchtausprägung zugunsten von tertiären Noten. Wegen der langen Reifungspraxis von López de Heredia können Aromen von Leder, Tabak, getrockneten Kräutern und reifer Schwarzkirsche auftreten, begleitet von würziger Eichenprägung.
Die Preisfindung beruht auf Vintage, Zustand, Füllstand, Originalverpackung und dokumentierter Lagerung. Recherchieren Sie Auktionsergebnisse, Fachhändlerangebote und Preisdatenbanken, vergleichen Sie Bewertungen von Weinmagazinen (zum Beispiel Vinous, Wine Advocate, James Suckling) und achten Sie auf Händler mit transparentem Herkunftsnachweis. Preise können regional stark schwanken; eine fundierte Markteinschaetzung bezieht alle genannten Faktoren sowie Nachfrage nach klassischen Rioja-Klassikern wie López de Heredia ein.
Ältere Flaschen vorsichtig öffnen, Kork langsam herausdrehen und Wein vor dem Servieren gegen Licht prüfen. Sanftes Dekantieren mit einem stabilen Dekantiergefäß empfiehlt sich, um Depot zu separieren; bei sehr alten Weinen kann ein Karaffen- oder Fingerspitzenansatz sinnvoll sein. Beginnen Sie mit kurzen Belüftungszeiten (15–30 Minuten) und prüfen Sie im Glas, ob sich Aromen entwickeln. Serviertemperatur 14–16 °C bringt Balance zwischen Frucht und Struktur.
Authentizitaet sichert man durch lückenlose Provenienz, Rechnungen von Fachhaendlern, Auktionsbelege und erkennbare Etikettenmerkmale des Herstellers. López de Heredia hat spezifische Etikett- und Kapseldetails, die sich mit Katalogen vergleichen lassen. OHK bedeutet Original-Holzkiste, OWC steht fuer Original Wooden Case und OC fuer Original Case; das Vorhandensein einer Original-Holzkiste steigert Wert und Vertrauen. Dokumentierte Lagerbedingungen sind wichtig; Fotos von Etikett, Kapsel, Ruecketikett und Fuellstand helfen bei der Bewertung.
Langfristige Lagerung erfolgt ideal in einem konstanten, dunklen Raum bei etwa 12 °C und 60–70 % relativer Luftfeuchte. Flaschen ruhig lagern, Temperaturschwankungen vermeiden. Zum Servieren gilt: leicht kuehler Rotweintemperatur 14–16 °C, bei älteren Flaschen vorsichtig dekantieren (zuerst kurz prüfen, dann bei Bedarf 30–60 Minuten) oder glasweise vorsichtig ausgießen, um Sedimente zu schonen. Glaswahl: bauchiges Rotweinglas mit ausreichender Oberfläche zur Aromafreiheit.
Ullage bzw. Füllstand gibt Auskunft über die Lagerhistorie und mögliche Oxidation. Kategorisierungen reichen von HF (High Fill) über IN (Into Neck) bis TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS/LS (Mid/Low Shoulder). HF/IN gelten als sehr gut; TS ist bei älteren Flaschen noch akzeptabel; VHS, MS oder LS deuten auf erhöhtes Oxidations- oder Verderbsrisiko hin. Der Korkzustand, sichtbare Auslaufen oder Schimmelränder am Kapselrand sind zusätzliche Indikatoren für mögliche Probleme.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Solche Verpackungen sind für Provenienz und Werterhalt wichtig: komplette Originalholzkisten erhöhen die Attraktivität bei Auktionen und erleichtern die Rückverfolgbarkeit. Für ältere Rioja-Abfüllungen wie Viña Tondonia kann eine intakte OHK/OWC ein Hinweis auf schonende Lagerung und bessere Marktpreise sein.
Optimale Lagerung verlangt konstante Temperaturen um 12–14 °C, moderate Luftfeuchte (~70 %) und Dunkelheit. Flaschen liegend aufbewahren schützt den Korken. Traditionell ausgebaute Viña Tondonia-Abfüllungen verfügen über langes Reifepotenzial; je nach Qualitätsstufe sind 15–40 Jahre realistisch. Regelmäßige Kontrolle von Füllständen und Etiketten schützt vor Qualitätsverlusten und sichert langfristigen Wert.
Vor dem Dekantieren die Flasche 24 Stunden ruhig stellen, um Sedimente zu beruhigen. Beim vorsichtigen Aufgiessen mit hellem Tuch am Hals auf Klumpen achten. Bei älteren, sehr gereiften Flaschen empfiehlt sich langsames Umgiessen in ein schmales Dekantiergefaess oder glasweise Einschenken, um Aromen nicht zu verlieren. Nach dem Dekantieren in Intervallen von 15–30 Minuten verkosten, damit sich die Aromatik entfaltet. Notieren Sie Entwicklung über 1–3 Stunden, denn traditionelle Viña Tondonia-Weine zeigen oft eine komplexe zeitliche Entfaltung.
Bei gereiften Flaschen betrachtet man Begriffe wie HF (High Fill), IN (Into Neck), TS (Top Shoulder), VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder). Für Weine ~15 Jahre und älter sind IN bis TS meist akzeptabel; VHS oder MS kann auf Oxidation oder Korkschwäche hinweisen und reduziert die Trinkqualität. HF/IN sind Zeichen sehr guter Lagerung. Immer Fotos vom Füllstand neben Etikett einholen und Veränderungen zwischen Verkäuferbildern und Neuaufnahmen vergleichen.
Preisbildung auf dem Sekundärmarkt basiert auf Jahrgang, Zustandsparametern (Ullage, Etikett, Verschluss), Provenienz und Angebotslage. Recherchieren Sie vergleichbare Angebote via Wine-Searcher, Liv-ex, Auktionsresultate von Sotheby’s oder Christie’s sowie spezialisierte Händler. Einwandfreie Provenienz und professionelle Lagerung erhöhen die Realisierbarkeit guter Endpreise. Markttrends für Rioja-Klassiker schwanken, daher sind aktuelle Auktionsdaten und Händlerlisten für eine valide Schätzung entscheidend.
Die ausgepraegte Säure und reifen Tannine machen den Wein zu einem ausgezeichneten Begleiter für geschmorte Rindfleischgerichte, Lamm, gereifte Käsesorten (z.B. Manchego), sowie herzhafte Eintöpfe und Gerichte mit Pilzen oder getrockneten Tomaten. Auch traditionelle spanische Küche mit pikanter Paprikanote harmoniert gut. Leichtere Beilagen in moderaten Portionen erlauben, dass der Wein im Vordergrund bleibt.