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Füllstände sind ein zentrales Qualitätsmerkmal bei gereiften Flaschen. Gängige Kategorien sind HF (High Fill, perfekter Füllstand), IN (Into Neck, sehr gut), TS (Top Shoulder, akzeptabel bei älteren Weinen), VHS (Very High Shoulder, erste Oxidationsanzeichen möglich) sowie MS/LS (Mid Shoulder/Low Shoulder, erhöhtes Risiko für Fehler). Fotos des Korken-Umschlags und genaue Millimeterangaben am Hals helfen, Zustand und Lagerhistorie einzuschätzen. Bei Sekundärmarkt-Käufen ist ein HF/IN-Füllstand deutlich vorteilhaft.
Die französische Formulierung „Dernière Cueillette“ bedeutet wörtlich „letzte Lese“ und signalisiert oft eine späte Entrübung der Trauben. In der Praxis deutet sie auf späte Lesepraktiken hin – etwa selektive Ernte besonders reifer oder edelfauler Beeren – wodurch höhere Restzuckerwerte, konzentriertere Aromen und oft eine ausgeprägte Fruchtsüße entstehen können. Die Bezeichnung garantiert jedoch nicht automatisch edelsüßen Stil oder Botrytis, sondern beschreibt vor allem den Lesezeitpunkt.
Der Jahrgang 2016 gilt in vielen Teilen Südfrankreichs als warm und reiflich mit guter Phenolischer Reife bei roten Rebsorten. In Languedoc ergaben sich dadurch häufig dichte, fruchtbetonte Weine mit konzentrierten Tanninen und solidem Lagerpotenzial. Generell profitieren strukturiert angelegte Cuvées und selektive Jahrgangsweine von 2016 durch die ausgereifte Frucht und Stoffigkeit, wobei konkrete Reife und Haltbarkeit immer vom spezifischen Ausbau und der Flaschenqualität abhängen.
Das Reifepotenzial hängt von Säure, Restzucker und Ausbau ab: Viele spät gelesene und edelsüße Weine profitieren von langer Flaschenreife und können Jahrzehnte halten, da Zucker und Säure konservierend wirken. Für eine 2016er empfiehlt sich eine Prüfung auf Trinkreife anhand von Farbe, Aroma und Lagerhistorie; als grobe Orientierung können sich frühe Trinkfenster ab 5–8 Jahren und längere Reifephasen von 10–20 Jahren je nach Stil ergeben.
Eine Original-Holzkiste (OHK = Original-Holzkiste; OWC = Original Wooden Case; OC = Original Case) stärkt die Provenienz und kann den Marktwert unterstützen, weil sie vollen Lieferumfang und oft bessere Lagerbedingungen signalisiert. Für Sammler und Händler gilt eine komplette OHK als positives Merkmal bei Bewertung und Handel auf dem Sekundärmarkt, insbesondere wenn Transport- und Lagerdokumente vorhanden sind.
Echtheitsprüfung umfasst Vergleich von Etiketten und Rücketiketten mit Herstellerreferenzen, Kontrolle der Kapsel- und Flaschenform, Überprüfung der Füllstände und gegebenenfalls Gutachten oder Labortests. Kritikernoten (Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling, Vinous, Jancis Robinson u.a.) bieten Orientierung über Stil und Lagerpotential, sollten aber mit physischem Zustand und Provenienz abgeglichen werden, bevor Kaufentscheidungen getroffen werden.
Domaine d'Arjolle ist ein etablierter französischer Weinbetrieb in der Region Languedoc. Das Weingut arbeitet mit klassischen Südrhônetypischen und mediterranen Rebsorten wie Grenache, Syrah, Mourvèdre und Carignan sowie weißen Sorten, die für Languedoc typisch sind. Bei Cuvées mit Bezeichnungen wie "Dernière Cueillette" handelt es sich häufig um eine spezielle Selektions- oder späte Lese des Betriebs, was das Portfolio von Domaine d'Arjolle ergänzt.
Vor dem Kauf Lieferweg und Lagerhistorie erfragen, detaillierte Fotos des Etiketts, Korken und Füllstands anfordern, sowie Dokumente zur Provenienz prüfen. Auf Authentizität achten, bei Unklarheiten Experten oder Auktionen konsultieren. Versand mit temperaturkontrollierter Logistik bevorzugen und Einlagerung in einem professionellen Weinkeller erwägen. Preise sollten im Vergleich zu Auktionsergebnissen und Händlerlisten validiert werden; hohe Kritikerbewertungen und Original-Holzkisten (OHK/OWC) rechtfertigen oft einen höheren Preisaufschlag.
Bewertung richtet sich nach Seltenheit, Kritikerbewertungen, Provenienz und Zustand; Originalverpackung (OHK/OC/OWC), saubere Füllstände und lückenlose Lagerhistorie erhöhen Wert und Liquidität. Sekundärmarktpreise vergleichen Sie über Auktionsarchive, Händlerbörsen und Plattformen; Ratings von Robert Parker (Wine Advocate), James Suckling, Vinous oder Jancis Robinson können Preisbildungsfaktoren liefern, sind aber nicht allein entscheidend.
Langfristige Lagerung ideal bei 11–14 °C, konstante Luftfeuchte um 60–75 % und dunkel gelagert in liegender Position. Solche Weine profitieren von einem ruhigen Keller mit minimalen Temperaturschwankungen. Vor dem Genuss bei Rotwein 16–18 °C temperieren und je nach Reife eventuell 30–90 Minuten dekantieren; stark gereifte Exemplare vorsichtig behandeln, um Sedimente zu schonen. Die Original-Holzkiste (Original-Holzkiste = OHK) verbessert die Provenienz bei Lagerung und Transport.
Marktrelevante Faktoren sind: Reputation des Produzenten (z. B. Domaine d'Arjolle), besondere Selektionscuvées, Jahrgangsstärke, Füllstand und Zustand der Flasche, sowie Bewertungen durch anerkannte Kritiker und Magazine wie Robert Parker / Wine Advocate (RP / WA), James Suckling (JS) oder Vinous (VN). AOC/AOP-Angaben, Cru-Status und nachgewiesene Provenienz spielen ebenso eine Rolle. Hohe Punktzahlen können Nachfrage und Preis kurzfristig steigern, langfristig sind aber Rarität und Lagerzustand entscheidend.
Bei einer 2016er ist der Füllstand (Ullage) ein zentraler Prüfpunkt: HF (High Fill) und IN (Into Neck) gelten als sehr gut, TS (Top Shoulder) ist bei älteren Jahrgängen noch akzeptabel. Ergänzend prüft man Korkstempel, Korkschäden und Lecks sowie saubere Etiketten und Originalkapsel; bei Sammlerflaschen sind OHK/OC/OWC (Original-Holzkiste / Original Case / Original Wooden Case) wichtige Indikatoren für provenance und Lagerhistorie.
Spät gelesene, oft leicht bis ausgeprägt süße Weine harmonieren exzellent mit gereiftem Käse (z.B. Blauschimmel oder gereifter Hartkäse), Foie Gras, Gebäck mit Nüssen oder karamellisierten Früchten sowie asiatisch gewürzten Gerichten mit süß-sauren Komponenten. Wichtig ist, die Süße des Weins nicht zu überdecken: Ausgewogene Säure und Intensität des Gerichtes schaffen die beste Balance.
Namen wie Domaine Arjolle, Château Arjolle oder Weingut Arjolle beschreiben jeweils unterschiedliche Präsentationsformen eines Produzenten: „Domaine“ betont das eigenständige Weingut und die Weinberge, „Château“ weist klassisch auf ein Anwesen oder ein historisches Gut hin, „Weingut“ ist die deutsche Übersetzung. Solche Bezeichnungen geben Hinweise auf Betriebsstruktur und Image, ersetzen aber keine Angaben zu Herkunftsregion, Rebsorten oder Qualitätsstufen.
„Dernière Cueillette“ bedeutet wörtlich „letzte Lese“ und weist typischerweise auf eine späte Ernte oder eine besondere Selektionslese hin. Solche Weine sind oft konzentrierter und reifer in Frucht, können mehr Extrakt und eventuell eine leicht süßliche Komponente haben, müssen aber nicht automatisch edelsüß sein. Der Begriff beschreibt in erster Linie die vinifikatorische Herkunft der Trauben innerhalb eines Jahrgangs.
Typische Techniken sind selektive Handlese, Auslesen befallener Botrytis- oder konfektionierter Trauben, Passerillage (Trocknung am Stock) und schonende Kelterung, um konzentrierte Zucker- und Aromaphasen zu bewahren. Im Keller kommen reduzierte Pressdrücke, kühle Gärführung und unter Umständen Eingriffe wie gestoppte oder teilvergorene Gärungen zum Einsatz, um gewünschte Süße- Säure-Balance zu erzielen.