Wie sollte man eine alte Gin‑Flasche sensorisch prüfen und eignet sich eine historische Abfüllung für einen Martini?
Zuerst visuelle Prüfung: Füllstand, Klarheit, Etikett, Verschluss. Für die Probe ein kleines Nosingglas wählen, pur und unverdünnt riechen, dann einen kleinen Schluck nehmen; bei sehr alkoholstarken Abfüllungen kann ein Tropfen Wasser Aromen öffnen. Spirituosen reifen nicht in der Flasche, daher wird ein 30‑Jahre‑altes Gin‑Aroma meist der ursprünglichen Rezeptur entsprechen, allenfalls mit leichter Oxidationsspur. Zum Martini: klassisch wird Gin mit trockenem Wermut kombiniert (als Referenz Hersteller wie Martini & Rossi für Wermut), Verhältnis variabel 5:1 bis 3:1 Gin:Wermut; eine historische Abfüllung kann ein außergewöhnliches Martini‑Erlebnis bieten, sollte aber wegen möglicher Nostalgieeffekte zunächst sparsam verkostet werden.

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