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2000er La Fleur Petrus Pomerol
Gereifte Pomerol-Flaschen profitieren von vorsichtigem Handling: langsam öffnen, auf Sediment achten und bei älteren Exemplaren vorsichtig dekantieren, um Trübstoffe zu entfernen, oftmals nur 30–90 Minuten vor dem Trinken. Serviertemperatur 15–18 °C betont Frucht und Struktur. Dazu passen geschmorte oder gegrillte rote Fleischgerichte, Wild, Pilzgerichte und gereifte Käsesorten; Trüffel- oder Pilznoten harmonieren besonders gut mit reifen Merlot-geprägten Bordeaux.
La Fleur-Pétrus ist ein Pomerol-Weingut auf der rechten Gironde-Seite und profitiert von der charakteristischen Merlot-Dominanz, die Pomerol-Weine so zugänglich und langlebig macht. Die Lage grenzt an renommierte Nachbarn wie Château Pétrus, was sich in ähnlichen Bodenverhältnissen (Lehm- und Kiesanteile) und einem vollmundigen, konzentrierten Stil widerspiegelt. Typisch sind samtige Tannine, dunkle Fruchtaromen und ein großes Reifepotenzial, weshalb Flaschen aus guten Jahrgängen häufig mehrere Jahrzehnte Freude bereiten.
Pomerol ist eine kleine, aber prestigeträchtige Appellation auf der rechten Gironde-Seite, bekannt für schwere Lehm- und Tonsböden, die Merlot außergewöhnlich gut tragen. Häuser wie Château La Fleur-Pétrus und das benachbarte Château Pétrus erzeugen dichte, opulente Weine mit schwarzer Frucht, seidigen Tanninen und oft trüffeligen bis erdigen Aromen. Die geringe Flächenausdehnung und die hohe Nachfrage prägen den Ruf der Region als Produzent langlebiger, samten strukturierter Bordeaux-Right-Bank-Weine.
OHK steht für Original-Holzkiste, OWC für Original Wooden Case und OC für Original Case; alle Begriffe bezeichnen die beim Weingut ausgegebenen Transport- und Lagerkisten. Original-Holzkisten sind bei Sammlern begehrt, weil sie Schutz bieten und die lückenlose Provenienz stützen können. Für hochpreisige Bordeaux- und Pomerol-Flaschen gilt die Original-Kiste oft als Qualitätsmerkmal, das Vertrauen beim Kauf schafft und sich positiv auf den Wiederverkaufswert auswirkt. Zum Kontext: Klassifikationen wie Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) oder berühmte Erzeuger wie Domaine de la Romanée-Conti (DRC) nutzen ebenfalls strenge Kriterien für Herkunft und Qualität — auch wenn es sich um unterschiedliche Regionen handelt.
Viele 2000er-Pomerol profitieren von vorsichtigem Dekantieren, um sekundäre Aromatik zu öffnen; das reduziert zudem dezente Reduktivstoffe und setzt reife Frucht frei. Bei gut gereiften Exemplaren genügen 30–60 Minuten, während dichtere, noch tanninbetonte Flaschen durchaus 60–120 Minuten brauchen können. Sehr alte oder fragilere Exemplare dekantiert man besser nur minimal oder mittels Durchschütten in eine Karaffe, um Ablagerungen zu schonen; im Zweifel zuerst probieren und dann schrittweise verlängern.
Pomerol kann eine attraktive Anlageklasse sein, vor allem für renommierte Domaines wie Château Pétrus und kontinuierlich gefragte Jahrgänge. Entscheidende Faktoren sind Produzentenrenommee, Jahrgangsqualität (z. B. 2000), dokumentierte Provenienz, Lagerung unter kontrollierten Bedingungen und Kritikerbewertungen (Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous). Langfristige Perspektive, Versicherung und ein abgesicherter Vertriebskanal sind für ein Investment unerlässlich.
Pomerol-Verschnitte sind in der Regel merlot-dominiert; Merlot sorgt für Fruchtdichte, weiche Tanninstruktur und Volumen. Ergänzt wird Merlot häufig durch Cabernet Franc, der Frische, Säure und Struktur liefert; Cabernet Sauvignon ist auf der Right Bank selten. Bei Weingütern wie Château La Fleur-Pétrus steht Merlot oft klar im Vordergrund, wodurch die Weine samtig und zugänglich bleiben, zugleich aber großes Lagerpotenzial besitzen.
Für Ankäufe auf dem Sekundärmarkt sind Provenienz, Lagerhistorie, Füllstand, Etikett- und Kapselzustand sowie vorhandene Original-Holzkisten (OHK/OWC) entscheidend. Zusätzlich spielen Jahrgangsreputation, Kritikerbewertungen, Marktliquidität und Versicherungs-/Transportkosten eine Rolle; Auktionen und etablierte Händler bieten meist bessere Nachweise als anonyme Plattformen. Ein klar dokumentierter Nachweis über kühlkellerartige Lagerung erhöht Wiederverkaufschancen und mindert das Risiko, in defekte Flaschen zu investieren.
Pomerol-Spitzenweine aus erstklassigen Jahrgängen können problemlos mehrere Jahrzehnte reifen; bei einem guten 2000er ist jetzt bis in die nächsten 10–20 Jahre eine sehr gute Trinkphase möglich. Merkmale optimaler Reife sind verschmolzene, samtige Tannine, komplexe tertiäre Aromen (Ledern, Trüffel, Waldpilze) und eine harmonische Säure. Der individuelle Zustand hängt stark von Füllstand (Ullage), Korkqualität und Lagerbedingungen ab.
Der Jahrgang 2000 gilt als herausragend in Bordeaux: exakte Reife, konzentrierte Frucht und reife, feinkörnige Tannine zeichnen viele Topweine aus. Auf der rechten Uferseite erzielten Pomerol-Immobilien beeindruckende Balance und Langlebigkeit, sodass viele 2000er jetzt in oder nahe ihrer Trinkreife stehen, je nach Flasche und Lagerung. Kritiker wie Robert Parker (Wine Advocate) oder Vinous halfen traditionell, Marktaufmerksamkeit und Preise für Spitzenlagen wie Château Pétrus zu formen.
Ullage, also der Füllstand, ist einer der aussagekräftigsten Indikatoren für die Flaschengeschichte: Begriffe wie High Fill (HF), Into Neck (IN) oder Top Shoulder (TS) geben Hinweise auf Verdunstung und mögliche Oxidationsrisiken. Ein intaktes, sauberes Etikett und eine unbeschädigte Kapsel sprechen für sorgfältige Lagerung und erleichtern Wiederverkauf oder Versteigerung. Gut dokumentierte Füllstände in Verbindung mit vollständiger Etikett- und Kapsel-Erhaltung erhöhen Vertrauen und damit in der Regel den Marktwert älterer Pomerol-Angebote.
Der Jahrgang 2000 zählt zu den Referenzjahren an der rechten Gironde und brachte in Pomerol außergewöhnlich konzentrierte, reife Merlot-Dominierte Weine mit reichhaltiger Frucht und hervorragender Struktur. Bei einem Château wie La Fleur-Pétrus zeigt sich 2000 meist mit dichten Aromen, kräftigen, aber geschliffenen Tanninen und langer Lagerfähigkeit; viele Flaschen haben ihr Reifeplateau noch mehrere Jahre lang oder entwickeln nun komplexe tertiäre Noten. Für Sammler und Genießer gilt 2000 daher als ein langlebiger, oft schon zugänglicher Vintage mit hohem Trink- und Wertpotenzial.
Kritikerbewertungen von Instanzen wie Robert Parker / The Wine Advocate (WA), Vinous (Antonio Galloni) oder James Suckling haben starken Einfluss auf Nachfrage und Preisentwicklung, besonders bei anerkannten Weingütern wie Château La Fleur-Pétrus. Hohe Punktzahlen erhöhen Sichtbarkeit und Sammlerinteresse, was kurzfristig zu Preissteigerungen führen kann; langfristig stützt jedoch die Kombination aus Vintage-Qualität, Provenienz und Lagerzustand den Wert. Wichtig ist, Bewertungen im Kontext zu sehen: Ein exzellenter Jahrgang mit nachgewiesener, guter Lagerung ist liquider und erzielt oftmals deutlich höhere Preise als ähnliche Flaschen ohne Dokumentation.
Ältere Pomerol-Flaschen profitieren von konstanter, kühler Lagerung bei 11–14 °C, ca. 60–75 % relativer Luftfeuchte, Dunkelheit und geringer Vibration. Die Flaschen sollten liegend gelagert werden, um den Korken feucht zu halten; Original-Holzkisten (OHK/Original Wooden Case) erhöhen den Schutz gegen Licht und Temperaturschwankungen. Für provenance-sensitive Käufe ist zudem eine lückenlose Lagerhistorie hilfreich, da lange oder unsachgemäße Lagerung Geschmack und Wert nachhaltig beeinträchtigen kann.
Prüfpunkt Nummer eins ist lückenlose Provenienz: Rechnungen, Auktionsprotokolle oder Lagerdokumente renommierter Händler schaffen Vertrauen. Visuelle Kontrolle von Etikett, Capsule, Rücketikett und Glasprägung sowie Abgleich mit bekannten Herstellermerkmalen ist unerlässlich. Original-Holzkisten (OHK / OC / OWC – Original-Holzkiste, Original Case, Original Wooden Case) erhöhen Glaubwürdigkeit; bei Zweifel sollten Expertisen, physikalische Prüfungen oder Laboranalysen zur Authentifizierung herangezogen werden.
Der Füllstand einer Flasche gibt Aufschluss über Alterungs- und Lagerverlauf: HF (High Fill) bedeutet idealer, sehr hoher Füllstand; IN (Into Neck) ist ebenfalls sehr gut; TS (Top Shoulder) ist bei >15–20 Jahre alten Flaschen akzeptabel. VHS (Very High Shoulder), MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf höheren Sauerstoffkontakt und damit erhöhtes Oxidationsrisiko hin. Für Collector-Weine sind HF/IN bevorzugt; bei TS bis VHS ist eine fachkundige Begutachtung ratsam.
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