Wie unterscheiden sich Chardonnay-Jahrgänge 2018 und 2020 sensorisch und im Reifepotenzial?
Jahrgangsunterschiede bei Chardonnay spiegeln Klima und Vegetationsverlauf wider. Allgemein gilt: 2018 war in vielen Anbaugebieten ein wärmeres Jahr mit sehr reifen Trauben, zu erwartenden Aromen von reifer gelber Frucht, Honig und mehr Extrakt sowie einem tendenziell höherem Alkoholgehalt. Das bringt oft ein gutes Reifepotenzial von 5–15 Jahren, bei hochwertiger Holzausbau-Lagerung auch länger. 2020 war regional sehr heterogen, häufig etwas frischer und eleganter mit höherer Säure und feinerem Fruchtprofil; solche Weine reifen aromatisch anders und können eine lebendigere Fruchtstruktur über die ersten 5–10 Jahre entwickeln. Entscheidend für Alterungsfähigkeit sind zudem Ausbau (z. B. Barrique vs. Edelstahl), Traubenqualität und ph-Wert des Weins.