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Bernhard Spätburgunder Alte Reben 2019
Der Jahrgang 2019 war in vielen deutschen Anbaugebieten von guter bis sehr guter Reife geprägt, oft mit reifen Fruchtnoten und gleichzeitig guter Säurestruktur. Ein hochwertiger Spätburgunder 2019 von einem Spitzenbetrieb kann bereits jetzt zugänglich sein, zeigt aber durch Ausbau und Tanninstruktur ein Lagerpotenzial von etwa 7 bis 15 Jahren; bei besonders konzentrierten Lagenweinen und sorgfältigem Ausbau sind 15 bis 20 Jahre möglich. Entscheidende Faktoren sind Ausbau, Rebstockalter, Flaschenpflege und Lagerbedingungen.
Für langfristige Lagerung empfiehlt sich ein dunkler, vibrationsfreier Raum mit konstanter Temperatur von etwa 10–14 °C und 60–75 % Luftfeuchtigkeit. Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) unterstützen die Provenienz und schützen vor Licht. Vor dem Servieren profitieren feine Spätburgunder von 30–60 Minuten Dekantieren oder einer kurzen Karaffenzeit, um Bouquet zu öffnen; sehr junge Varianten können etwas länger Luft benötigen, während gereifte Flaschen mit Vorsicht geöffnet und nur kurz belüftet werden sollten.
Auf dem Sekundärmarkt sind Füllstand (Ullage), Etikettenzustand, Kork- oder Verschlusszustand sowie die Dokumentation der Provenienz entscheidend. Gängige Füllstandsbegriffe: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr gut, TS (Top Shoulder) = akzeptabel bei älteren Weinen. Original-Holzkiste (OHK) oder Original Wooden Case (OWC) erhöhen Vertrauen und oft den Preis. Lückenlose Lagerhistorie, Rechnungen und Lagerort belegen, dass die Flaschen richtig temperiert und gepflegt wurden — das beeinflusst den Wert stärker als ein einzelner Kritikerpunkt.
Punkte und Noten von Kritikern liefern vergleichbare Anhaltspunkte zur Orientierung, ersetzen aber nicht die sensorische Beurteilung. Abkürzungen: RP steht für Robert Parker, WA für Wine Advocate (beide eng verbunden), JS für James Suckling und VN für Vinous (Antonio Galloni). Hohe Bewertungen können kurzfristig Nachfrage und Preis steigern; langfristig zählen aber Konsistenz der Qualität, Winzerreputation und Lagerhistorie. Bei deutschen Spitzen-Spätburgundern unterstützen gute Bewertungen die Marktfähigkeit, sind aber nur ein Teil der Wertermittlung.
Weininvestment bei Premium-Spätburgundern kann attraktiv sein, wenn mehrere Kriterien erfüllt sind: anerkannter Produzent, limitierte Produktionsmengen, starke Jahrgänge und gute Kritiken. Einflussfaktoren auf den Wert sind Reputation des Weinguts, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous, Jancis Robinson), Seltenheit, Zustand der Flasche und lückenlose Provenienz. Diversifikation, Geduld und professionelle Lagerung sind unerlässlich; Weinmärkte sind zyklisch und unterliegen Nachfrageänderungen.
Bernhard Huber ist ein renommierter Erzeuger aus Baden, ansässig in Malterdingen. Seine Spätburgunder stammen typischerweise aus warmen Lagen des südwestdeutschen Weinbaugebiets Baden, was für physiologisch reife Trauben und konzentrierte Fruchtaromen sorgt. Bei Weingut Bernhard Huber sind Parzellen- und Lagenbezeichnungen wichtig für Stilistik und Alterungspotenzial: Kleine, gut exponierte Lagen liefern feinere Tannine und längere Lagerfähigkeit als generalisierte Ortsweine.
Sammler prüfen Herkunft und Lagerhistorie (Provenienz), bevorzugen Flaschen mit nachweisbarer Kühllagerung und originaler Verpackung. Limitierte Ernten, Alte Reben-Abfüllungen und wohlbewertete Jahrgänge erhöhen den Sammlerwert. Verkaufswege: etablierte Auktionshäuser, spezialisierte Händler und renommierte Online-Plattformen bieten Transparenz. Preisentwicklung hängt von Reputation des Weinguts, Jahrgangsqualität und Verfügbarkeit ab – guter Zustand, OWC (Original Wooden Case) oder OHK (Original-Holzkiste) können den Wert positiv beeinflussen.
Der Füllstand gibt Auskunft über Lagerbedingungen und Oxidationsrisiko. Für relativ junge Flaschen wie 2019 sind High Fill (HF) oder Into Neck (IN) zu erwarten; Top Shoulder (TS) ist bereits ein Warnsignal. Etiketten und Kapsel sollten trocken, unbeschädigt und unaufgeklebte Restaurierungen frei sein. Zusammen mit einem sauberen Korkenbild sind intakter Füllstand und makelloses Etikett wichtige Qualitätsindikatoren für Kauf und Lagerung.
Serviertemperatur: 14–16 °C für fein strukturierte Spätburgunder, bei kräftigeren Exemplaren 15–17 °C. Glas: Burgunderglas mit breiter Kugel betont Aromen und Textur. Dekantieren: Beim Öffnen im Jugendstadium (weniger tertiärnoten) empfiehlt sich 30–60 Minuten Sauerstoffkontakt; sehr konzentrierte Flaschen oder solche mit geschlossener Aromatik können auch 1–2 Stunden profitieren. Ältere Flaschen vorsichtig behandeln, kürzer dekantieren und auf Sediment prüfen.
OHK steht für Original-Holzkiste, OC für Original Case und OWC für Original Wooden Case – alle drei Begriffe bezeichnen die werkseitige Verpackung. Für Sammler ist die Original-Holzkiste wichtig, weil sie Auskunft über komplette Provenienz geben kann und bei Auktionen sowie beim Weiterverkauf den Preis positiv beeinflusst. Bei gleicher Flaschenqualität signalisiert eine erhaltene OHK oft bessere Lagerbedingungen und erhöht die Attraktivität für Investoren.
Alte Reben (‚Alte Reben‘) bezeichnet ältere Rebstöcke, oft mindestens 25–30 Jahre alt, die geringere Erträge mit konzentrierteren Beeren liefern. Bei Spätburgunder führen ältere Reben zu dichterer Frucht, komplexeren Aromen (rote Beeren, Unterholz, Gewürze) und feinerer Tanninstruktur. Deshalb sind »Alte Reben«-Abfüllungen bei renommierten Produzenten wie Bernhard Huber besonders gefragt.
Sammler bevorzugen neben der Standardflasche (0,75 l) oft Magnum (1,5 l), Doppelmagnum (3 l) und weitere Großformate. Die Magnum gilt als vorteilhaft für die Alterung: Das größere Volumen im Verhältnis zur Korkoberfläche verlangsamt die Reifung tendenziell, was zu harmonischerem, gleichmäßigem Ausbau führt. Für Spätburgunder aus alten Reben kann eine Magnum besonders attraktiv sein, weil sie Reifepotential und Trinkreife langfristig günstiger bewahrt.
Der Stil der Spätburgunder von Bernhard Huber ist burgundisch geprägt: Fokus auf Feinheit, Präzision und Terroir-Ausdruck. Im Ausbau wird in der Regel auf ausgewogene Holznutzung geachtet – moderater Barriqueeinsatz, oft aus gut eingebundenem, dezent aromatischem Holz – um Frucht und Mineralik nicht zu überlagern. Ergebnis sind elegante, strukturierte Rotweine mit klarer Frucht, feinen Tanninen und langlebiger Säureführung.
Weingut Bernhard Huber gehört zu den führenden Spätburgundererzeugern aus Baden. Die Parzellen liegen in den warmen Lagen des Kaiserstuhls und angrenzenden Bereichen Südbadens, wo vulkanische Löss- und Basaltböden dominieren. Diese Böden liefern für Spätburgunder eine feine Mineralität, gute Wärmespeicherung und konzentrierte Frucht, was den Weinen Struktur und Alterungspotenzial verleiht.
Der Jahrgang 2019 gilt in vielen deutschen Anbaugebieten als sehr guter bis herausragender Jahrgang mit reichlicher Sonnenscheindauer und vollreifer Trauben. Für Spätburgunder bedeutet das höhere Konzentration, reife Tannine und intensive Fruchtaromen bei gleichzeitig guter Säurebalance. Solche Weine sind oft bereits zugänglich, entwickeln aber in den kommenden 5–15 Jahren zusätzliche Komplexität und feinere tertiary Noten.
"Alte Reben" bezeichnet Weinberge mit besonders alten Reben, oft deutlich älter als die Standardpflanzungen. Ältere Reben bringen in der Regel geringere Erträge, dichtere Trauben und eine höhere Konzentration an Aromen und Struktur. Bei Spätburgunder führt das zu kompakterer Frucht, feinerem Tannin und größerer Komplexität, was wiederum das Lagerpotenzial erhöht und Reifephasen mit sekundären Aromen begünstigt.
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