Wie entwickeln sich Rotweine aus den Jahrgängen 1997, 1999 und 2002 sensorisch nach langer Reife?
Rotweine von Jahrgängen wie 1997, 1999 oder 2002 durchlaufen nach zwei Jahrzehnten deutliche tertiäre Entwicklungen: Fruchtaromen von schwarzer Kirsche oder Pflaume weichen Noten von Leder, Tabak, Waldboden und getrockneten Kräutern, die Tannine sind meist weicher und samtiger, die Farbe tendiert zu ziegelrot bis braun. Die genaue Entwicklung hängt von Rebsorte, Ausbau (Eiche vs. Edelstahltank) und Lagerbedingungen ab; gut gelagerte Selektionen zeigen weiterhin Frische und Struktur, während weniger stabile Abfüllungen oxidative Zeichen zeigen können.