230 €
top 19er Duo , im Weinkeller gelagert
San Giusto wird in der toskanischen Weinwelt oft mit traditionsreichen Anwesen wie San Giusto a Rentennano assoziiert, die für konzentrierte Sangiovese‑basierte Weine stehen. Typische Stilreferenzen aus der Region sind Weingüter wie Castello di Ama, Isole e Olena oder Antinori, die klar strukturierte, terroirbetonte Chianti Classico und Supertoskaner erzeugen. Solche Erzeuger geben Hinweise auf Fruchtkonzentration, hohe Säurestruktur und gutes Reifepotenzial – wichtige Anhaltspunkte beim Vergleich ähnlicher Flaschen.
Duo kann zwei Bedeutungen haben: Entweder handelt es sich um ein Angebots‑ oder Verpackungsformat mit zwei Flaschen (Set zu zweit), oder es beschreibt eine Cuvée aus zwei Rebsorten. Zur Klärung lohnt ein Blick auf Etikett und Rücketikett: Bei einem Flaschenpaket steht meist ‚2 x 0,75 l‘ oder eine Packungsangabe, bei einer Cuvée werden die beteiligten Rebsorten genannt. Bei Investitionskäufen ist zudem wichtig, ob beide Flaschen denselben Ursprung, Füllstand und dieselbe Losnummer aufweisen.
Bei vergleichsweise jungen Jahrgängen wie 2019 sind hohe Füllstände (HF – High Fill, oder IN – Into Neck) zu erwarten und gewünscht. Erste Rückgänge in die Schulter (TS, VHS) sind eher ein Warnsignal bei deutlich älteren Flaschen. Der Korkzustand gibt Aufschluss über Dichtigkeit und mögliche Oxidation. Vor einem Kauf sollte man Fotos der Halsregion sehen: gleichmäßiger Kork, intakte Kapsel und ein guter Füllstand sprechen für gute Provenienz.
„San Giusto“ ist ein häufiger Orts- und Hofname in Italien und taucht bei mehreren toskanischen Erzeugern auf. Bekannt ist etwa San Giusto a Rentennano in der Appellation Chianti Classico, wo Sangiovese-dominiert ausgebaut wird. Der Begriff sagt also zunächst nur etwas über Herkunftsbezeichnung bzw. Produzent aus; Stil und Qualität hängen vom jeweiligen Weingut ab. Zum Vergleich: Tenuta San Guido (Sassicaia) steht für Cabernet-basierte Bolgheri‑Stilistik, während Weingüter wie Marchesi Antinori oder Castello di Ama typische, häufig Sangiovese-geprägte toskanische Profile zeigen.
Wichtige Faktoren: Qualität der Trauben, Lage/Einzellage, Ertragsniveau, Ausbau (Holzanteil, Fassqualität), Tanninstruktur, Säure und Alkoholgehalt. Spitzen‑Sangiovese aus Chianti Classico oder Brunello di Montalcino (z. B. hochwertige Gran Selezione oder Brunello) können 10–30 Jahre reifen, während leichter strukturierte Abfüllungen eher 5–10 Jahre dauern. Vergleiche mit bekannten Referenzen (z. B. San Giusto a Rentennano, Castello di Ama, Brunello‑Erzeuger) helfen bei der Einschätzung.
Ullage beschreibt den Weinstand im Flaschenhals. HF (High Fill) ist ideal, IN (Into Neck) sehr gut, TS (Top Shoulder) akzeptabel für ältere Flaschen, VHS (Very High Shoulder) zeigt bereits beginnende Oxidation an. MS (Mid Shoulder) und LS (Low Shoulder) deuten auf deutlich höheren Oxidations‑ und Reifeverlust hin und erhöhen das Risiko eines beeinträchtigten Weins. Bei Gebrauchtkäufen sollten Fotos des Halses und genaue Füllstandsbeschreibungen verlangt werden.
Optimale Lagerbedingungen: konstante Temperatur um 12–14 °C, relative Luftfeuchte etwa 60–75 %, Dunkelheit, horizontale Lagerung der Flaschen und keine starken Temperaturschwankungen oder Vibrationen. Weinlager mit kontrollierter Temperatur, geringem Lichteinfall und gutem Luftaustausch sind ideal. Vor dem Genuss ältere Flaschen vorsichtig dekantieren, jüngere Weine profitieren oft von kurzem Atmenlassen.
„Duo“ bezeichnet üblicherweise ein Set aus zwei Flaschen, das entweder zweimal dieselbe Abfüllung oder zwei komplementäre Weine enthalten kann. Für Sammler sind Sets in Originalverpackung wie OC (Original Case), OWC (Original Wooden Case) oder OHK (Original‑Holzkiste) interessant, weil sie Provenienz und Wiederverkaufswert positiv beeinflussen können.
Entscheidend sind Provenienz und Lagernachweis, Originalverpackung (OC/OWC/OHK), unabhängige Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, James Suckling, Vinous), Nachfrage am Markt, Flaschenanzahl und Zustand (Etikett, Füllstand). Auktionen, spezialisierte Händler und Lagerzentren mit Versicherung sind zentrale Marktplätze. Langfristig zahlen sich konservative Auswahl (bekannte Produzenten, gute Jahrgänge) und dokumentierte Kühlkette aus.
Eine Original‑Holzkiste (OHK / OWC / OC) erhöht häufig den Sammlerwert, weil sie Provenienz und ununterbrochene Lagerung signalisiert. Besonders relevant ist die Originalverpackung bei Premiumweinen und Auktionen, da sie oft als Indiz für sachgemäße Lagerung und Vollständigkeit gilt. Beim Bewerten zählt jedoch auch der Zustand der Flaschen, Füllstände, Etiketten und ein lückenloser Provenienznachweis.
Sichere Verpackung: stabile Außenkartons, individuelle Polsterung für jede Flasche, zusätzliche Holzboxen bei wertvollen Abfüllungen und Feuchtigkeitsbarrieren. Für wertvolle Sendungen empfiehlt sich temperaturgeführter Transport, transportversicherte Versandoptionen und ein verlässlicher Kurierdienst. Bei internationalen Sendungen sind korrekte Zollpapiere, Ursprungsangaben und Wertdeklarationen notwendig; Lage- und Alterungsnachweise erhöhen die Verlässlichkeit für Empfänger und Abnehmer.
Die Bezeichnung 19er steht für den Jahrgang 2019. In vielen Teilen der Toskana war 2019 ein warmer, vielfach ausgeglichener Jahrgang mit guter Reife und konzentrierter Frucht, oft bei noch ausreichender Säure. Ergebnis sind zugängliche, elegante Weine mit solidem Potenzial zur Reifung. Für genaue Trinkempfehlungen sollte man die Weinlinie und den Ausbauart des jeweiligen Erzeugers (Barrique, großes Holzfass, Stahltank) berücksichtigen.
Preisrelevante Faktoren sind Produzent und Ruf (z. B. San Giusto a Rentennano, Castello di Ama), Jahrgangsqualität, Flaschenzustand (Ullage, Etikett, Kapsel), vollständige Provenienzdokumente und Originalverpackung. Auch Markttrends, Kritikerbewertungen (RP/Wine Advocate, JS/James Suckling, VN/Vinous) und verfügbare Mengen spielen eine Rolle. Für Investitionen empfiehlt sich eine unabhängige Zustandsprüfung und das Einholen vergleichbarer Gebote aus Auktionen oder Fachhändlern.
"19er" steht kurz für den Jahrgang 2019. Klimatisch brachte 2019 in vielen Teilen Italiens, darunter der Toskana, eine sehr gute Reife mit warmen Sommern und reifen Tanninen, oft kombiniert mit guter Säurebewahrung in höher gelegenen Lagen. In Chianti Classico und Bolgheri ergaben sich typischerweise zugängliche Frucht, reife Sangiovese- und Cabernet‑Anteile und solides Lagerpotenzial, wobei die genauen Eigenschaften stark vom Terroir und der Kellerarbeit abhängig sind.
Optimale Kellerbedingungen liegen bei konstanter Temperatur um 12°C ±2°C, relativer Luftfeuchte zwischen 60–75 %, gute Dunkelheit, vibrationsarm und mit kontrollierter Belüftung. Flaschen idealerweise liegend lagern, sofern Korken vorhanden sind, um Austrocknung zu vermeiden. Für ältere Flaschen sind regelmäßige Kontrollen von Etikett, Kapsel und Füllstand (Ullage) wichtig, um Lagerverluste früh zu erkennen.
Viele 2019er Sangiovese‑Dominanten aus der Toskana zeigen bereits in den ersten 3–7 Jahren gute Trinkfreude mit reifem Fruchtcharakter; Spitzenweine können 10–20 Jahre oder länger reifen. Faktoren wie Maischegärung, Holzausbau und Chargenqualität bestimmen das individuelle Potenzial. Für eine präzise Einschätzung helfen Vergleichsnoten etablierter Kritiker und eine Untersuchung des aktuellen Füllstands sowie des Etikettzustands.
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