Wie unterscheiden sich die Pinot-Varianten aus der Pfalz (Spätburgunder, Weißer Burgunder, Grauer Burgunder)?
Die Pfalz ist ein sehr vielseitiges Terroir für Rebsorten der Pinot-Familie. Spätburgunder (Pinot Noir) zeigt hier häufig rote Fruchtaromen, feine Tanninstruktur und kann von kühleren Lagen elegante, lagerfähige Weine hervorbringen; bekannte Referenzbetriebe sind Dr. Bürklin‑Wolf, Reichsrat von Buhl und Bassermann‑Jordan. Weißer Burgunder (Pinot Blanc) tendiert zu feiner Cremigkeit und gelben Früchten, während Grauer Burgunder (Pinot Gris) oft etwas stoffiger ist und reife Birnen- oder Honignoten entwickeln kann; Weingüter wie Ökonomierat Rebholz, Weingut Philipp Kuhn und Müller‑Catoir zeigen diese Bandbreite exemplarisch. Stilistisch hängt die Ausprägung stark von Lage, Boden (Kalk, Sandstein, Löss) und Kellertechnik ab.