Was bedeutet 'trocken' bei einem Wein und wie verändert sich diese Eigenschaft mit Alter?
‚Trocken‘ bezeichnet Weine ohne wahrnehmbare Restzucker; bei Rot- und trockenen Weißweinen bleibt dieser Begriff bestehen, auch mit Reifung. Mit steigendem Alter verändert sich die Wahrnehmung: Säure und Tannine integrieren sich, Fruchtsüße kann weniger präsent erscheinen, Aromen werden würziger und tertiär (Ledernoten, Tabak, Waldboden). Ein trockener 1989er kann daher im Glas reifer und komplexer wirken, bleibt aber formal ‚trocken‘, solange kein Restzucker messbar ist.