Wie unterscheiden sich deutsche Riesling-Jahrgänge 2008 bis 2011 in Stil und Alterungspotenzial?
Die Jahrgänge 2008–2011 zeigen in Deutschland ein breites Spektrum: 2008 punktete vielerorts mit reifer Säure und eleganter Süße, 2009 brachte oft opulente, früh zugängliche Weine, 2010 gilt als sehr gutes Reifejahr mit Struktur und Lagerpotenzial, 2011 zeigte frische, präzise Weine mit guter Säure. Generell gilt: Top-Produzenten aus Mosel, Rheingau oder Nahe (z. B. Egon Müller, Joh. Jos. Prüm, Dönnhoff) erzeugen Rieslinge mit langem Alterungspotenzial, besonders bei Spätlesen, Auslesen oder GG-Äquivalenten; Kabinette reifen ebenfalls beeindruckend, aber oft etwas schneller.