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Der Rüdesheimer Nonnenberg ist ein markanter Steilhang im Rheingau mit tiefgründigen Schiefer- und Tonböden, südöstlicher bis südlicher Exposition und sehr geringer Anbaufläche. Als Monopol bezeichnet man eine Parzelle, die nur einem Weingut gehört – die Trauben und damit das Terroir gehören damit ausschließlich diesem Betrieb. Solche Monopollagen liefern oft hochkonzentrierte, terroir-geprägte Rieslinge mit langer Lagerfähigkeit und einer ausgeprägten Mineralität, weshalb sie bei Sammlern und Kritikern besonders geschätzt werden.
Weingut Georg Breuer in Rüdesheim ist bekannt für eine auf Präzision und Terroir fokussierte Riesling-Interpretation. Aus dem Nonnenberg entstehen Weine mit konzentriertem Fruchtkern (Zitrus, weiße Steinfrucht), klarer Säurestruktur und feiner Schiefermineralität. Bei Reife treten komplexe Noten wie Petrol, Honig und getrocknete Früchte hinzu. Die Weine sind auf Langlebigkeit ausgelegt und verbinden Eleganz mit Substanz.
Die Abkürzung 3Fl. steht für drei Flaschen. Bei Verpackungen begegnen Sie häufig Begriffen wie OHK (Original-Holzkiste), OWC (Original Wooden Case) oder OC (Original Case). Eine Original-Holzkiste oder das Original Wooden Case kann die Provenienz und Lagerungsgeschichte positiv dokumentieren und sich auf Preis und Sammlerinteresse auswirken.
Kritikerbewertungen von Fachstellen wie Robert Parker / Wine Advocate, James Suckling oder Vinous (Antonio Galloni) dienen als Orientierung für Qualität und Nachfrage. Ergänzend liefern Auktionsplattformen und Marktdienste (z. B. Liv-ex, Wine-Searcher und bedeutende Auktionshäuser) reale Verkaufspreise und Preistrends. Beim Vergleich beachten Sie Flaschenformat, Zustand, Provenienz sowie Aufschläge wie Käuferprovision und Versand. Ein breiter Datenvergleich liefert die verlässlichste Einschätzung des aktuellen Marktwerts.
Für langfristige Lagerung gelten konstante, kühle Temperaturen um 10–12 °C, 60–75 % Luftfeuchte, Dunkelheit und vibrationsfreie Bedingungen. Flaschen werden liegend gelagert, um den Korken feucht zu halten. Beim Servieren ältere Rieslinge leicht kuehler als Rotwein, etwa 10–12 °C; jüngere Rieslinge 8–10 °C. Gereifte 2014er profitieren oft von kurzem Dekantieren (30–60 Minuten), um Aromen zu öffnen. Ein tulpenförmiges Weißweinglas betont Frucht und Sekundaeraromen optimal.
Wichtige Prüfgrößen sind Füllstand (Ullage), Etiketten- und Kapselzustand sowie Nachweis der Lagerung. Füllstände werden in Kategorien wie HF (High Fill), IN (Into Neck) und TS (Top Shoulder) beschrieben; HF und IN gelten als sehr gut, TS ist bei >15–20 Jahre alten Flaschen noch akzeptabel. Achten Sie auf Wasserränder, Korkschäden oder Ausblühungen auf dem Etikett. Provenienzdokumente, Rechnungen oder Lagerbescheinigungen erhöhen die Verlässlichkeit. Vor Versand auf temperaturgerechte Verpackung und Versicherung bestehen.
Nonnenberg-Monopole von renommierten Erzeugern sind aufgrund limitierter Verfügbarkeit und hoher Qualität häufig sammlerwürdig. Wertbestimmend sind Produzentenreputation, Jahrgangsqualität, Zustand der Flasche, Dokumentierte Provenienz, Kritikerbewertungen und Marktliquidität. Einzelne Flaschen erzielen andere Preise als Mehrfachmengen (z. B. drei Flaschen), da Losgröße und Verkaufsort (Auktion, Händler, Privatverkauf) Einfluss auf den Endpreis haben. Generell bleibt Wein ein spekulatives Gut; professionelle Lagerung und klare Dokumentation sind entscheidend.
Der Jahrgang 2014 im Rheingau gilt als eher warmer, reifer Jahrgang mit guter Reife und intakter Säurestruktur. Rieslinge zeigen oft reife Steinfruchtaromen und eine harmonische Balance zwischen Süße und Säure, ohne übermäßige Botrytisprägung. Ein 2014er Nonnenberg bringt daher meist dichte Frucht, ausgeprägte Mineralität und genug Gerbstoff- und Säurestruktur, um weiter zu reifen; in der Flasche entwickeln sich tertiäre Noten wie Petrol, Honig und getrocknete Aprikose.
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