Wie unterscheiden sich die Jahrgänge 2011, 2015 und 2016 bei Badener Spätburgunder in ihrer Stilistik und Entwicklung?
Generell zeigen ältere Jahrgänge wie 2011 bei ausgesuchten Spätburgundern bereits Entwicklungstöne (herbere Frucht, tertiäre Aromen) und sind häufig näher an ihrem Trinkfenster, sofern sie gut gelagert wurden. Die Jahrgänge Mitte der 2010er (2015, 2016) lieferten in vielen badischen Lagen expressive Frucht, reife Tannine und gute Säurebalance: 2015 tendiert zu warmer, zugänglicher Frucht, 2016 wird oft als sehr strukturiert und langlebig beschrieben. Bei Weingütern wie Bernhard Huber ist jedoch die genaue Reifebereitschaft stark von Ausbau und individueller Flasche abhängig.