Wie reifen und entwickeln sich Weine aus den Jahrgängen 2021 und 2022?
Junge Jahrgänge wie 2021 und 2022 zeigen oft frische Fruchtaromen und eine lebendige Säure, benötigen aber je nach Ausbau unterschiedlich lange Flaschenreife. Bei kräftig ausgebauten Rotweinen mit Holzkontakt zahlt sich eine Lagerung von 3–8 Jahren aus, bei feingliedrigen Weißweinen oder trockenen Burgundern (Domaine de la Romanée-Conti, Beispiel) reichen 1–5 Jahre. Vergleichsweise kühle Jahrgänge lassen mehr Lagerpotenzial zu, warme Jahrgänge reifen schneller. Entscheidende Faktoren sind Rebsorte, Ausbau (Stahltank vs. Barrique), und Qualitätsstufe des Weinguts – zum Beispiel unterscheiden sich die Reifeperspektiven eines Spitzenweinguts wie Weingut Keller deutlich von generischen Standardweinen.
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