45 €
ich verkaufe hier obenstehenden Rotwein aus meiner Sammlung
Pomerol ist eine kleine, aber prestigeträchtige Appellation auf der rechten Gironde-Seite, die für merlot-dominierten Rotwein bekannt ist. Ein Château aus Pomerol wie Château Bonalgue zeigt typischerweise dichte, konzentrierte Schwarzkirsch- und Pflaumenaromen, samtige Tannine und oft eine erdige bis trüffelige Mineralität durch die berühmten ton- und lehmhaltigen Böden (blaue Lehmauflagen). Stilistisch sind Pomerol-Weine eher opulent und zugänglich als viele linke Ufer-Weine, gleichzeitig aber langlebig bei guter Qualität.
Das Trinkfenster hängt von Qualität des Weinguts und der Flaschenkonservierung ab. Viele gut gemachte Pomerol-2009 können 15–30 Jahre oder länger reifen. In der Regel sind hochwertige 2009er heute (nach rund 15–20 Jahren) gut zugänglich, bieten aber in den nächsten zehn Jahren weiterhin Entwicklungspotenzial. Für zarte Merlot-Noten und tertiary-Aromen kann man je nach Struktur zwischen sofortigem Genuss (mit leichtem Belüften) und weiterem Lagern wählen.
Provenienz lässt sich über Kaufbelege, Lagerdokumente, Auktionsregister und Transporthistorie nachweisen. OHK (Original-Holzkiste), OC (Original Case) oder OWC (Original Wooden Case) erhöhen die Glaubwürdigkeit, da viele Weine im Originalkarton besser vor Temperaturschwankungen geschützt sind. Weitere Prüfungen: Konsistenz von Etiketten, Capsule, Jahrgangs- und Châteaustempel auf dem Korken, Expertenbefund oder Zertifikate; bei hochwertigen Flaschen empfiehlt sich eine professionelle Begutachtung.
Der Jahrgang 2009 in Bordeaux gilt als einer der warmen, sehr reifen Jahrgänge mit großer Opulenz und Konzentration; in Pomerol führte das zu vollreifen Merlot-Trauben mit üppiger Frucht, dichter Struktur und reifen, samtigen Tanninen. Für einen Rotwein von 2009 bedeutet das meist frühere Zugänglichkeit als in kühleren Jahrgängen, zugleich aber ausreichend Substanz für eine langfristige Reifung, sofern Flasche und Lagerung in gutem Zustand sind.
Käufer prüfen Etikett, Rücketikett, Jahrgang und Kapsel auf Konsistenz; überprüfen Füllstand (Ullage), Korkreste, Glasform und mögliche Reparaturspuren. Abgleich mit Fotos des Weinguts oder Auktionen, Seriennummern, Lot-Nummern oder individuellen Markierungen kann helfen. Bei höherwertigen Flaschen lohnt sich eine Anfrage nach Provenienzdokumenten, Rechnungen oder Lagernachweisen sowie gegebenenfalls eine professionelle Expertise oder Gutachten.
Pomerol liegt auf dem rechten Ufer von Bordeaux und ist bekannt für seine Merlot-dominierten Cuvées, kleine Parzellen und ton- bzw. lehmreiche Böden (teilweise als „blaue Lehm“-Lagen beschrieben). Ein Château aus Pomerol zeigt oft dichte Frucht, samtige Tannine und ein aromatisches Profil mit Pflaume, dunklen Beeren sowie feinen erdigen und trüffeligen Noten – ideal für langlebige Rotweine mit geschmeidiger Struktur.
Marktwert wird von Château-Ruf, Jahrgangsqualität, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker/Wine Advocate, Vinous, James Suckling), Verfügbarkeit, Flaschenzustand und Provenienz bestimmt. Pomerol ist aufgrund kleiner Produzenten und hoher Nachfrage oft knapp und kann stabil steigen; jedoch schwanken Preise je nach Reputation des Châteaus und globaler Nachfrage. Für Anlagezwecke zählen transparente Herkunft, makelloser Zustand und renommierte Bewertungen – Einzelpreise variieren stark.
Die Lagerfähigkeit hängt von Qualität und Ausbau ab, generell können hochwertige Pomerol-2009er 10–25 Jahre oder länger reifen. Viele Weine sind ab etwa 8–12 Jahren gut trinkbar, zeigen nach 12–20 Jahren komplexe tertiäre Aromen; regelmäßige Kontrolle von Ullage (Füllstand) und Flaschenzustand hilft, den optimalen Trinkzeitpunkt zu bestimmen.
Für die Lagerung sind konstante 12–14 °C bei rund 60–75 % Luftfeuchte ohne direkte Lichtzufuhr optimal; die Flaschen liegend, vibrationsfrei und mit stabiler Temperatur. Zum Servieren empfiehlt sich eine Trinktemperatur von etwa 16–18 °C, ein großes Bordeaux- oder Burgunderglas sowie gegebenenfalls Dekantieren: jüngere, kräftige 2009er profitieren von 30–120 Minuten Belüftung, sehr gereifte Exemplare nur kurz oder gar nicht dekantieren, um fragile tertiary-Aromen zu bewahren.
Der Jahrgang 2009 in Bordeaux gilt als besonders warm und reif, mit runden, opulenten Weinen und hoher Extraktdichte. In Pomerol führte das zu sehr zugänglichen Merlot-dominierten Weinen mit konzentrierter Frucht und gutem Reifepotenzial; viele 2009er präsentierten sich früh zugänglich, entwickeln aber bei sorgfältiger Lagerung noch tertiary-Noten über 10–25 Jahre.
Gereifte Pomerol-Weine werden bei 16–18 °C serviert. Leicht gereifte bis ältere Flaschen profitieren von kurzem Dekantieren (30–60 Minuten) zur Belüftung; sehr alte Exemplare sollte man vorsichtig öffnen und eher nur kurz dekantieren, um fragile tertiäre Aromen zu bewahren. Bei Unsicherheit empfiehlt sich eine Probeschwenkung oder das vorsichtige Dekantieren in eine Karaffe, um Sedimente zurückzubehalten.
Original-Holzkiste (OHK), Original Wooden Case (OWC) oder Original Case (OC) können den Sammlerwert deutlich erhöhen: Sie belegen häufig eine durchgängige Provenienz, reduzieren Transport- und Lagerungsrisiken und werden von Auktionen sowie Händlern positiv bewertet. Für Wiederverkauf und Versicherung sind zudem Rechnungen, Lagernachweise und vollständige Dokumentation wichtig. Fehlt die Originalkiste, mindert das nicht immer den Wert, kann aber die Preisverhandlungsposition schwächen.
Bei der Begutachtung älterer Bordeaux-Flaschen ist der Füllstand (Ullage) ein zentraler Indikator: HF (High Fill) und IN (Into Neck) sind ideal, TS (Top Shoulder) ist bei über 15 Jahren noch akzeptabel, VHS (Very High Shoulder) deutet auf erste Oxidationserscheinungen hin, MS/LS (Mid/Low Shoulder) erhöhen das Risiko eines deplatzierten Weins. Zusätzlich auf Korkzustand, mögliche Auslaufenflecken am Hals, Etikett- und Kapselbeschädigungen sowie Geruch/Spuren von Wein auf Kork oder Kapsel achten. Gute Provenienzdokumente und lückenlose Lagerung sind entscheidend für die Beurteilung.
Wesentliche Merkmale sind: intaktes Etikett, unbeschädigte Kapsel, klarer Korkenrandschnitt und der Füllstand (Ullage). Übliche Kategorien: HF (High Fill) = perfekter Füllstand, IN (Into Neck) = sehr gut, TS (Top Shoulder) = akzeptabel ab ~15–20 Jahren, VHS (Very High Shoulder) = erste Oxidationsanzeichen möglich, MS/LS (Mid/Low Shoulder) = erhöhtes Risiko eines defekten Weins. Fotos der Halszone und exakte Ullage-Angaben sind entscheidend für die Einschätzung.
Gereifte Pomerol-Weine harmonieren gut mit kräftigen, aber nicht zu dominanten Gerichten: geschmortes Rindfleisch, Lammkeule, Wildgerichte mit erdigen Beilagen, Trüffelgerichte, gereifte Käsesorten wie Comté oder Manchego sowie Pilzrisotto. Die Kombination sollte die samtige Tanninstruktur und die reife Frucht unterstützen, statt sie zu überdecken.
Pomerol-Weine können wegen begrenzter Produktionsmengen und hoher Nachfrage bei Spitzenproduzenten Anlagepotenzial besitzen, doch hängt die Wertentwicklung stark vom Namen des Châteaus, Kritikerbewertungen (z. B. Robert Parker, Vinous, James Suckling), Jahrgangsqualität und Flaschenzustand ab. Der Jahrgang 2009 hat grundsätzlich Marktinteresse, aber nicht jede Flasche steigert sich automatisch im Wert. Entscheidungen sollten auf geprüfter Provenienz, Zustand und Marktrecherche basieren; dies stellt keine Finanzberatung dar.
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