75 €
eine Flasche 0,75 l
Spätburgunder (Pinot Noir) aus einer Lage mit dem Namen Sommerhalde präsentiert typischerweise eine klare Beerenfrucht (rote Kirsche, Himbeere), feine Waldboden‑ und Unterholznoten sowie elegante Tannine. Der Jahrgang 2017 in vielen deutschen Anbaugebieten war eher warm, daher sind Weine dieses Jahrgangs häufig reifer in der Frucht, mit dichterem Körper, etwas moderaterer Säure und oft gut integrierter Holzlagerung. Bei einem Spätburgunder namens Sommerhalde sind Aromen und Struktur stark von Parzellencharakter und Ausbaustil des jeweiligen Weinguts Huber geprägt; Ausbau im Barrique kann Vanille, Toast und zarte Röstaromen ergänzen.
Der Jahrgang 2017 gilt vielerorts als warm und reiflich; das Resultat sind oft konzentriertere Weine mit reifen Tanninen und zugänglicher Frucht. Solche Weine können bei hoher Qualität gut lagerfähig sein: Tannine und ausreichend Rest‑Säure stabilisieren die Reifung. Die tatsächliche Lagerdauer hängt aber stark vom Produzenten (z. B. Weingut Huber), Ausbau (Holz, Ganztrauben‑Vergärung) und der Flaschenqualität ab; Spitzenexemplare können 10–15 Jahre und länger reifen, während leichterer Ausbau eher innerhalb weniger Jahre trinkreif ist.
Spätburgunder ist die deutsche Bezeichnung für die Rebsorte Pinot Noir. Genetisch identisch, unterscheiden sich deutsche Spätburgunder oft durch kühleres Klima, höhere Säure und eine ausgeprägtere Frische im Vergleich zu sonnenreicheren internationalen Ausprägungen. Winzerstil, Erziehungsform, Boden und Holzausbau führen zu regional typischen Varianten: deutsche Weine tendieren zu feiner Frucht und filigraner Struktur, während internationale (z. B. aus Burgund oder Neuseeland) stärker im jeweiligen Terroir oder in stilistischen Nuancen variieren können.
OHK steht für Original‑Holzkiste (Original Wooden Case), OC für Original Case und OWC ebenfalls für Original Wooden Case. Originalverpackungen sind für Sammler und den Sekundärmarkt wichtig, weil sie Provenienz, Vollständigkeit und oft besseren Schutz bei Lagerung signalisieren. Eine erhaltene OHK/OWC kann den Wiederverkaufswert steigern, wird aber neben Zustand, Füllstand und Herkunft bewertet. Besonders bei limitierten Abfüllungen oder höherpreisigen Weinen sind Originalverpackungen ein Pluspunkt.
„Sommerhalde“ ist eine Lagenbezeichnung, die in Deutschland für eine spezifische Parzelle steht und Rückschlüsse auf Terroir erlaubt. Solche Lagenbezeichnungen signalisieren meist einheitliche Bodenverhältnisse, Hanglagen und Exposition, die das Reifeverhalten der Trauben beeinflussen. Für den Spätburgunder heißt das: gleichmäßigere Reife, oft höhere Reifeintensität und damit ausgeprägtere Fruchtnoten sowie eine charakteristische Mineralität oder Erdigkeit, abhängig vom Bodenprofil der jeweiligen Sommerhalde‑Parzelle.
Sammler prüfen Produzentenruf (z. B. Reputation des jeweiligen Weinguts Huber), Lagenname (Sommerhalde), Jahrgang, Füllstand, OWC/Provenienz und Bewertungen durch etablierte Kritiker (Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous, Jancis Robinson). Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP)‑Einstufungen können zusätzlich Orientierung bieten. Ein Kaufpreis um 75 Euro liegt im Premiumsegment für deutschen Spätburgunder; bei nachgewiesener Qualität, guter Lagerung und positiven Bewertungen besteht Potenzial für moderate Wertsteigerung und lange Genussreife. Liquidity hängt von Bekanntheit des Produzenten und Marktnachfrage ab; transparente Herkunftsdokumente erhöhen die Handelbarkeit.
Für 0,75‑l‑Flaschen empfiehlt sich eine konstante Keller‑Temperatur von 10–14 °C, 60–75 % relative Luftfeuchte, dunkler Lagerort und horizontale Lagerung zur Korkfeuchtung. Temperaturstabile Bedingungen vermeiden Oxidationsrisiken. Bei gereiften Spätburgundern (10+ Jahre) vorsichtig dekantieren, um Sedimente zurückzuhalten; jüngere Weine profitieren oft von 20–60 Minuten Karaffierzeit, um sich aromatisch zu öffnen. Immer langsam temperieren (bei Bedarf 1–2 Stunden niedriger Temperatur vor dem Servieren anpassen).
Der Füllstand (Ullage) ist ein wichtiger Indikator für Flaschenalter und Verschlussdichtigkeit. Klassifizierungen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut; TS (Top Shoulder) ist bei >15–20 Jahren noch akzeptabel; VHS, MS, LS deuten auf erhöhtes Oxidationsrisiko. Bei älteren Spätburgundern sollte man auf dunkle Verfärbung der Flasche, bräunliche Ränder und ungewöhnlich niedrigen Füllstand achten. Eine gute Provenienz und konservative Lagerung reduzieren das Ullage‑Risiko.
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