250 €
Cannubi 21 + Versand
Der Füllstand ist ein zentraler Indikator für den Zustand alter Flaschen: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei Weinen älter als 15–20 Jahre noch akzeptabel, während MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) auf erhöhtes Oxidationsrisiko hindeuten. Niedrige Füllstände können auf Undichtigkeiten oder Korkprobleme hinweisen und sowohl Trinkreife als auch Preis negativ beeinflussen. Fachkundige Begutachtung vor Kauf oder Verkauf ist deshalb unerlässlich.
Baroli von Spitzenlagen profitieren oft vom Dekantieren; jüngere Jahrgänge wie 2021 können 60–120 Minuten Dekantierzeit gewinnen, um primäre Aromen zu öffnen und Tannine weicher wirken zu lassen. Serviertemperatur ideal bei 16–18 °C in burgunderglasähnlichen Gläsern, die Farbdurchlässigkeit und Aromaentfaltung fördern. Bei sehr feinem Tanninaufbau lieber kürzer dekantieren und erneut prüfen – individuelle Flaschenverhalten kann variieren.
Sicherer Versand verlangt stabile Außenverpackung, stoßdämpfende Innenpolsterung, temperaturstabile Transportbedingungen und idealerweise eine Original-Holzkiste (OHK/OWC) oder eine geprüfte Versandbox. Tracking und versicherter Versand sind bei wertvollen Flaschen Pflicht. Dokumente zur Provenienz und Zustand (Füllstandsfotos, Eventuelle Prüfberichte) erhöhen Vertrauenswürdigkeit und Werterhalt beim Transport.
Bewertungen von Kritikern wie Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling und Vinous haben großen Einfluss auf Wahrnehmung und Marktnachfrage. Hohe Punktzahlen können Preise und Auktionsergebnisse deutlich anheben. Auktionen bilden darüber hinaus einen transparenten Preisindikator für seltene Flaschen und Jahrgänge; allerdings entscheiden auch Zustand, Provenienz, Füllstand und Originalverpackung über das erzielbare Ergebnis. Für Investitionsüberlegungen sollten Bewertungen, Lagerungshistorie und Markttrends zusammen betrachtet werden.
Optimale Lagerung verlangt konstante Temperatur (ideal 12–14 °C), moderate Luftfeuchte (60–75 %), Dunkelheit und vibrationsfreie Bedingungen. Flaschen waagrecht lagern, um den Korken feucht zu halten. Für Baroli von Spitzen-Lagen empfiehlt sich eine langfristige Reifung im Keller – je nach Produzent 10–30 Jahre oder länger. Wichtig ist die Dokumentation der Provenienz und regelmäßige Kontrolle des Füllstands (Ullage), da dieser die Flaschenqualität über lange Lagerzeiten stark beeinflusst.
Der Jahrgang 2021 in vielen Teilen des Piemont brachte tendenziell frischere, eleganter strukturierte Weine mit klarer Säure und moderaterem Alkoholgehalt im Vergleich zu wärmeren Jahrgängen. Für Barolo bedeutet das oft eine feinere Frucht, mehr florale Nuancen und eine präzisere Säurestruktur. Die Reifung sollte dennoch ausreichend sein, damit Gerbstoffe harmonisieren; viele Crus profitieren von einigen Jahren Flaschenreife, um Balance und Komplexität voll zu entfalten.
Die Lage Cannubi gilt als eine der ikonischen Cru-Lagen im Barolo-Gebiet und liefert besonders terroirgeprägte Nebbiolo-Weine. Kennzeichen sind feinkörnige, kalkhaltige und tonige Böden, oft mit gutem Tiefenprofil, günstige Südausrichtungen und ein Mikroklima, das Reife und aromatische Eleganz fördert. Diese Kombination erzeugt Baroli mit feiner Frucht, floralen Noten und langlebigen, seidenen Tanninen, weshalb Erzeuger mit Cannubi-Anlagen wie Burlotto und andere renommierte Winzer der Region hohe Aufmerksamkeit genießen.
Burlotto ist als piemontesischer Erzeuger bekannt für ausdrucksstarke Nebbiolo-Interpretationen, die die Herkunftslage in den Vordergrund stellen. Typisch sind präzise Frucht, mineralische Strukturen und eine klare, oft traditionelle Vinifikation, die die natürliche Tanninstruktur bewahrt. Bei Crus wie Cannubi zielen Erzeuger wie Burlotto auf Langlebigkeit und Feinheit statt auf übermäßige Holzanflüsse, sodass sich komplexe tertiäre Aromen über Jahre entwickeln können.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case. Solche Originalverpackungen sind im Sekundärmarkt oft wertsteigernd, weil sie Provenienz und schonende Lagerung nachweisen. Eine intakte OHK/OWC kann das Interesse von Sammlern und Auktionshäusern erhöhen und in vielen Fällen einen Preisaufschlag rechtfertigen, besonders bei seltenen Jahrgängen und renommierten Erzeugern.
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