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Einzelverkauf. Nur eine Flasche.
Der Jahrgang 2017 gilt in vielen deutschen Anbaugebieten als warm und früh reifend, was zu sauberer Reife und guter Extraktbildung führte. Für Rosés bedeutet das oft sehr zugängliche, fruchtbetonte Weine; bei Rotweinen wie Pinot Noir kann 2017 reife Tannine und ein rundes Fruchtprofil liefern. Heute, einige Jahre später, sind viele 2017er zugänglich und bieten ein ausgewogenes Trinkfenster, wobei hochwertige Exemplare weiterhin Entwicklungspotenzial haben. Weingut Vollmer und vergleichbare Erzeuger zeigen in diesem Kontext meist Weinlinien, die auf Trinkbarkeit mit Substanz abzielen.
Portugieser ist eine frühreifende, oft leichter strukturierte Rebsorte, die in Deutschland traditionell fruchtige, unkomplizierte Weine liefert. Pinot Noir (Spätburgunder) bringt tendenziell mehr Würze, feine Tannine und Lagerpotenzial sowie ein breiteres Aromenspektrum. Während Portugieser trocken als unkomplizierter Alltagswein punktet, liefert Pinot Noir öfter komplexere, terroirbetontere Weine. Weingut Vollmer kultiviert beide Typen; die Stilistik variiert dabei je nach Lesezeitpunkt und Kellertechnik.
Kurzfristig kühl lagern (10–15 °C bei konstanter Luftfeuchte) schützt Fruchtaromen; langfristige Lagerung ist für Rosé selten sinnvoll, da Frische das Hauptkapital ist. Serviertemperatur 8–12 °C, in einem bauchigen Weißwein- oder Roséglas; starkes Belüften ist meist nicht nötig. Weingut Vollmer betont bei seinen trockenen Rosés oft Sauberkeit im Ausbau, sodass eine moderate Kühlung und schnelles Genießen die Aromen am besten bewahren.
Trockenes Pinot Noir Rosé harmoniert mit Sommersalaten, Thunfisch, Sushi, Geflügel vom Grill und leichter Küche mit Kräutern. Portugieser trocken passt gut zu Hausmannskost, gebratenem Geflügel, Schmorgerichten mit milder Würze und würzigen Käsesorten. Generell gilt: leichte bis mittelschwere Gerichte, die Frucht und Säure des Weins unterstützen, statt sie zu überdecken.
Beim Blick auf die Flasche sind Füllstand und Etikett wichtig: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut; TS (Top Shoulder) ist akzeptabel für ältere Weine; VHS (Very High Shoulder) oder MS/LS (Mid/Low Shoulder) deuten auf mögliche Oxidation oder Korkprobleme hin. Bei einem 2017er hilft außerdem die Kontrolle von Kapsel, Korkzustand (kein Auslaufen) und Etikettenalter für Authentizität. Licht- und Temperaturspuren sowie Sediment sind zusätzliche Indikatoren für den Flaschenzustand.
Ein trocken ausgebauter Pinot Noir Rosé (Spätburgunder Rosé) präsentiert sich im Glas oft mit heller Lachstonfarbe, feiner Fruchtsüße von Erdbeere, Himbeere und roten Äpfeln sowie floralen Noten. Typisch sind eine schlanke, elegante Säurestruktur, dezente Kräuterwürze und ein sauberer, trockener Abgang. Je nach Ausbau kann ein Rosé mehr Substanz erhalten, bei schonender Kellerarbeit sind Feinheit und Trinkfreude zentrale Merkmale.
Trocken bedeutet, dass der Wein kaum Restzucker aufweist und geschmacklich als trocken empfunden wird. OHK steht für Original-Holzkiste (original wooden case), eine Versand- und Aufbewahrungsangabe. VDP bezeichnet den Verband Deutscher Prädikatsweingüter, ein Qualitätssyndikat mit eigener Klassifikation; GG ist die Abkürzung für Großes Gewächs, die hochwertige trockene Spitzenlagenklasse des VDP. Weitere Begriffe: QbA = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete. Beim Lesen von Etiketten helfen diese Kürzel, Stil und Qualitätsansatz schnell einzuordnen.
Entscheidend sind Herkunft, Weingut-Reputation, Jahrgang, Flaschenzustand (Ullage, Etikett, Kork), Originalverpackung (OHK/OWC kann Wert stabilisieren) und die Nachfrage nach der Rebsorte. Einzelne Flaschen erzielen oft geringere Preise als Kisten, weil Verkaufskosten und Risiken höher sind. Weingut Vollmer-Weine können je nach Kollektion und Zustand unterschiedlich bewertet werden; transparente Dokumentation zur Provenienz und guter Zustand sind Schlüsselfaktoren beim Ankauf.
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