Wie entwickeln sich sehr alte Jahrgänge wie 1967 sensorisch und optisch?
Ein Wein aus den 1960er-Jahren zeigt typischerweise tertiäre Aromen: getrocknete Früchte, Leder, Unterholz, Tabak und würzige Holznoten. Die Farbe verschiebt sich von Rubin zu ziegel- bis orangebraunen Tönen, und die Tannine sind deutlich abgerundet. Säure bleibt oft das Rückgrat, entscheidend ist aber der Flaschenzustand: gute Lagerung bewahrt Frische, schlechte Lagerung führt zu Oxidation. Daher sind Farbe, Bouquet und Balance zentrale Indikatoren für Trinkreife und Qualität.