Wie bewertet man Jahrgänge vor 2017 bei Weiß- und Rotweinen?
Jahrgänge ‚vor 2017‘ werden am besten anhand von Reifenoten, Säurebalance und Füllstand (Ullage) beurteilt. Bei älteren Weißweinen steht die Erhaltung der Primärsäure im Vordergrund; bei Rotweinen sind Farbe, Tanninabbau und Bouquet relevant. Praktische Prüfgrößen: HF (High Fill) oder IN (Into Neck) signalisieren sehr gute Füllstände, TS (Top Shoulder) kann bei älteren Flaschen akzeptabel sein. Visuelle Kontrolle, Geruchstest nach Kork- oder Oxidationsnoten und gegebenenfalls eine vorsichtige Dekantierung helfen, das Trinkfenster zu bestimmen. Flaschen aus renommierten Erzeugerjahren und mit dokumentierter Lagerung behalten oft hohe Qualität auch Jahrzehnte nach der Ernte.
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