Wie beeinflusst die Gärung in Eichenfässern und mehrere Jahre auf der Hefe den Charakter eines Champagners?
Die Vergärung in Eichenfässern erlaubt eine dezente Holzwürze und eine feinere Oxidationskontrolle, wodurch Aromen von Vanille, gerösteten Nüssen und Kompott entstehen können. Eine lange Reife auf der Hefe – zum Beispiel sieben Jahre – fördert die Autolyse, also die Entwicklung von Brioche-, Hefeteig- und Umami-Noten, sowie eine samtigere Textur. Zusammen führen Fassgärung und ausgedehnte Hefelagerung zu mehr Komplexität, Tiefe und einem langlebigen Gerbstoff- und Säurespiel. Die Dosage von nur rund 4 g/l erhält dabei die Frische und Mineralität.