Was verrät der Begriff ‚Kreid‘ bei einem Riesling über Terroir und Bodencharakter?
Der Begriff Kreid leitet sich sprachlich von ‚Kreide‘ ab und deutet häufig auf kalk- oder kreidehaltige Böden hin. Solche Böden begünstigen eine zurückhaltende, salzige Mineralität, feine Zitrusnoten und eine präzise Säurestruktur, die im Glas als ‚Salzzitrone‘ wahrgenommen wird. In deutschen Riesling-Regionen wie der Mosel, der Nahe oder dem Rheingau arbeiten Spitzenbetriebe wie Weingut Dönnhoff, Weingut Keller oder Joh. Jos. Prüm gezielt mit kleineren Parzellen auf kalkhaltigen Lagen, um diese terroirspezifischen Eigenschaften herauszuarbeiten.