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Gereifte Brunello‑Weine profitieren oft von vorsichtigem Dekantieren: bei älteren Jahrgängen lieber kurz und schonend, um Sedimente nicht aufzuwirbeln; 30–60 Minuten im Dekanter reichen häufig aus, bei sehr alten Exemplaren kann auch nur ein Umgießen in ein leichtes Dekantiergefäß sinnvoll sein. Die optimale Serviertemperatur liegt bei 16–18 °C, so zeigen sich Aromen am besten ohne zu intensive Alkoholwahrnehmung.
Langfristige Lagerung verlangt konstante Temperatur (12–14 °C), 60–70% Luftfeuchte und Schutz vor Licht und Vibration. Bei älteren Flaschen ist der Füllstand (Ullage) ein wichtiger Indikator: High Fill oder Into Neck sind ideal, Top Shoulder wird bei 15–20 Jahre alten Flaschen noch toleriert, Mid/Low Shoulder erhöhen das Risiko von Oxidation. Provenienzdokumente und kontrollierte Kellertemperatur erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer intakten Flasche.
Brunello di Montalcino ist eine Einzellage in der Toskana, die ausschließlich aus der Sangiovese‑Klone Brunello gewonnen wird und seit 1980 den DOCG‑Status trägt. Das Weingut Biondi Santi gilt als Pionier der Reinzucht von Brunello und prägte die Klassifikation und Stilistik mit langer Fassreife und betonter Langlebigkeit. Biondi Santi steht historisch für streng selektierte Trauben, lange Lagerung im Holz und ein Traubenbild, das Burgund‑ähnliche Konzentration mit toskanischer Frische verbindet.
Der Jahrgang 2009 wird in Montalcino oft als sehr gut bis exzellent bewertet: warme Bedingungen führten zu reifen, konzentrierten Sangiovese‑Beeren mit guter Säurestruktur. Typisch sind dichte Aromen von dunklen Kirschen, getrockneten Kräutern, Tabak und eine kräftige Tanninstruktur, die dem Wein großes Reifepotenzial gibt. Kritiker wie Robert Parker und Vinous haben bestimmte Spitzenweine aus 2009 häufig hoch bewertet, weshalb der Jahrgang bei Sammlern gefragt ist.
Gereifte Brunello‑Weine harmonieren hervorragend mit kräftigen Fleischgerichten wie geschmorter Rinderbacke, Wildragout oder gereiftem Pecorino. Dank kräftiger Tannine und guter Säure kann ein hochwertiger 2009er je nach Ausbau noch 10–20 Jahre reifen; viele Spitzenweine erreichen ihr Trinkfenster erst nach 12–25 Jahren, weshalb individuelle Flaschenbewertungen für genaue Empfehlungen wichtig sind.
Beim Erwerb gebrauchter Flaschen sind Füllstand, Korkzustand, Etikett und eventuelle Säurespuren an der Schulter zu prüfen; eine hohe Ullage (Mid/Low Shoulder) erhöht das Oxidationsrisiko. Zusätzlich sind Originaldokumente, Auktionsprotokolle oder Händlergarantien für die Provenienz hilfreich. Bilder der Flasche, Angaben zur Lagerung und unabhängige Gutachten können die Kaufentscheidung absichern.
Weine renommierter Produzenten wie Biondi Santi haben auf dem Sekundärmarkt oft stabile Nachfrage, besonders bei älteren, makellosen Jahrgängen mit guter Provenienz. Investitionsrelevante Faktoren sind kritische Bewertungen (z. B. Robert Parker, Vinous, James Suckling), Limitierung, Lagerhistorie und Flaschenzustand; Preise können bei Auktionsnotierungen deutlich schwanken, deshalb ist Dokumentation und Lagerqualität entscheidend.
DOCG steht für Denominazione di Origine Controllata e Garantita und ist die höchste italienische Qualitätsstufe mit strengen Produktions‑ und Reiferegeln. Für Brunello di Montalcino schreibt die DOCG Vorschriften zur Rebsorte (Sangiovese), Mindestlagerung im Fass und auf der Flasche sowie zur geografischen Herkunft vor, was Konsistenz und Authentizität des Weinstils sichert.
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