Wie verhält sich ein 2012er in Hinblick auf Reife und Trinkfenster?
Ein 2012er-Jahrgang hat in vielen europäischen Weinregionen bereits Entwicklungstiefe und tertiäre Aromen ausgebildet; je nach Rebsorte kann er jetzt in einer attraktiven Trinkphase liegen oder noch weitere Jahre gewinnen. Bei weißen Spitzenweinen (z. B. Grüner Veltliner oder Riesling aus Spitzenlagen) zeigen sich Honig-, Petrol- oder Nussnoten, während Struktur und Säure noch vorhanden sind. Entscheidend sind Lagerungstemperatur, Füllstand und Produzent: Weine von etablierten Weingütern reifen oft länger und profitieren bei Bedarf von kurzer Karaffierung vor dem Servieren.