Wie unterscheiden sich Rieslinge aus Pfalz, Mosel und Rheingau geschmacklich und strukturell?
Die deutschen Spitzenregionen bringen unterschiedliche Stilistiken hervor: Pfälzer Rieslinge (z. B. von Weingut Georg Mosbacher) zeigen häufig eine reifere Frucht, mehr Körper und ein volleres Mundgefühl; Moselrieslinge (z. B. Bernkastel oder Bremm) zeichnen sich oft durch eine ausgeprägte Säure, filigrane Struktur und mineralische Schiefernoten aus; Rheingauer Rieslinge (z. B. Schloss Johannisberg) verbinden häufig klassische Säure mit dichterer Frucht und einer spürbaren Struktur. Diese Generika helfen bei der Einordnung, die tatsächliche Aromatik hängt aber immer von Lage, Ausbau und Jahrgang ab.